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Vorlage - 35/2011  

 
 
Betreff: Errichtung eines neuen Bildungsganges am Börde-Berufskolleg in Soest - Berufsgrundschuljahr Fahrzeugtechnik
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage - öffentlich
Federführend:40 Schulangelegenheiten   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bildung und Integration
23.03.2011 
Ausschuss für Bildung, Integration, Schule und Sport (offen)     
Kreisausschuss
16.06.2011 
Kreisausschuss ungeändert beschlossen   
Kreistag
29.06.2011 
Kreistag ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Der Kreistag beschließt, am Börde-Berufskolleg zum Schuljahr 2011/2012 den einjährigen Bildungsgang „Berufsgrundschuljahr Fahrzeugtechnik“ gem. APO-BK, Anlage A, für Schülerinnen und Schüler mit mindestens einem Hauptschulabschluss nach der Klasse 9, einzurichten.

 

Die Verwaltung wird beauftragt, die notwendigen Genehmigungen bei der Bezirksregierung Arnsberg einzuholen. Die Kosten für diese Fachklasse sind aus dem Schulbudget des Börde-Berufskollegs zu finanzieren.

 

 


III. Zusammenfassung

 

Vom Börde-Berufskolleg wird beantragt, den einjährigen Bildungsgang „Berufsgrundschuljahr Fahrzeugtechnik“ gem. APO-BK, Anlage A, für Schülerinnen und Schüler mit mindestens einem Hauptschulabschluss nach der Klasse 9, zum Schuljahr 2011/2012 einzurichten.

 

Ziel dieses Bildungsganges ist es, eine Vorbereitung auf die Ausbildung zum Kraftfahrzeugführer durchzuführen. Hiermit ergibt sich ein Angebot für diejenigen, die zurzeit noch keinen Arbeitsplatz finden können. Darüber hinaus erwerben die Schülerinnen und Schüler eine berufliche Grundbildung, die sie befähigt, Ausbildungsplätze im Kfz-Gewerbe zu ergreifen und eventuell sogar Lehrzeitverkürzungen zu bekommen. Fehlende allgemeinbildende Abschlüsse können in diesem Bildungsgang gleichzeitig nachgeholt werden. Für Bewerberinnen und Bewerber bietet sich hier eine gute Chance für den Übergang von Schule zum Beruf.

 

 


IV. Sachdarstellung

 

Seit nunmehr zwei Jahren übernimmt das Börde-Berufskolleg im Rahmen der dualen Ausbildung den theoretischen Teil für die Berufsausbildung zum Kraftfahrzeugführer. Im Herbst 2010 fand ein Treffen mit der Industrie- und Handelskammer, den Ausbildungsbetrieben sowie der Schule im Rahmen eines Workshops statt. Hier wurde deutlich gemacht, dass zukünftig der Bedarf an ausgebildeten Kraftfahrzeugführern weiter steigen wird. Geeignete Bewerberinnen und Bewerber sind jedoch immer schwieriger zu finden. Die Auszubildenden beginnen ihre Ausbildung zum Kraftfahrzeugführer zumeist schon mit dem 16. Lebensjahr. Der Führerscheinerwerb ist jedoch erst mit dem 17. Lebensjahr möglich. Aus diesem Grund bitten die Ausbildungsbetriebe sowie die heimische Wirtschaft darum, hier ein Berufsgrundschuljahr Fahrzeugtechnik für die jungen Menschen vorzuschalten. Ziel des Bildungsganges ist es, eine Vorbereitung auf die Ausbildung zum Kraftfahrzeugführer durchzuführen. Darüber hinaus erwerben die Schülerinnen und Schüler eine berufliche Grundbildung, die sie befähigt, Ausbildungsplätze im Kfz-Gewerbe zu ergreifen und eventuell sogar Lehrzeitverkürzungen zu bekommen. Fehlende allgemeinbildende Abschlüsse können in diesem Bildungsgang gleichzeitig nachgeholt werden. Für Bewerberinnen und Bewerber bietet sich hier eine gute Chance für den Übergang von Schule zum Beruf.

 

Das Börde-Berufskolleg bietet schon seit Jahren das Berufsgrundschuljahr Metalltechnik mit den Schwerpunkten Metalltechnik und Fahrzeugtechnik, aufgeteilt in zwei Klassen, an. Nach dem Besuch des Berufsgrundschuljahres Metalltechnik mit dem Schwerpunkt Fahrzeugtechnik erhalten Schülerinnen und Schüler, wenn sie eine Ausbildung zum Kraftfahrzeugführer beginnen, keine Lehrzeitverkürzung. Hier ergibt sich nun die Möglichkeit und Notwendigkeit, den Schwerpunkt Fahrzeugtechnik aus dem Berufsgrundschuljahr Metalltechnik zu lösen und in einem eigenen Berufsgrundschuljahr Fahrzeugtechnik mit entsprechenden schulischen Inhalten anzubieten.

 

Nach dem erfolgreichen Besuch des Berufsgrundschuljahres Fahrzeugtechnik ist es gemäß Berufsbildungsgesetz möglich, die Ausbildungszeit des Berufsgrundschuljahres auf den Ausbildungsberuf des Kraftfahrzeugführers anzurechen. Dies wurde in dem o. a. gemeinsamen Workshop vereinbart. Darüber hinaus soll das Berufsgrundschuljahr Schülerinnen und Schüler auf die Ausbildung in einem fahrzeugtechnischen Beruf vorbereiten. Hiermit ergibt sich ein Angebot für diejenigen, die zurzeit noch keinen Arbeitsplatz finden können. Eingangsvoraussetzungen sind mindestens der Hauptschulabschluss nach der Klasse 9. Die Schülerinnen und Schüler erhalten nach dem erfolgreichen Besuch des Berufsgrundschuljahres Fahrzeugtechnik den Hauptschulabschluss nach Klasse 10 und bei einem Notendurchschnitt von 3,0 in den Fächern Deutsch / Kommunikation, Englisch und Mathematik den mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife) zuerkannt.

 

Durch die Organisation dieses Bildungsganges wird sichergestellt, dass die Schülerinnen und Schüler praktische Erfahrungen in der Schule (Praxisanteil mind. 18 Unterrichtsstunden) sowie praktische Erfahrungen in den Betrieben (Betriebspraktikum) sammeln können. Das Berufsausbildungsgesetz ist für diesen Bildungsgang die Grundlage für den fachpraktischen Anteil der Ausbildung. Die Durchführung der Praktika erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben und entsprechend der Rahmenvorgaben für die berufliche Grundbildung im Berufsgrundschuljahr Fahrzeugtechnik (vgl. Anlage A, APO-BK).


Das Börde-Berufskolleg verfügt über eine voll eingerichtete Kraftfahrzeugwerkstatt. Durch die duale Ausbildung und die schon seit einigen Jahren durchgeführten Bildungsgänge des Berufsgrundschuljahres Metalltechnik mit den Schwerpunkten Metalltechnik (eine Klasse) und Fahrzeugtechnik (eine Klasse) sind die fachspezifischen Einrichtungen für die Beschulung vorhanden. Ein ausgebildeter Kraftfahrzeugmeister steht als Werkstattlehrer zur Verfügung. Ausgebildete Fachlehrer für den Theorieunterricht übernehmen den Unterricht in den entsprechenden Unterrichtsfächern. Die Stellungnahmen der benachbarten Schulträger sind angefordert.