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Vorlage - 111/2007  

 
 
Betreff: Konzeption zur Verstärkung des präventiven Ansatzes in den erzieherischen Hilfen
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage - öffentlich
Federführend:51 Jugend und Familie   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss
10.09.2007 
Jugendhilfeausschuss geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlagen:
Konzeption Verstärkung des präventiven Ansatzes in den erzieherischen Hilfen PDF-Dokument
Anlage zur Konzeption Verstärkung des präventiven Ansatzes in den erzieherischen HIlfen PDF-Dokument

Die Verwaltung des Kreisjugendamtes Soest wird beauftragt, das Konzept zur Verstärkung des präventiven Ansatzes in den erzieherischen Hilfen umzusetzen

Die Verwaltung des Kreisjugendamtes Soest wird beauftragt, das Konzept zur Verstärkung des präventiven Ansatzes in den erzieherischen Hilfen umzusetzen.

 

 

 

Die Gemeindeprüfungsanstalt NRW (GPA) hat in ihrem Bericht ausgeführt, dass das Kreisjugendamt Soest Potenzial hat, Kosten bei den stationären Hilfen einzusparen

Die Gemeindeprüfungsanstalt NRW (GPA) hat in ihrem Bericht ausgeführt, dass das Kreisjugendamt Soest Potenzial hat, Kosten bei den stationären Hilfen einzusparen. Dies soll durch einen Ausbau der ambulanten Hilfen erfolgen, die als vorgeschaltete Hilfen im Sinne von Prävention stationäre Unterbringungen vermeiden.

 

Das Kreisjugendamt Soest hat ein Konzept erarbeitet, das dieses Potenzial aufgreift und Maßnahmen ableitet. Im Unterschied zu den Ausführungen der GPA wird das Verhältnis von ambulanten zu stationären Hilfen hierbei nicht zugrunde gelegt. Aus Sicht des Kreisjugendamtes Soest ist die Annahme der GPA, dass diese Quote zielführend sei, inhaltlich und fachlich nicht umsetzbar. Eine grundsätzliche Reduzierung der stationären Hilfen ist nur für die Heimpflege sinnvoll. Eine Reduzierung der Fälle in Familienpflege kann einerseits aus rechtlichen Gründen (Kostenerstattungsfälle) nicht erfolgen, andererseits ist die Unterbringung in Familienpflege fachlich wünschenswert, da Kinder so in einem familienanalogen Umfeld aufwachsen können.

 

Das Konzept greift daher stationäre Maßnahmen in Heimen auf und bezieht sich dabei auf das Alter der Kinder zum Zeitpunkt der Unterbringung. Besonders junge Kinder (unter 10 Jahre) oder ältere Jugendliche (junge Volljährige) sollen hier im Rahmen von ambulanten Maßnahmen Unterstützung und Hilfe erhalten. Für die Kinder und Jugendlichen, die unvermeidlich in einer stationären Heimunterbringung sind, sollen Rückkehroptionen in die Ursprungsfamilie intensiv bearbeitet werden.

 

Das Einsparpotenzial beträgt ab dem  Jahr 2011 jährlich rd.  550.000 €. Dieses wird in einzelnen Schritten erreicht, indem jährlich eine bestimmte Anzahl von Fällen in ambulante Maßnahmen überführt wird.