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Vorlage - 151/2013  

 
 
Betreff: Stellenplan des Kreises Soest für das Haushaltsjahr 2014
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage - öffentlich
Federführend:11 Personal und Lohnstelle   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Personal, Organisation und Effizienz
05.11.2013 
Ausschuss für Personal und Organisation zurückgestellt   
Kreisausschuss
10.12.2013 
Kreisausschuss (offen)     
Kreistag
18.12.2013 
Kreistag ungeändert beschlossen   
Kreisausschuss
18.12.2013 
Kreisausschuss ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlagen:
Anlage Stellenwertigkeit Beamte  
Anlage Stellenwertigkeit Beschäftigte  
Stellungnahme der Gleichstellungsbeauftragten  
Stellungnahme des Personalrates  

Der Stellenplan des Kreises Soest für das Haushaltsjahr 2014 wird in der vorliegenden Fassung beschlossen und in der vorgeschriebenen Form dem Haushaltsplan als Anlage beigefügt.

 

Soweit im Stellenplan der Vermerk „künftig wegfallend (kw)“ angebracht ist, dürfen frei werdende Stellen dieser Besoldungs-/Entgeltgruppe nicht mehr besetzt werden.

 

Die mit dem Vermerk „künftig umzuwandeln (ku)“ ausgewiesenen und frei werdenden Stellen dieser Besoldungs-/Entgeltgruppe sind in Stellen niedrigerer Gruppen umzuwandeln.

 


III. Zusammenfassung

 

Der planmäßige Teil des Stellenplans weist für das Jahr 2014 mit 970,5 Stellen eine Erhöhung der Stellenanzahl gegenüber 2013 von 11,0 Stellen aus (2013: 959,5 Stellen). 13,0 Mehrstellen stehen 2,0 Stelleneinsparungen gegenüber. Die beiden Stelleneinsparungen beruhen noch auf den Vorgaben aus den Fachkonzepten.

 

Die Bruttopersonalaufwendungen steigen in 2014 (Planwert) gegenüber dem Plan 2013 von 60.579.471 € auf 63.899.744 €. Dies entspricht einer Steigerung von 3.320.282 € oder 5,48 %.

 

Gleichzeitig steigen die Personalaufwandserstattungen um 1.459.814 €, so dass die Nettopersonalaufwendungen um 1.860.468 € oder 4,23 % steigen.

 

 


IV. Sachdarstellung

 

1.      Stellenveränderungen

 

Im Einzelnen wurden für 2014 folgende Veränderungen gegenüber dem Stellenplan 2013 eingeplant:

 

 

 

für 2013

für 2014

Differenz

Anmerkungen

a)

Planmäßige Stellen

 

 

 

 

 

 

Dezernat 01

 

Büro der Landrätin

12,0

12,0

0

 

 

ZSU und Personalvertretung

6,5

6,5

0

 

 

Kreispolizeibehörde/Direktion Zentrale Aufgaben (ZA)

12,0

12,0

0

 

 

Dezernat 01 gesamt

30,5

30,5

0

 

Erläuterungen:

Im Dezernat 01 gibt es keine Veränderungen bei den Planstellen.

 

 

 

Dezernat 02 - Service

 

Dezernatsleitung

3,0

3,0

0

 

 

Technische Dienste

41,5

42,5

+ 1,0

s. Erl. 1

 

Personal und Organisation

19,0

19,0

0

 

 

Stellenreserve

6,5

5,5

- 1,0

s. Erl. 2

 

Rechnungsprüfung u. Datenschutz

6,0

6,0

0

 

 

Bürgerservice

11,0

11,0

0

 

 

Finanzwirtschaft

34,5

34,5

0

 

 

Lohnstelle

20,5

19,5

-1,0

s. Erl. 3

 

Recht und Kommunalaufsicht

4,0

4,0

0

 

 

Koordinierungsstelle Regionalentwicklung

7,5

7,5

0

 

 

Zentrale Vergabestelle

3,0

3,0

0

 

 

Dezernat 02 gesamt

156,5

155,5

-1,0

 

Erläuterungen:

  1. +1,0 Stelle Architekt: Aufgrund des in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen Aufgabenvolumens (politische Aufträge, z.B. Unterbringung Kreisarchiv, entbehrliche Grundstücke und Gebäude, Klimaschutzkonzept, sowie Aufträgen aus der Verwaltung, z.B. Neubau Rettungszentrum, Rettungswachen, Neubau Turnhalle, EDV-Verkabelung) und des gestiegenen Volumens der Bauunterhaltung bestehen Arbeitsrückstände. Die Bauleiterfunktion und Betreiberverantwortung kann nur noch unzureichend wahrgenommen werden.
  2. -1,0 Stelle: Aus der Stellenreserve wird eine Stelle verlagert. Je eine 0,5 Stelle wird der Abt. Jugend und Familie und der Abt. Gesundheit zur Verfügung gestellt (siehe dortige Erläuterungen).
  3. -1,0 Stelle: Abbau einer Stelle in der Sachbearbeitung (Ergebnis Fachkonzepte).

 


Dezernat 03 – Ordnung, Gesundheits- und Verbraucherschutz

 

 

für 2013

für 2014

Differenz

Anmerkungen

 

Dezernatsleitung

3,0

3,0

0

 

 

Ordnungsangelegenheiten

25,0

25,0

0

 

 

Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz

221,5

221,5

0

 

 

Veterinärdienst

19,5

19,5

0

 

 

Gesundheit

54,5

55,0

+0,5

s. Erl. 1

 

Dezernat 03 gesamt

323,5

324,0

+0,5

 

Erläuterungen:

  1. +0,5 Stelle: Aus der Stellenreserve wird eine halbe Stelle verlagert und der Betreuungsstelle zugeordnet. Die Betreuungszahlen und damit die Anzahl der zu fertigen Sozialberichte sind – wie auch im bundesweiten Trend festzustellen – kontinuierlich gestiegen. Die Berichte werden nach Auftrag der Gerichte erstellt. Durch eine Änderung des Betreuungsrechts in 2013 ist die Betreuungsbehörde zukünftig verpflichtend in allen betreuungsrechtlichen Verfahren vor Bestellung eines Betreuers anzuhören. Dies führt zu einer weiteren Fallzahlensteigerung.

 

 

 

 

Dezernat 04 – Bau, Kataster, Straßen, Umwelt

 

Dezernatsleitung

2,5

2,5

0

 

 

KFZ-Zulassungen und Führerscheine

35,5

39,5

+4,0

s. Erl. 1

 

Liegenschaftskataster und Vermessung

59,0

58,0

-1,0

s. Erl. 2

 

Bauen, Wohnen und Immissionsschutz

33,5

33,0

-0,5

s. Erl. 3

 

Straßenwesen

40,0

41,0

+1,0

s. Erl. 4

 

Baubetriebshof

50,0

50,0

0

 

 

Umwelt

33,5

33,5

0

 

 

Dezernat 04 gesamt

254,0

257,5

+3,5

 

Erläuterungen:

  1. +4,0 Stelle: Von 2011 nach 2012 wurden im Stellenplan 3,0 Stellen im Bereich Kfz-Zulassungen und Führerscheine aufgrund einer Fallzahlenreduzierung nach der Neuwagenprämie abgebaut. Diese Reduzierung bei den Fallzahlen war jedoch nur temporär. Es kam wieder zu einem deutlichen Anstieg der Fälle sowie – aufgrund des reduzierten Personals – zu deutlich längeren Wartezeiten. In 2012 wurde daraufhin eine umfangreiche interne Organisationsuntersuchung durchgeführt. Im Ergebnis wurde – neben zahlreichen Vorschlägen zu Prozessveränderungen / -verbesserungen – ein Mehrbedarf von 4,0 Stellen festgestellt.
  2. -1,0 Stelle: Abbau einer Stelle eines technischen Angestellten (Ergebnis Fachkonzepte).
  3. -0,5 Stelle: Eine Vollzeitstelle wird dauerhaft nur mit einer Teilzeitkraft besetzt. Eine halbe Stelle wird daher der Abt. Jugend und Familie zur Verfügung gestellt (siehe dortige Erläuterungen).
  4. +1,0 Stelle: Deutliche Steigerung der Fallzahlen bei den Schwertransporten, die Erträge aus Verwaltungsgebühren wurden gleichzeitig um 300.000 € erhöht.

 

 


 

Dezernat 05 – Jugend, Schule, Soziales

 

Dezernatsleitung

3,0

3,0

0

 

 

Schule

55,0

57,0

+2,0

s. Erl. 1

 

Soziales

49,0

50,0

+1,0

s. Erl. 2

 

Jugend und Familie

88,0

93,0

+5,0

s. Erl. 3

 

Dezernat 05 gesamt

195,0

203,0

+8,0

 

Erläuterungen:

  1. +2,0 Stellen: Beschluss des KT vom 21.03.2013, mit 2,0 Stellen eine kommunale Koordinierungsstelle zum Neuen Übergangssystem Schule – Beruf NRW (NÜS) einzurichten. 50 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben sind vom Land refinanziert. Der Zuwendungsbescheid für den Zeitraum 01.08.2013 bis 31.12.2014 wurde inzwischen erteilt.
  2. +1,0 Stelle: deutliche Zunahme der pflegebedürftigen Personen aufgrund der demographischen Entwicklung, dadurch Rückstände bei der Bearbeitung der Hilfe zu Pflege; personelle Aufstockung war nach einer internen Prozessanalyse und Stellenbemessung erforderlich, auch um wirtschaftliche Nachteile für den Kreis zu vermeiden.
  3. +2,5 Stellen: Beschluss des KT vom 13.12.2012, den Pflegekinderdienst wieder beim Kreis einzurichten

+0,5 Stelle: Aufgrund gestiegener Fallzahlen bei den Vormundschaften / Pflegschaften und einer im SGB VIII festgeschriebenen Deckelung von 50 Fällen pro Vollzeit-Mitarbeiter ist die Stellenanzahl im Bereich Vormundschaften zu erhöhen.

+0,5 Stelle: Verstärkung der Schwangerschaftskonfliktberatung im Bereich Assistenz aufgrund hoher Beratungszahlen und hoher Antragszahlen für Mittel der Bundesstiftung (Verlagerung von der Stellenreserve, siehe Erläuterung 2, Dezernat 02); 80 % der Stelle sind refinanziert.

+ 0,5 Stelle: interne Verlagerung einer halben Stelle und damit Verstärkung der Wirtschaftlichen Jugendhilfe aufgrund steigender Fallzahlen (siehe Erläuterung 3, Dezernat 04)

+1,0 Stelle: Einführung der Kita-Karte als Belegungssteuerung der Plätze in der Kindertagespflege und in Kindertageseinrichtungen. Bei der Kita-Karte geht es im Kern um die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Betreuung. Das Kreisjugendamt ist verpflichtet, Betreuungsplätze zur Verfügung zu stellen, während die Träger der Einrichtungen zurzeit allein die Vergabe der Plätze durchführen. Der Kreis steht in der rechtlichen Verantwortung, hat aber zurzeit keine Möglichkeit der Steuerung.

 

 

Dezernat 01 gesamt

30,5

30,5

0

 

 

Dezernat 02 gesamt

156,5

155,5

-1,0

 

 

Dezernat 03 gesamt

323,5

324,0

+0,5

 

 

Dezernat 04 gesamt

254,0

257,5

+3,5

 

 

Dezernat 05 gesamt

195,0

203,0

+8,0

 

 

zusammen:

959,5

970,5

+11,0

 

 

b)

Nichtplanmäßige Stellen (Nachwuchskräfte, Jahrespraktikanten, Freiwilliges Soziales Jahr, Freiwilliges Ökologisches Jahr)

64,0

66,0

+2,0

 

Als Folge der demographischen Entwicklung wurde die Zahl der Ausbildungs-/Praktikantenstellen bedarfsgerecht erhöht.

 

Summen

1.023,5

1.036,5

+13,0

 

 

c)

nachrichtlich

 

 

 

 

 

Arbeit Hellweg Aktiv (AHA)

50,0

66,0

+16,0

s. Erl. 1

  1. +10,0 Stellen: sukzessive Übernahme von kommunalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die AHA (siehe Beratung im ÄR am 03.05.2012 bzw. Beschluss des KT vom 16.10.2010 – insgesamt 240 Stellen AHA, davon 1/3 = 80 kommunale Stellen)

+6,0 Stellen: Beschluss der Trägerversammlung vom 06.05.2013 – Für die Bearbeitung im Bereich Bildung und Teilhabe sind zusätzlich zu den rd. 233 Stellen im allgemeinen Stellenplan der AHA 7,0 Stellen bereit zu stellen, davon 1,0 beim Kreis (in der Abt. Soziales) und 6,0 Stellen bei der AHA. Diese Stellen waren bisher bereits besetzt, jedoch bis auf die Stelle in der Abteilung Soziales zu Lasten des allgemeinen Stellenplanes der AHA und damit zu Lasten des Bereiches Integration.

Alle Stellen sind refinanziert, ein gewisser Prozentsatz wird immer befristet besetzt, um auf Schwankungen am Arbeitsmarkt und beim Leistungsbezug reagieren zu können.

 

 

Als Anlage beigefügt ist ebenfalls eine Übersicht aller Stellen (Vergleich Plan 2013 zu Plan 2014) aufgeteilt nach Beamten und Beschäftigten und den jeweiligen Stellenwertigkeiten. Eine detaillierte Übersicht mit Aufteilung auf die Dezernate findet sich als Anlage zum Haushaltsplan 2014.

 

 

2.  Entwicklung der Personalaufwendungen / Erstattungen für Personalaufwendungen

 

Der Stellenplan 2014 und damit auch die Personalaufwendungen sind im Zusammenhang mit den Fachkonzepten, zusätzlichen Aufgaben und steigenden Fallzahlen in verschiedenen Bereichen zu sehen. Die Erhöhung der Planstellen wurde dabei sehr restriktiv vorgenommen, zahlreiche Erhöhungen waren durch KT-Beschlüsse und Ergebnisse von Organisationsuntersuchungen vorgegeben. Einzelne Abteilungen haben weitere Personalbedarfe angemeldet, die jedoch (vorerst) nicht umgesetzt werden konnten. Diese Entwicklungen sind weiter zu beobachten.

 

Der Stellenplan 2014 weist eine Erhöhung der Planstellen von 959,5 (2013) auf 970,5 (2014) aus. Die Erhöhung ergibt sich aus der Einsparung von 2,0 Stellen gegenüber 13,0 Mehrstellen (Erläuterungen pro Dezernat siehe unter Ziffer 1).

 

2,0 Stellen-Einsparungen ergeben sich aus der Realisierung der Fachkonzepte, die nunmehr weitestgehend umgesetzt sind. Lediglich die Einsparung einer Stelle steht noch aus. Sie wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2014 realisiert werden.

 

Im Rahmen der Personalkostenplanung wurde darauf geachtet, dass alle Möglichkeiten zusätzlicher Einnahmen bzw. Personalkostenerstattungen ausgeschöpft werden.

 

Die Entwicklung der Personalaufwendungen (Personal- und Versorgungsaufwendungen) stellt sich insgesamt wie folgt dar:

 

 

2013

2014

Differenz

Bruttopersonalaufwendungen

53.006.376 EUR

56.316.467 EUR

3.310.091 EUR

Versorgungsaufwendungen

  7.573.086 EUR

  7.583.277 EUR  

     10.191 EUR

Gesamt

60.579.462 EUR

63.899.744 EUR

3.320.282 EUR

Erstattungen (inkl. VKE)

16.630.688 EUR

18.090.502 EUR

1.459.814 EUR

Nettopersonalaufwendungen

43.948.774 EUR

45.809.242 EUR

1.860.468 EUR

 

Die Steigerung der Bruttopersonalaufwendungen (incl. Versorgungsaufwendungen) beträgt somit insgesamt 3.320.282 EUR oder 5,48 %. Gleichzeitig steigen die Personalaufwandserstattungen um 1.459.814 EUR, so dass die Nettopersonalaufwendungen um 1.860.468 EUR steigen oder 4,23 %.

 

Dadurch ist erkennbar, dass die Personalkostenerstattung nicht immer auskömmlich ist, was insbesondere bei der Übertragung neuer Aufgaben (Stichwort Konnexität) häufig der Fall ist.

 

Der hohe Tarifabschluss für 2012 (3,5 % ab 01.03.2012) wirkt sich auch auf die Folgejahre einschließlich des Haushaltsjahres 2014 aus. Zum 01.01.2013 und zum 01.08.2013 sind die tariflichen Entgelte um jeweils weitere 1,4 % (effektiv 1,98 % für das Jahr) gestiegen. Da der aktuell gültige Tarifabschluss nur bis zum 28.02.2014 gilt wurde für 2014 mit einer tariflichen Steigerung von 2 % kalkuliert.

 

Besoldungserhöhungen erfolgen für 2014 bis zur Besoldungsgruppe A 10 mit 2,95 % (2013: 2,65 %), sowie mit 1 % in den Besoldungsgruppen A 11 und A 12 (2013: 1 %).  Das Gesetz zur Anpassung der Dienst- und Versorgungsbezüge 2013/2014, welches eine Beschränkung der vollen Besoldungsanpassung auf die Besoldungsgruppen bis A 10 vorsieht, wird derzeit auf seine Verfassungsmäßigkeit überprüft. Verfassungs- und Besoldungsrechtsexperten halten eine Verfassungswidrigkeit des Besoldungsanpassungsgesetzes nicht für ausgeschlossen, so dass es in 2014 zu einer erneuten Änderung des Besoldungsanpassungsgesetzes kommen könnte.

 

Die höheren Aufwendungen bei den Bruttopersonalaufwendungen resultieren darüber hinaus  aus den 16 Mehrstellen für die AHA (Erläuterungen siehe unter Ziffer 1).  

 

 

Refinanzierte Bereiche

 

Ein großer Teil der Personalkosten wird refinanziert. Dabei erfolgt die Refinanzierung sehr unterschiedlich. Zum Teil erfolgen Erstattungen zu 100 % (wie im Rettungsdienst über die Gebühren, bei der AHA, bei der Lohnstelle). Zum Teil erfolgt die Erstattung nach festen %-Werten (wie z.B. 65 % für den Klimaschutzmanager, 50 % für die Mitarbeiter des Neuen Übergangsmanagements Schule - Beruf). Zum Teil erfolgt eine Festbetragsrefinanzierung (wie beim kommunalen Integrationszentrum 50.000 € pro Stelle und 20.000 € für die Assistenz). Eine absolute Anzahl der refinanzierten Planstellen kann aus diesen Gründen nicht ermittelt werden, da die „Refinanzierungsmodelle“ zu unterschiedlich sind.               

Im Rahmen der laufenden Personalplanung werden vakante Stellen für die Wahrnehmung neuer Aufgaben genutzt. Hierbei wird darauf geachtet, dass alle Möglichkeiten zusätzlicher Einnahmen und Personalkostenerstattungen ausgeschöpft werden.

 

Abzüglich der Personalkostenerstattungen ergeben sich folgende Nettopersonalaufwendungen:

 

Für 2014 beträgt der Anteil der Personalkostenerstattungen an den Bruttopersonalaufwendungen (incl. Versorgungsaufwendungen) 28,31 %.

 

Von 2013 nach 2014 erhöhen sich die Nettopersonalaufwendungen um rd. 1,9 Mio. € bzw. 4,23 % (vgl. Tabelle oben). Dies hat im Wesentlichen folgende Ursachen:

 

  • Tarifsteigerung Beschäftigte + 650.000 €
  • Besoldungserhöhung Beamte + 250.000 €
  • Steigerung Beihilfen + 200.000 €
  • Steigerung durch 11 Mehrstellen + 600.000 €
  • Sonstiges (LOB, Beförderungen, Höhergruppierungen) + 200.000 €
  • Gesamt+1.900.000 €

 


Konsolidierung der Personalausgaben

 

Mit Begleitung einer externen Beratungsfirma wurden im ersten Halbjahr 2009 zunächst flächendeckend Konsolidierungspotenziale aufgedeckt. Im zweiten Halbjahr 2009 wurden Fachkonzepte mit Maßnahmen entwickelt, mit denen eine Umsetzung des aufgezeigten Einsparpotenzials von insgesamt strukturell 5.858.061 € erreicht werden soll. Der Anteil der Personalaufwendungen an dem Einsparpotenzial beträgt ca. 30 %.

 

Die Verwaltungsführung hat mit dem Personalrat vereinbart, dass betriebsbedingte Kündigungen bis 2013 ausgeschlossen sind. Eine Umsetzung der Fachkonzepte erfolgt daher sozialverträglich.

 

Die Fachkonzepte wurden und werden planmäßig umgesetzt und sind weitestgehend abgeschlossen. Nach derzeitigem Stand (siehe auch Vorlage Nr. 107/2013 für den KA am 26.09.2013) haben alle Dezernate einen Zielerreichungsgrad von über 100 % erreicht und damit die vorgesehenen Konsolidierungspotentiale umgesetzt. Mit einem erzielten Einsparvolumen von rechnerisch derzeit 6,1 Mio. € kann erfreulicherweise ein Zielerreichungsgrad der Fachkonzepte von 105,3 % erreicht werden.

 

In 2009 bis 2013 wurden 38,0 Planstellen durch die Umsetzung der Fachkonzepte eingespart. Im Stellenplan für 2014 werden weitere 2,0 Stelleneinsparungen aufgrund der Fachkonzepte ausgewiesen. Eine Stelle ist weiterhin mit einem kw-Vermerk gekennzeichnet und wird voraussichtlich zum Stellenplan 2015 eingespart werden. Insgesamt ergibt sich damit eine Stelleneinsparung von 41,0 Planstellen durch die Fachkonzepte.

 

Es gibt weiterhin regelmäßig interne Organisationsuntersuchungen, um die vorhandenen Personalressourcen auf den Prüfstand zu stellen und an geänderte Arbeitsbelastungen / Rahmenbedingungen anzupassen.

 

 

  1.      Leistungsorientierte Bezahlung

 

Im Jahr 2007 hat die Kreisverwaltung Soest als eine der ersten Verwaltungen im öffentlichen Dienst ein System für die leistungsorientierte Bezahlung erfolgreich eingeführt. In 2008 wurde das System auch auf die Beamtinnen und Beamten übertragen und damit ein einheitliches System für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung geschaffen. Nur ein einheitliches System für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führt zu der gewünschten Akzeptanz und Motivation Aller.

 

Nach anfänglicher Zahlung von 1 % des Entgeltvolumens werden aktuell 2,00 % für 2013 ausgezahlt. Für 2014 werden jeweils 2,00 % des Entgeltvolumens eingeplant, das sind 485.000 € für die Tarifbeschäftigten und 238.000 € für die Beamtinnen und Beamten, da der Tarifvertrag für 2014 vorerst keine weitere Anhebung des Prozentsatzes vorsieht.

 

 

  1.      Renteneintritt und Pensionierungen

 

Bis 2020 werden rd. 12 % der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Altergründen ausscheiden. Eine deutlich größere Gruppe wird zwischen 2020 und 2030 ausscheiden.

 

Die Verwaltung hat auf die Folgen der demografischen Entwicklung bereits reagiert und ab 2011 sowie für die folgenden Jahre die Ausbildungszahlen deutlich erhöht.

 

Im Verwaltungsbereich wurden in den Jahren 2009/2010 insgesamt lediglich 14 Auszubildende eingestellt. 2011 und 2012 waren es jeweils 12 Auszubildende und in 2013 wurden 11  Auszubildende im Verwaltungsbereich eingestellt. Für 2014 ist die Einstellung von 8 Auszubildenden im Verwaltungsbereich vorgesehen.

 

 

5.        Mitwirkung des Personalrates und der Gleichstellungsbeauftragten

 

Die Stellungnahmen des Personalrates und der Gleichstellungsbeauftragten sind beigefügt.

 

 

6.        Personalbericht 2013

 

Weitere Ausführungen und Differenzierungen zu den Personalkennzahlen werden im Personalbericht 2013 dargestellt. Seitdem der Haushalt für das Folgejahr bereits zum Jahresende des Vorjahres verabschiedet wird dient der Personalbericht als Rückschau. Er kann in die laufende Beratung des neuen Haushalts im Detail nicht einbezogen werden, da die Daten des abgelaufenen Jahres erst nach Jahresende als Rückblick vorliegen.

 

Der Personalbericht für 2013 wird im Frühjahr 2014 im Ausschuss für Personal und Organisation vorgestellt.