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Vorlage - 115/2013  

 
 
Betreff: Kooperationsvereinbarung mit den Städten und Gemeinden bei der Einrichtung von Sekundarschulen
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage - öffentlich
Federführend:40 Schule, Bildung und Integration   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bildung und Integration
17.10.2013 
Ausschuss für Bildung, Integration, Schule und Sport ungeändert beschlossen   
Kreisausschuss
10.12.2013 
Kreisausschuss ungeändert beschlossen   
Kreistag
18.12.2013 
Kreistag ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Der Kreistag stimmt im Rahmen der Einrichtung von Sekundarschulen der Kooperation mit den Berufskollegs in Kreisträgerschaft und den damit verbundenen Vereinbarungsabschlüssen mit der Gemeinde Möhnesee und der Stadt Warstein zu und beschließt, dass die Verwaltung zukünftige Anfragen mit der Bitte um Abschluss einer Kooperationsvereinbarung positiv beantwortet.

 


III. Zusammenfassung

 

Die Sekundarschulen sind verpflichtet, eine verbindliche Kooperation mit der Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule oder eines Berufskollegs einzugehen. Dabei sind die Kooperationsvereinbarungen sowohl auf Ebene der Schulen als auch der Schulträger abzuschließen.

 

Der Kreis Soest unterstützt seine Berufskollegs dabei, Kooperationen mit Sekundarschulen zu vereinbaren. Insofern sollen die Vereinbarungen, wie von der Gemeinde Möhnesee und der Stadt Warstein beantragt, unterschrieben werden. Darüber hinaus wird vorgeschlagen, vor dem Hintergrund der Gleichbehandlung, hier für zukünftige, gleichgelagerte Anträge einen Vorratsbeschluss zu fassen. 

 

 

 

 

IV. Sachdarstellung

 

Mit dem 6. Schulrechtsänderungsgesetz wurde die Sekundarschule neben den anderen bereits bestehenden Schulformen als neue Schulform der Sekundarstufe I in das Schulgesetz NRW aufgenommen. Die Sekundarschule soll langfristig ein attraktives und wohnortnahes Schulangebot gewährleisten und Schülerinnen und Schüler sowohl auf die berufliche Ausbildung als auch auf die Hochschulreife vorbereiten. Es kann sowohl der Hauptschulabschluss nach Klasse 9 und nach Klasse 10 als auch ein mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife) erworben werden.

 

Da die Sekundarschule über keine eigene Oberstufe verfügt, muss sie eine verbindliche Kooperation mit der Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule oder eines Berufskollegs eingehen. Durch die Kooperationsvereinbarung/en werden die Schülerinnen und Schüler auf den Wechsel zu einer Partnerschule vorbereitet. Die Kooperationsvereinbarungen garantieren, dass Schülerinnen und Schüler einen Platz an einer Oberstufe der Partnerschulen erhalten. Mit dem Qualifikationsvermerk können sie aber auch jede andere gymnasiale Oberstufe besuchen. Damit ist sichergestellt, dass die Schülerinnen und Schüler bei entsprechender Kompetenz und Leistung das Abitur machen können.

 

Neben den Kooperationsvereinbarungen, die die Sekundarschule mit den Partnerschulen abschließt, müssen im Fall von unterschiedlichen Schulträgern auch diese eine Kooperationsvereinbarung abschließen. Anträge auf Kooperationen mit Berufskollegs in Kreisträgerschaft liegen aktuell seitens der Stadt Warstein und der Gemeinde Möhnesee vor.

 

Die Stadt Warstein beabsichtigt, im Schulzentrum Belecke eine dreizügige Sekundarstufe zu errichten. Nach dem pädagogischen Konzept ist vorgesehen, dass u. a. das Hubertus-Schwartz-Berufskolleg und das Börde-Berufskolleg als Kooperationspartner vorgesehen sind. Die Schulleiter beider in Trägerschaft des Kreises Soest stehender Berufskollegs haben ihr Interesse an einer Kooperation bekundet.

 

Die Gemeinde Möhnesee plant, die Verbundschule der Sekundarstufe I mit Real- und Hauptschulzweig in eine Sekundarschule zu ändern. Kooperationspartner soll das Börde-Berufskolleg sein.

 

Durch einen Kooperationsvertrag wird das festgeschrieben, was in der Regel bereits heute praktiziert wird. Schülerinnen und Schüler aus Haupt- oder Realschulen wechseln zur Erlangung der Hochschulreife gern zum Berufskolleg. Durch die vertragliche Festschreibung  mit den Partnerschulen werden nunmehr Lerninhalte abgestimmt. Dies erleichtert den Schülerinnen und Schülern den Übergang in die berufliche Ausbildung oder in die Sekundarstufe II. Außerdem erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, den für sich am besten geeigneten Bildungsweg zu finden.

 

Der Kreistag hat bis jetzt über Kooperationsvereinbarungen zu Gemeinschaftsschulen befunden [Vorlage 48/2011]. Nur wenige Gemeinschaftsschulen sind aufgrund einer Ausnahmeregelung in NRW eingerichtet worden. Die Ausnahmeregelung gibt es nicht mehr. Wie zuvor beschrieben ergänzt die Sekundarschule die Schulformen im Sek-I-Bereich. Es ist davon auszugehen, dass in den Städten und Gemeinden des Kreises Soest weitere Sekundarschulen errichtet werden, die dann ebenfalls Kooperationen mit den Berufskollegs des Kreises Soest anstreben. Um bei gleicher Ausgangslage nicht jeden Einzelfall beschließen zu müssen, sollte hier ein grundsätzlicher Beschluss gefasst werden mit dem Auftrag an die Verwaltung, zukünftige Bitten um Kooperationsvereinbarungen positiv zu beantworten.

 

Zusätzliche Kosten entstehen durch die Kooperationsvereinbarungen zwischen den Schulträgern für den Kreis Soest nicht.