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Vorlage - 110/2013  

 
 
Betreff: Struktur und Förderung der Kontakt- und Beratungsstellen für psychisch behinderte Menschen im Kreis Soest
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage - öffentlich
Federführend:53 Gesundheit   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Gesundheit
19.09.2013 
Ausschuss für Gesundheit ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlagen:
Anlage 1 zur Vorlage 110/2013 - Vorschlag zur Verteilung des Gesamtzuschusses für den Betrieb der KuB's im Jahr 2014  
Anlage 2 zur Vorlage 110/2013 - Übersicht der Einrichtungen der Eingliederungshilfen im Kreis Soest  
Anlage 3 zur Vorlage 110/2013 - Übersicht der Einrichtungen der medizinisch therapeutischen Versorgung im Kreis Soest  
Anlage 4 zur Vorlage 110/2013 - Antrag des LWL Westfalen-Lippe auf Förderung einer KuB für Psychisch behinderte Menschen am Standort Lippstadt  

Der Ausschuss für Gesundheit nimmt insgesamt 6 Zuschussanträge für den Betrieb von Kontakt- und Beratungsstellen (KuB´s) für Menschen mit psychischer Behinderung im Kreis Soest für das Jahr 2014 zur Kenntnis.

Das KuB-Angebot im Kreis Soest wird auch durch die seit Jahren in diesem Arbeitsfeld tätigen Vereine „Betreuen und Wohnen gGmbH“, „SKM“, „Phönix e.V.“, „IBAHS e.V“ und „Gemeinsam e.V.“ flächendeckend sichergestellt.

Der Antrag des LWL-Wohnverbundes Lippstadt vom 26.07.2013 (siehe Anlage 4) auf Bezuschussung einer neu einzurichtenden KuB in Lippstadt-Benninghausen wird daher abgelehnt.

Insgesamt wird die Arbeit der KuB´s im Kreis Soest weiterhin mit 71.000 € pro Jahr vorbehaltlich der Haushaltsberatungen für das Jahr 2014 bezuschusst.

Zuschüsse für das Jahr 2014 werden – vorbehaltlich zur Verfügung stehender Haushaltsmittel - wie folgt bewilligt: SKM für Lippstadt: 12.500€; Betreuen und Wohnen für Soest: 25.000€; IBAHS für Warstein 13.500€; Phönix für Soest und Gemeinsam e.V. für Werl jeweils 10.000€.


III. Zusammenfassung

 

Die Kontakt- und Beratungsstellen für Menschen mit psychischer Behinderung (KuB´s) sind ein wichtiger Baustein der gemeindepsychiatrischen Versorgung. Sie sind in einem engen Zusammenhang mit den Bemühungen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und der Kreise bzw. kreisfreien Städte um eine Begrenzung des Anstiegs der Kosten für die Eingliederungshilfen zum Wohnen zu sehen.

Im Kreisgebiet wollen insgesamt 5 Träger an den Standorten Lippstadt, Soest, Warstein und Werl die Aufgaben von KuB´s als niedrigschwellige und sozialraumorientierte Möglichkeit zum Aufbau von Kontakten, zur Alltagsgestaltung und Beratung in psychosozialen Belangen wie bisher wahrnehmen. Damit ist diese ambulant/komplementäre Hilfe für Menschen mit psychischen Behinderungen im Kreis Soest flächendeckend durch Standorte in den größten Städten im Kreis Soest sichergestellt. Ein weiteres zusätzliches KuB-Angebot des LWL-Wohnverbundes in Lippstadt erscheint aus diesen Gründen nicht erforderlich.

Die Struktur und die Angebote von Kontakt- und Beratungsstellen für Menschen mit psychischer Behinderung(KuB´s) sind maßgeblich abhängig von der Höhe der jährlichen kommunalen Förderung.

Die KuB´s in den nach den Einwohnerzahlen beiden größten Einzugsbereichen (SKM in Lippstadt und Betreuen und Wohnen Soest) sollen mit jeweils einer 0,5 Fachkraftstelle besetzt und finanziert werden. Dabei besteht beim SKM in Lippstadt die besondere Situation, dass die dortige KuB noch bis Juni 2014 eine Förderung durch die Aktion Mensch erhält.

Der Verein Phönix e.V. in Soest nimmt eine Sonderstellung ein, da er ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis tätig ist. In Zukunft sollen die Leistungen und Angebote mit der neuen KuB des Vereins Betreuen und Wohnen - ebenfalls in Soest - koordiniert werden.

Der Verein IBAHS e.V. in Warstein soll mit einem höheren Zuschuss bedacht werden, damit neben der ehrenamtlichen Tätigkeit in der dortigen KuB durch eine stundenweise Beschäftigung von Fachkräften auch Beratung und Koordination angeboten werden kann.

Auch der Verein Gemeinsam e.V. soll für die Bereiche Koordination und Kooperation einmalig einen höheren Zuschuss erhalten. (Siehe Anlage 1)


IV. Sachdarstellung

 

  1. Ausgangslage im Kreis Soest

 

An den Standorten Lippstadt, Soest, Warstein und Werl betreiben 4 Träger (Verein für betreutes Wohnen e.V., Phönix e.V., IBAHS e.V. und Gemeinsam e.V.) seit vielen Jahren Kontakt- und Beratungsstellen für Menschen mit psychischer Behinderung (KuB´s).

Aufgrund einer vertraglichen Regelung zwischen dem Kreis Soest und dem Verein für betreutes Wohnen e.V. in Lippstadt aus dem Jahr 1991 wird die dortige KuB mit jährlich ca. 52.000 € bezuschusst. Die anderen 3 KuB’s werden vom Kreis Soest jährlich mit jeweils 6.136 € gefördert. Insgesamt beträgt der jährliche Zuschuss des Kreises Soest an die vier KuB´s seit Jahren ca. 71.000 €.

Aufgrund dieser unterschiedlichen Förderung war es bisher nur der KuB in Lippstadt möglich, im Rahmen von regelmäßigen wöchentlichen Öffnungszeiten neben der individuellen Beratung und Unterstützung weitere unterschiedliche Gruppenangebote (zur Tagesstrukturierung bzw. Freizeitgestaltung) vorzubereiten und durchzuführen. Für die Arbeit in der KuB stand eine pädagogische Fachkraft zur Verfügung, die durch zusätzliche Honorarkräfte unterstützt wurde.  

 

Standorte und Träger von Kontakt- und Beratungsstellen

für Menschen mit Psychischer Behinderung im Kreis Soest

Zuschüsse bis 2013

Lippstadt

Verein f. betr. Wohnen e.V.

52.000 €

Soest

Phönix e.V.

6.136 €

Warstein

IBAHS e.V.

6.136 €

Werl

Gemeinsam e.V.

6.136 €

 

 

70.408 €

 

  1. Änderung der Rahmenbedingungen im Kreis Soest

 

Der Verein für betreutes Wohnen e.V. in Lippstadt hat die Trägerschaft für die Kontakt- und Beratungsstelle (KuB) für Menschen mit psychischer Behinderung aufgegeben. Die Personalgestellung wurde mittlerweile durch die Betreuen und Wohnen GgmbH in Lippstadt übernommen. Der Vertrag zwischen dem Kreis Soest und dem Verein für betreutes Wohnen e.V. in Lippstadt aus dem Jahr 1991 über die Einrichtung und Unterhaltung dieser KuB wurde daher vom Kreis Soest mit Wirkung zum 31.12.2013 gekündigt. (Beschluss des Ausschusses für Gesundheits- und Veterinärwesen in der Sitzung vom 10.05.2012: „Der Ausschuss beauftragt die Verwaltung, den Vertrag mit dem „Verein für betreutes Wohnen e.V.“ in Lippstadt zum 31.12.2013 zu kündigen.) Der Sozialdienst katholischer Männer e.V in Lippstadt unterhält mit Mitteln der „Aktion Mensch“ seit dem 1.7.2011 eine weitere KuB in Lippstadt. Die Förderung der „Aktion Mensch“ erstreckt sich über drei Jahre und endet danach. Dabei erhöht sich der Finanzierungsanteil des Trägers kontinuierlich. Die Eigenmittel betragen im letzten Förderjahr (Juli 2013 – Juli 2014) 40% der laufenden jährlichen Kosten. Der Träger hat am 29.11.2011 einen jährlichen Zuschuss aus Kreismitteln beantragt, um die bisherige Arbeit der KuB weiterführen zu können. Aufgrund dieser neuen Situation hat der Ausschuss für Gesundheits- und Veterinärwesen in der Sitzung vom 10.05.2012 beschlossen: „Die Verwaltung erarbeitet in Kooperation mit den beteiligten Trägern ein Konzept zur künftigen Struktur und Förderung der Kontakt- und Beratungsstellen für psychisch behinderte Menschen im Kreis Soest und legt dieses in der nächstmöglichen Ausschusssitzung vor.

 

  1. Gespräche mit den Trägern – Positionen

 

Am 16.11.2012 fand eine erste gemeinsame Besprechung zwischen der Verwaltung und allen beteiligten Trägern statt. Thematisiert wurden Möglichkeiten und Grenzen mit Blick auf eine künftige flächendeckende Arbeit von Kontakt- und Beratungsstellen für Menschen mit psychischen Behinderungen im Kreis Soest.

 

Danach trafen sich die Träger der KuB´s am 14. und 18.12.2012 zu weiteren Gesprächen, um gemeinsame sowie strittige Positionen zur künftigen Arbeit der KuB´s im Kreis Soest zu erarbeiten und zu diskutieren. Als gemeinsam getragene allgemeine Vorstellungen zur KuB-Arbeit wurden definiert:

 

  • KuB´s sind ein wichtiger ambulanter Baustein der gemeindepsychiatrischen Versorgung.
  • Die Angebotsvielfalt der KuB´s mit den unterschiedlichen Schwerpunkten im Kreis Soest soll erhalten bleiben.
  • Aufgrund der hohen „Psychiatriedichte“ im Kreis Soest und der zu erwartenden Zunahme psychischer Erkrankungen sind aus fachlicher Sicht mindestens zwei Vollzeitkräfte pro KuB vorzusehen.
  • Der Zuschuss durch den Kreis Soest soll verbindlich und langfristig gesichert sein.
  • Der Kreis Soest soll Qualitätsanforderungen insbesondere bzgl. der Struktur und Ressourcenqualität formulieren und diese mit den Zuschüssen verknüpfen.

 

Die Positionen der Träger zur künftigen konkreten Arbeit der KuB´s sind in der folgenden Tabelle dargestellt.

 

Positionen der einzelnen Träger zur künftigen KuB-Arbeit

Betreuen u. Wohnen (Li)

IBAHS (Wa)

Gemeinsam e.V. (We)

SKM Lippstadt (Li)

Phönix e.V. (So)

Aufgabe der KuB am Klusetor in Lippstadt.

 

Angestrebt wird die Einrichtung einer KuB in Soest mit 2 VZKén.

Verbesserung des Angebots in Warstein mit 2 VZKén.

 

Mehr finanzielle Unterstützung durch den Kreis Soest.

Das Angebot soll bedarfsgerecht erweitert werden.

 

Dazu Sicherung des Zuschusses in der bisherigen Höhe.

 

Der Verein ist zu einer Kooperation mit anderen Trägern bereit.

Der SKM betreibt die KuB derzeit mit einem soz.päd. Stellenanteil von 44 Std. pro Woche.

 

Wegen der auslaufenden Bezuschussung durch die „Aktion Mensch“ ist der Träger auf eine Förderung angewiesen.

Das bisherige Angebot soll mindestens gesichert werden.

 

Der Verein ist zu einer Kooperation mit anderen Trägern bereit

 

Eine gemeinsame Position zur Verteilung der jährlich zur Verfügung stehenden Kreismittel konnte dabei nicht erreicht werden.

 

  1. Konzeptionelle Überlegungen

 

 

  1. KuB´s im Kontext der Kostenentwicklung der Eingliederungshilfen zum Wohnen für Menschen mit Behinderungen in Westfalen-Lippe

 

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe(LWL) arbeitet zusammen mit allen Kreisen und kreisfreien Städten seit 2003 an einem kontinuierlichen Ausbau der örtlichen ambulanten Hilfestrukturen für Menschen mit Behinderungen. Dabei ist der LWL als Kostenträger für alle Wohnhilfen, Tagesstätten und Werkstätten zuständig. Die Kreise und kreisfreien Städte tragen diese Kosten über die LWL-Umlage. Die Kommunen sind Kostenträger für KuB´s.. Im folgenden Diagramm ist die Entwicklung der Wohnhilfen in Westfalen- Lippe von 2004 bis 2011 dargestellt:

 

 

 

 

Die Abbildung zeigt, dass die Anzahl der Hilfeempfänger im stationären Wohnen in Westfalen-Lippe von 2004 bis 2011 um 1.306 Fälle gestiegen ist. Dagegen nahm die Anzahl der Personen  im ambulant betreuten Wohnen im gleichen Zeitraum sehr viel deutlicher zu (+ 12.695). Insgesamt gab es im Zeitraum von 2004 bis 2001 einen Anstieg von 14.001 Personen in allen Wohnhilfen.

Ohne eine konsequente Steuerung der Landschaftsverbände von stationären zu ambulanten Wohnhilfen bei einem gleichzeitigen Ausbau von Tagesstätten und KuB´s wäre die finanzielle Belastung der Kreise und kreisfreien Städte bei kontinuierlich steigender jährlicher Gesamtfallzahl aller Wohnhilfen in diesem Zeitraum deutlich höher ausgefallen. Denn die durchschnittlichen jährlichen Fallkosten betragen für stationäre Wohnhilfen 45.311 €, für das ambulant betreute Wohnen jedoch nur 9.749 €. (Daten: LWL-Behindertenhilfe; Bericht zur Wissenschaftlichen Begleitung; Projekt: Teilhabe 2012 ‚Mehr Teilhabe von Menschen mit Behinderung’ im Auftrag des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL); FOGS Ceus Consulting; Mai 2012)

Eine Abschwächung des Anstiegs stationärer Eingliederungshilfen kann künftig nur erreicht werden, wenn örtliche ambulante Hilfestrukturen weiter ausgebaut werden.

 

 

  1. KuB´s als Baustein der ambulanten gemeindepsychiatrischen Versorgung

 

Die KuB´s haben innerhalb der ambulanten gemeindepsychiatrischen Versorgungs-landschaft eine sehr wichtige Funktion. Sie bieten im Vorfeld oder auch im Nachgang von stationären Aufenthalten in psychiatrischen Kliniken bzw. stationären Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit psychischen Behinderungen zusammen mit Tagestätten ambulante und gemeindenahe Hilfen an. Bei ausreichenden Ressourcen stellen KuB´s geeignete Räumlichkeiten zur Aufnahme von Sozialkontakten zur Verfügung. Ohne formelle Voraussetzungen und gegebenenfalls anonym halten sie Gesprächs- bzw. Beratungsangebote vor. Darüber hinaus entwickeln die Fachkräfte je nach Bedarf gemeinsam mit den Besuchern persönliche und berufliche Perspektiven. Im Vorfeld von Übergängen zu Tagesstätten oder Werkstätten für Menschen mit Behinderung erarbeiten sie individuelle Hilfen zur Tagestruktur und unterstützen bei der Sicherung sozialrechtlicher Ansprüche. In der Regel arbeiten in KuB´s Sozialarbeiter bzw. Sozialarbeiterinnen bei festgelegten Öffnungszeiten im Rahmen einer Angebotsstruktur, die maßgeblich von den Interessen und Beteiligungen der Besucher mitbestimmt wird.

 

 

  1. KuB´s als kommunal geförderte Einrichtungen

 

Der LWL hat im Rahmen seiner Ausbauplanung von Tagesstättenplätzen für Menschen mit Behinderung im Jahr 2011 u.a. einen Mittelwert für alle Kommunen in Westfalen-Lippe für die Förderung von KuB´s errechnet. Dieser beträgt 441 € pro 1.000 EW.

 

In der folgenden Tabelle wird die Höhe der tatsächlichen Förderung in Kreisen in Westfalen-Lippe (lt. Haushalt 2012) verglichen mit einer Fördersumme, die sich bei einer Berechnung anhand des o.a. Mittelwertes und der jeweiligen Kreisbevölkerung ergeben würde.

 

Für den Kreis Soest wird dabei deutlich, dass die aktuelle jährliche Förderung der KuB´s um 62.080 € geringer ausfällt als eine Förderung, die sich aus dem Mittelwert von Westfalen-Lippe und der Einwohnerzahl ergeben würde. Insgesamt fallen die jährlichen Zuschüsse für KuB´s in den Kreisen in Westfalen-Lippe, von denen Rückmeldungen zur kommunalen Förderung vorliegen, sehr unterschiedlich aus.

 

Kommunale Zuschüsse an Träger von KuB´s für psychisch behinderte Menschen in Kreisen in Westfalen Lippe
- Förderung lt. HH 2012 und Förderung gem. Mittelwert in Westfalen-Lippe -

 

KuB - Förderung
lt. HH 2012

KuB - Förderung
in Höhe
des LWL-Mittelwerts

Differenz

Unna

427.000 €

181.105 €

245.895 €

Ennepe-Ruhr-Kreis

269.600 €

145.803 €

123.797 €

Hochsauerlandkreis

226.000 €

117.539 €

108.461 €

Minden-Lübbecke

157.000 €

138.147 €

18.853 €

Coesfeld

105.535 €

96.588 €

8.947 €

Paderborn

71.900 €

132.416 €

-60.516 €

Soest

71.000 €

134.080 €

-63.080 €

Steinfurt

126.000 €

195.057 €

-69.057 €

Borken

85.500 €

162.799 €

-77.299 €

Gütersloh, Kreis

71.000 €

156.294 €

-85.294 €

Märkischer Kreis

20.000 €

189.446 €

-169.446 €

 

 

  1. Standorte

 

Als Standorte künftiger KuB´s bieten sich wie bisher die Städte Lippstadt, Soest, Warstein und Werl an. Diese Standorte sind auch für Besucher aus den benachbarten Städten und Gemeinden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Ordnet man benachbarte Städte und Gemeinden jeweils diesen 4 Einzugsbereichen zu, ergibt sich, dass Lippstadt und Soest deutlich höhere Einwohnerzahlen erreichen als Warstein und Werl.

 

 

 

 

 

 

 

Einzugsbereiche
im Kreis Soest

Einwohner

Anzahl

Prozentualer Anteil

der EW im Kreis Soest

Lippstadt mit Erwitte, Geseke

103.000

33,8

Soest mit Bad-Sassendorf, Möhnesee, Lippetal, Welver

96.000

31,4

Warstein mit Anröchte, Rüthen

49.000

16,1

Werl mit Ense, Wickede

57.000

18,7

 

Darüber hinaus konzentrieren sich viele Einrichtungen der Eingliederungshilfen auf diese vier Standorte im Kreisgebiet. Träger von ambulanten und stationären Wohnhilfen, von Tagesstätten und Werkstätten für Menschen mit Behinderung sind fast ausnahmslos in diesen vier Städten angesiedelt. (Siehe Übersicht der Einrichtungen der Eingliederungshilfe im Kreis Soest; Anlage 1)

Ähnliches gilt für die Einrichtungen der ärztlichen bzw. therapeutischen stationären und ambulanten Versorgung im Kreis Soest. Auch diese konzentrieren sich an den 4 Standorten, vorzugsweise jedoch vor allem in Lippstadt und Soest. (Siehe Übersicht der Einrichtungen der medizinisch/therapeutischen Versorgung im Kreis Soest; Anlage 2)

 

 

  1. Öffnungszeiten

 

Die LWL-Behindertenhilfe Westfalen hat im Jahr 2011 einen Ausbau der Tagesstättenplätze für Menschen mit psychischer Behinderung geplant. Dabei wurde der Ausbaustand der komplementären sozialpsychiatrischen Hilfestrukturen in den Kommunen in Westfalen-Lippe u.a. auch anhand von Öffnungszeiten der KuB´s bewertet.

Die durchschnittliche wöchentliche Öffnungszeit von KuB´s in Westfalen-Lippe betrug danach 0,215 Stunden pro Woche pro 1.000 Einwohner.

Umgerechnet auf die 4 Einzugsbereiche im Kreis Soest ergeben sich danach folgende Öffnungszeiten der KuB´s pro Woche an den einzelnen Standorten:

 

Einzugsbereiche im Kreis Soest

Öffnungszeiten von KuB´s

 

Durchschnittswert in Westfalen-Lippe

(0,215 Std./Woche pro 1000 EW)

Lippstadt mit Erwitte, Geseke

22,1 Std. pro Woche

Soest mit Bad-Sassendorf, Möhnesee, Lippetal, Welver

20,6 Std. pro Woche

Warstein mit Anröchte, Rüthen

10,3 Std. pro Woche

Werl mit Ense, Wickede

12 Std. pro Woche

 

Insgesamt ergibt sich so eine Öffnungszeit für alle KuB´s im Kreis Soest von 65 Stunden pro Woche.

 

 

  1. Zuschüsse

 

Eine Ausrichtung der Zuschüsse an der Anzahl der Bevölkerung in den Einzugsbereichen und an den durchschnittlichen Öffnungszeiten bei KuB´s in Westfalen-Lippe ergäbt folgende prozentuale Verteilung des derzeitigen Zuschusses von insgesamt 71.000 €:

 

 

Einzugsbereiche

Träger von KuB´s

Lippstadt

Sozialdienst Katholischer Männer e.V.

34 %

Soest

Phönix e.V.

 

32 %

Betreuen u. Wohnen, gGmbH

Warstein

IBAHS e.V.

16 %

Werl

Gemeinsam e.V.

18 %

 

Den Vorschlag zur Verteilung des Gesamtzuschusses für den Betrieb von KuB‘s im Jahre 2014 entnehmen Sie bitte der Anlage 1