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Vorlage - 67/2013  

 
 
Betreff: Weiterführung des Kooperationsvertrages vom 23.06.2008 mit dem Land NRW über die Bildungsregion Kreis Soest
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage - öffentlich
Federführend:40 Schulangelegenheiten   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bildung und Integration
22.05.2013 
Ausschuss für Bildung, Integration, Schule und Sport ungeändert beschlossen   
Kreisausschuss
13.06.2013 
Kreisausschuss ungeändert beschlossen   
Kreistag
27.06.2013 
Kreistag ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlagen:
Modell Bildungsrat und Lenkungskreis  
Evaluation der Bildungsregion Kreis Soest 2013  

Der Kreistag beschließt, den Kooperationsvertrag zwischen dem Land NRW und dem Kreis Soest zur Weiterentwicklung der Bildungsregion fortzuführen.

 


III. Zusammenfassung

 

Der Kooperationsvertrag mit dem Land NRW über die Bildungsregion Kreis Soest sieht eine langfristige Zusammenarbeit ohne zeitliche Befristung mit einer internen Evaluation zum 31.07.2013 vor.

 

Das Land NRW hat eine flächendeckende Einführung Regionaler Bildungsnetzwerke verfolgt. Bisher sind 49 von 53 Kreisen und kreisfreien Städten „Bildungsregionen“.

Das Land nutzt die Regionalen Bildungsbüros vermehrt als Koordinatoren von Landesförderprogrammen und Empfänger von Landesfördermitteln für die Regionen, z. B. Inklusionsmittel, Mittel für Medienkompetenz, Förderprogramme zur Berufsorientierung.

 

Die Bildungsregion Kreis Soest hat ihre Projekte und Maßnahmen laufend evaluiert und weiterentwickelt sowie Anfang diesen Jahres ergänzend eine Befragung der Kitas und Schulen über die einzelnen Kommunen durchgeführt.

 

Die Evaluationsergebnisse der Bildungsregion sind im Lenkungskreis sowie in der Bürgermeisterkonferenz am 14.05.2013 beraten und in einem Bericht zusammengefasst worden (s. Anlage).

 

Aufgrund der positiven Evaluationsergebnisse soll der Kooperationsvertrag nicht gekündigt, sondern im Sinne der Weiterentwicklung einer zukunftsfähigen Bildungsregion fortgeführt werden. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und Fachkräftemangels soll der besonderen Bedeutung von „Bildung als weicher Standortfaktor“ - bei der Standortwahl von Unternehmen und der Wohnortwahl von Arbeitskräften - besonders Rechnung getragen werden.

Dabei können die bildungspolitischen Herausforderungen wie das Neue Übergangssystem Schule – Beruf sowie der Inklusionsprozess in der Region nur gemeinsam gemeistert werden.

 

Neben der bedarfsgerechten inhaltlichen Weiterentwicklung sollen auch die Strukturen der Bildungsregion Kreis Soest entsprechend dem unten aufgeführten Modell fortgeschrieben werden. Das gemeinsame Finanzierungsmodell soll beibehalten werden, welches Sachaufwendungen in Höhe von max. 69.200,- € vorsieht, die jeweils zur Hälfte aus den Mitteln des Kreishaushaltes sowie aus den Beiträgen der Kommunen und der sonstigen Schulträger getragen werden. Weitere Aufwendungen werden durch Fördermittel, Teilnehmerentgelte und Verkaufserlöse gedeckt.

 

 


IV. Sachdarstellung

 

Der Kooperationsvertrag zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen, vertreten durch das Ministerium für Schule und Weiterbildung, und dem Kreis Soest, vertreten durch die Landrätin, zur Durchführung der „Weiterentwicklung/ Entwicklung eines Bildungsnetzwerkes in der Bildungsregion Kreis Soest“ vom 23.06.2008 ist grundsätzlich auf eine langfristige Zusammenarbeit ohne zeitliche Begrenzung angelegt. Zum 31.07.2013 ist vertraglich eine interne Evaluation vorgesehen. Auf der Grundlage deren Ergebnisse und Einschätzungen soll im gegenseitigen Einvernehmen über die Weiterführung der Zusammenarbeit entschieden werden.

 

In seinem Schreiben an die Landrätin vom 14.12.2012 bestätigt das Ministerium die gute Tradition der Zusammenarbeit der beteiligten Akteure in den Regionalen Bildungsnetzwerken in NRW. Auch die Bildungskonferenz NRW habe die Bedeutung der Regionalen Bildungsnetzwerke gewürdigt und Empfehlungen zur Weiterentwicklung ausgesprochen.

Für die lt. Kooperationsvertrag zum 31.07.2013 vorgesehene Evaluation der Regionalen Bildungsnetzwerke führt das Ministerium in Absprache mit den Kommunalen Spitzenverbänden gemeinsam ein landesweit einheitliches, schlankes Evaluationsverfahren zur Weiterentwicklung der Regionalen Bildungsnetzwerke durch.

Für die Entwicklung und Vereinbarung des Evaluationsverfahrens ist vom Land Anfang des Jahres 2013 eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden. Die Evaluation auf Landesebene wird eher allgemein gehalten werden.

 

Evaluation der Bildungsregion Kreis Soest

 

Neben der allgemein gehaltenen Evaluation auf Landesebene sieht das Ministerium die sinnvolle Möglichkeit, eine konkrete maßnahmen- und projektbezogene Evaluation auf der Ebene der jeweiligen Bildungsregionen durchzuführen, wie sie für die Bildungsregion Kreis Soest im aktuellen Evaluationsbericht ausführlich dargestellt wird (s. Anlage).

Hierzu sind die Maßnahmen und Projekte der Bildungsregion laufend evaluiert und weiterentwickelt worden.

Ergänzend ist Anfang des Jahres eine zusätzliche Befragung der Kitas und Schulen in der Bildungsregion über die einzelnen Kommunen erfolgt.

Die Bewertungen sind insgesamt positiv ausgefallen. Die Fortsetzung, Weiterentwicklung und Ergänzung der Projekte, Maßnahmen und Themenfelder wird von den Kitas und Schulen in der Region gewünscht.

 

Der Lenkungskreis der Bildungsregion hat folgende Aussagen getroffen:

 

  1. Die Arbeit des Regionalen Bildungsbüros in der Bildungsregion Kreis Soest soll fortgesetzt werden. Der Lenkungskreis rät daher, den zwischen dem Land NRW und dem Kreis Soest 2008 abgeschlossenen Kooperationsvertrag nicht zu kündigen, um die Synergieeffekte durch Ressourcenbündelung und zentrale Dienstleistungen für die Einrichtungen und Schulen nicht zu verlieren, mit dem gemeinsamen Ziel, die Bildungsqualität für die Schülerinnen und Schüler in den Städten und Gemeinden der Bildungsregion zu steigern.

 

  1. Die Finanzierung der Maßnahmen und Projekte des Regionalen Bildungsbüros soll sowohl in der Höhe als auch nach dem seit 2012 praktizierten Verfahren (beschlossen auf der Bürgermeisterkonferenz in der Sitzung vom 20.09.2011) beibehalten werden. Im Kern bedeutet dies, dass die Sachkosten die 2011 vereinbarte Maximalhöhe von 69.200 € nicht überschreiten und zu jeweils 50% aus dem Kreishaushalt und den Budgets der Städte und Gemeinden aufgebracht werden.

 

  1. Die inhaltliche Ausrichtung der Arbeit des Regionalen Bildungsbüros entsprechend den vom Lenkungskreis beschlossenen 4 Handlungsfeldern hat sich in der Vergangenheit als tragfähig erwiesen:
  • Übergänge gestalten
  • Individuell fördern
  • Nach Europa ausrichten
  • Schulentwicklung unterstützen

Auch die einzelnen Projekte waren für die beteiligten Schulen und Einrichtungen zielführend. Auf dieser Grundlage soll die Arbeit in der Bildungsregion auch in Zukunft bedarfsorientiert weiterentwickelt werden.

 

  1. Die Wahrnehmung durch die bisher nicht teilnehmenden Schulen und Einrichtungen erscheint noch nicht ausreichend. Diesbezüglich sollen die Ergebnisse der Befragungen der Kitas und Schulen Entwicklungspotenziale aufzeigen.

 

  1. Die Organisation der Bildungsregion hat sich im Hinblick auf die im Jahre 2012 vorgenommenen Veränderungen als noch nicht optimal erwiesen. Insbesondere die in 2011 vorgenommene Änderung der Zusammensetzung des Lenkungskreises hat ihre gewünschte Wirkung nicht erreicht.

 

Für die Zukunft schlägt deshalb der Lenkungskreis einstimmig eine Weiterentwicklung des Modells vor:

 

  • Der Lenkungskreis

Der LK soll kleiner und damit effizienter sein (12 anstelle 15 Mitglieder) sowie

fachlich breiter aufgestellt werden (+Agentur für Arbeit, +Wirtschaft).

Die Mitglieder sollen autorisiert und damit entscheidungsfähig sein.

Die Informationsflüsse in die und aus den jeweiligen Institutionen/Gremien sollen gewährleistet werden.

Die Wirksamkeit und die Akzeptanz der Entscheidungen des LK sollen dadurch erhöht werden.

 

  • Neu: Der Bildungsrat

Ein hochrangig besetztes übergeordnetes Gremium, z. B. ein Bildungsrat“ soll die Entscheidungen des Lenkungskreises legitimieren und Akzeptanz bei den Entscheidungsträgern in der Region schaffen.

 

 

Zur Vermeidung von Doppelstrukturen sollen der Lenkungskreis und der Bildungsrat zukünftig auch als Steuerungsorgane der Kommunalen Koordinierungsstelle im Neuen Übergangssystem Schule – Beruf (NÜS) agieren.

 

Hierzu soll das beigefügte Modell umgesetzt werden.