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Vorlage - 12/2013  

 
 
Betreff: LIFE+ Projekt zur Optimierung der FFH-Gebiete Möhne Oberlauf und Möhne Mittellauf; hier: Nachmeldung von FFH-Flächen in der Möhneaue bei Warstein-Sichtigvor
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage - öffentlich
Federführend:Natur- und Landschaftsschutz   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umwelt, Veterinärwesen und Verbraucherschutz
19.02.2013 
Ausschuss für Umwelt, Veterinärwesen und Verbraucherschutz (offen)   
Kreisausschuss
07.03.2013 
Kreisausschuss ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlagen:
Karte FFFH-Nachmeldung  

 

Der Kreisausschuss spricht sich dafür aus, das Land Nordrhein-Westfalen aufzufordern, die im          beiliegenden Plan gekennzeichnete Fläche zwischen den Warsteiner Ortsteilen Allagen und Sichtigvor  als Teil des FFH-Gebietes "Möhne Mittellauf" nachzumelden.

 

 


III. Zusammenfassung

 

Im Rahmen des LIFE+ Projekts „Optimierung der FFH-Gebiete Möhne Oberlauf und Möhne

Mittellauf“ werden die verschiedensten Maßnahmen zur Entwicklung einer naturnahen Auenlandschaft durchgeführt.  Zur Erweiterung dieses Projekts wurden zwischen Allagen und Sichtivor auch Flächen in einer Größe von 10,69 außerhalb der bestehenden FFH-Kulisse angekauft.

 

Es ist notwendig, diesen Bereich zusätzlich als FFH-Gebiet nachzumelden, damit die in der Möhneaue geplanten Renaturierungs- und Entwicklungsmaßnahmen über das Life+ Projekt   finanziert werden können. Dazu ist ein entsprechender Antrag an das für die FFH-Nachmeldung zuständige Land NRW zu stellen.


IV. Sachdarstellung

 

Im Rahmen der verpflichtenden Umsetzung der europäischen. Wasserrahmenrichtlinie hat der Kreis Soest im Möhnetal (Bereich Allagen - Sichtigvor)  Flächen in einer Größe von 10,69  zur weiteren Verbesserung des Verbundcharakters des ausgewiesenen FFH-Gebietes Möhne Mittellauf erworben. Der Eigenanteil des Kreises bei diesen Grunderwerbskosten beläuft sich auf       20 %.

Bei einer FFH-Nachmeldung und Aufnahme des Gebietes in das Netzwerk Natura 2000 können auch die Kosten für die weitere Entwicklung (wasserbauliche Maßnahmen und Naturschutzmaßnahmen) im Rahmen von LIFE+ finanziert werden, da das EU-Förderinstrument „Life-Natur“ in Nordrhein-Westfalen ausschließlich Projekte zur Entwicklung des europäischen Schutzgebietsnetzwerkes NATURA 2000 fördert.

 

Folgende vorgesehene Maßnahmen können nach der FFH-Meldung auf der in der Anlage

skizzierten Fläche zwischen Allagen und Sichtigvor realisiert werden:

 

-          vernetzende Renaturierungsmaßnahmen mit sog. „Strahlursprüngen“ zwischen den FFH-Teilbereichen Allagen und Mühlheim

 

-          Grünlandextensivierung (Entwicklung von Glatthaferwiesen, Beweidungskonzepte)

-          wasserbauliche Maßnahmen (Laufverlängerungen, Anlage von Flutrinnen und Blänken, Einbringen von Totholz, naturnahe Umgestaltung von Nebengewässern in der Aue,      Beseitigung von Ufersicherungen etc.).

 

Die genannten Maßnahmen wurden bereits weitgehend im Vorfeld mit dem Landwirt, der die

Fläche als Pächter bewirtschaftet, einvernehmlich abgestimmt.

 

Zuständig für die Gebietsmeldung in Nordrhein-Westfalen ist letztlich das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Das Ministerium wird die Nachmeldung auf Vorschlag des Kreises Soest aber vornehmen, da die  Entwicklung des in NRW deutlich unterrepräsentierten FFH-Lebensraumtyps “magere Flachland-Mähwiesen“ im eigenen Landesinteresse liegt.