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Vorlage - 189/2011  

 
 
Betreff: E-Government-Masterplan Kreis Soest - Fortschreibung 2012 - 2015
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage - öffentlich
Federführend:11 Personal und Lohnstelle   
Beratungsfolge:
Kreisausschuss
08.12.2011 
Kreisausschuss ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlagen:
E-Government-Masterplan Kreis Soest - Fortschreibung 2012-2015  

„Der Kreisausschuss stimmt der Fortschreibung des E-Government-Masterplans mit den geplanten Projekten für die Jahre 2012 – 2015 zu.“


III. Zusammenfassung

 

Zentrale Themen für die Jahre 2012-2015 sind

  • die Fortsetzung des Aufbaus eines „effizienten E-Governments“,
  • die Optimierung von internen Abläufen und die Umstellung von der papiergebundenen zur elektronischen Aktenführung voranzutreiben. Die Vorteile der Integrierten Vorgangsbearbeitung sind vor allem die hohe Standardisierung von Prozessen,
  • der Ausbau des Online-Service-Angebotes für Kunden in Richtung Transaktionsfähigkeit auch unter Berücksichtigung des elektronischen Personalausweises,
  • der Aufbau einer Frontoffice- und Backoffice-Struktur mit der Zielsetzung, effizienter zu arbeiten, interkommunale Zusammenarbeit voranzutreiben sowie das mobile Arbeiten zu realisieren.

 

 

 

IV. Sachdarstellung

 

Im Jahr 2008 wurden erstmalig durch den E-Government-Masterplan konkrete Handlungsempfehlungen entwickelt, um eine systematische Erschließung der E-Government-Potentiale für den Kreis Soest vorzunehmen und die Projekte und Maßnahmen in diesem Zusammenhang von einer gemeinsamen Zielsetzung und Umsetzungsstrategie zu leiten.

 

Auf Grund der Empfehlungen des Masterplans wurde mit 3 Leitprojekten zur Entwicklung der verwaltungsseitigen Dienste begonnen. Hierzu gehörten die Einführung der E-Akte im Baugenehmigungsverfahren, die Einführung der Elektronischen Vorgangsbearbeitung im Prozessportal der Kreisverwaltung und die gemeinsame Ressourcennutzung im Rahmen eines Shared Services Digitale Postbearbeitung.

 

E-Akte im Baugenehmigungsverfahren „Bauen und Bundesimmissionsschutz“

Zielsetzung ist die Einführung der E-Akte im Baugenehmigungsverfahren und dem Verfahren zur Genehmigung von Anlagen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG), die im Rahmen der Kommunalisierung von Landesaufgaben dem Kreis zugewiesen wurden.

 

E-Vorgangsbearbeitung im Prozessportal der Kreisverwaltung

Nach einer vorliegenden Analyse der wesentlichen Prozesse der Kreisverwaltung sind die Kernprozesse identifiziert und stehen zur Optimierung und Umsetzung mit stärkerer IT-Unterstützung an. Wesentliches Ziel ist es, Einsparungseffekte, zum Beispiel durch die Reduzierung von Bearbeitungszeiten, zu erzielen.

 

Shared Service Digitale Postbearbeitung

Die gemeinsame Wahrnehmung einer Aufgabe in Kooperation mit Privaten und mit anderen Kommunen wurde im Rahmen des Modellversuchs „Vernetzte Verwaltung“ für die Posteingänge bei Verkehrsordnungswidrigkeiten des Kreises Soest, der Stadt Lippstadt und dem Märkischen Kreis pilotiert.

 

Nicht mehr „alle machen alles“, sondern ein Anbieter erbringt Leistungen für alle und kann dadurch mehr Kompetenzen in dem jeweiligen Spezialgebiet erwerben. Gleichzeitig können Aufgaben wirtschaftlicher bearbeitet werden.

 

Die geschlossene Kooperationsvereinbarung der Pilotkommunen ist Grundlage für die Ausschreibung zur Digitalisierung von Posteingängen durch die Citkomm.

 

 

Zentrale Themen der E-Government-Strategie für die Jahre 2012-2015

Es ist wesentliche Zielsetzung des fortgeschriebenen E-Government-Masterplans, diese integrierte E-Government-Service Architektur weiter auf- und auszubauen, um maximal mögliche Effekte für eine weitere Verbesserung der Dienstleistungen zu erreichen.

 

Daher sind in den nächsten Jahren die Basiskomponenten weiter zu vervollständigen. Zunehmend ist aber auch der Fokus auf Leitprojekte zu richten, die den Schwerpunkt auf nach außen gerichtete Leistungen legen.

 

Für die nächsten Jahre sind daher folgende Leitprojekte vorgesehen:

 

  1. Integrierte Elektronische Vorgangsbearbeitung mit dem Ziel der IT- und Prozessoptimierung

Zentrales Thema bei der Einführung des Dokumentenmanagementsystems (DMS) ist die Erstellung des jeweiligen Sollkonzeptes mit dazugehöriger Prozessanalyse sowie die Erstellung des jeweiligen Feinkonzeptes zum Dokumentenmanagement und zum Scan- und Outputmanagement. Ziel ist die Standardisierung von Prozessen.

 

  1. Ausbau des Online-Service-Angebotes für Kunden

Aufbau eines Serviceportals mit transaktions- und kommunikationsfähigem Zugang für Bürgerinnen und Bürger.

Der Übernahme von online erfassten Daten in die konkrete Fachanwendung kommt unter dem Aspekt der medienbruchfreien Bearbeitung und der Prozessoptimierung eine hohe Bedeutung zu.

 

  1. Aufbau einer Front- und Backoffice-Struktur

Hierdurch wird den Bürgern der Zugang zu öffentlichen Leistungen erleichtert.

Wichtige Meilensteine sind der Aufbau eines telefonischen Bürgerservices und das mobile Arbeiten im Außendienst.

 

Weitere Details sind dem E-Government-Masterplan zu entnehmen, der Ihnen mit Schreiben vom 28.10.2011 übersandt worden ist.