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Vorlage - 072/2023  

 
 
Betreff: Rückschau auf die kommunalen Klimawerkstätten im Zuge der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes Kreis Soest 2.0
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsvorlage - öffentlich
Im Auftrag / In Vertretung:Im AuftragAktenzeichen:80.01.0
Federführend:80 Digitales, Klimaschutz, Mobilität und Innovation   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Energie und Klimaschutz Kenntnisnahme
15.03.2023 
Sitzung des Ausschusses für Energie und Klimaschutz zur Kenntnis genommen   

Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

 

Höhe der gesamten finanziellen Auswirkungen:

keine

Produkt: 14.80.01

 

 

Die erforderlichen Mittel sind im Produkt eingeplant.

 

Die erforderlichen Mittel sind teilweise im Produkt eingeplant, eine Deckung erfolgt durch:

 

Die erforderlichen Mittel sind nicht eingeplant.

Erläuterungen:

 


Zusammenfassung

Frau Brüggemann-Messing von der energielenker projects GmbH, welche mit der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes Kreis Soest 2.0 beauftragt ist, wird im Rahmen eines mündlichen Vortrags den Ablauf der im Erstellungsprozess durchgeführten Klimawerkstätten in den kreisangehörigen Städten und Gemeinden vorstellen. Dabei wird sie ebenfalls deren Ergebnisse sowie die aus Sicht der Verwaltung und des Gutachterbüros zur Übernahme in den Maßnahmenplan des Klimaschutzkonzeptes favorisierten Maßnahmenideen vorstellen.

Abschließend wird sie die weitere Vorgehensweise darlegen.
Sachdarstellung

 

Die energielenker projects GmbH ist mit der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes Kreis Soest 2.0 beauftragt worden. Nach der Erarbeitung kommunalspezifischer Energie- und CO2-Bilanzen wurden ebenfalls kommunalspezifische Potenzialanalysen für kommunale Zielpfade zur Erreichung der Klimaneutralität bis spätestens 2045 (Ziel des Bundestags) erstellt.

 

Der darauf aufbauende nächste Arbeitsschritt ist die partizipative Erstellung eines Maßnahmenplans, welcher geeignet ist, im Zuständigkeitsbereich der Kreisverwaltung die Zielerreichung kommunal zu unterstützen.

 

Im Maßnahmenkatalog finden kommunale Instrumente zur Förderung treibhausgasmindernder Techniken und Strukturen Berücksichtigung.

Es sollten über kommunale Klimawerkstätten möglichst alle relevanten Gruppierungen der Kommunen integriert werden.

So kann vermieden werden, dass Hemmnisse erst sukzessive erkannt werden.

Die Erstellung des Maßnahmenkatalogs ist das Kernelement eines Klimaschutzkonzepts.

Er setzt sich aus einzelnen umsetzungsorientierten Maßnahmen in verschiedenen Handlungsfeldern zusammen.

Wenn möglich, bauen diese Maßnahmen auf bereits bestehenden Erfahrungen innerhalb der Kommunen und der Kreisverwaltung auf oder ergänzen diese.

Grundlage der Maßnahmenentwicklung sind Strategien, die beschreiben, in welchen Handlungsfeldern mit welchem Ambitionsgrad lokaler Klimaschutz betrieben werden soll.

Die Strategien werden auf Basis der berechneten Szenarien der Potenzialanalysen mit kommunalen Vertreterinnen abgeleitet und daraus die Handlungsschwerpunkte für die nächsten Jahre festgelegt.

Im nächsten Schritt konkretisieren diese Maßnahmen die Strategien als konkrete operative Handlungsanweisungen an die Verwaltung.

 

Die jeweiligen Einzelmaßnahmen werden in Maßnahmenblättern beschrieben, als Ergebnis in einem Maßnahmenkatalog zusammengefasst und mit weiteren Hinweisen (Kommunikationskonzept, Wertschöpfungspotenziale, Zeit- und Finanzplan) flankiert.

Die Maßnahmenbeschreibungen sollten so detailliert wie nötig und so übersichtlich wie möglich gehalten werden.

 

Es wurden seitens der energielenker projects GmbH zunächst mit der Kreisverwaltung und den Kommunalverwaltungen Auftaktgespräche geführt, Akteursnetzwerke identifiziert und erste Ideen gesammelt.

 

Sodann wurde in jeder Kommune jeweils eine „Klimawerkstatt“ als Workshop durchgeführt, in welcher an zuvor gemeinschaftlich festgelegten Thementischen weitere Ideen gesammelt wurden. Die Ideen konnten dabei offen geäußert werden.

 

In den Maßnahmenkatalog des Klimaschutzkonzeptes Kreis Soest 2.0 sollen nur die interkommunal umsetzbaren Ideen aufgenommen werden. Ergebnisse aus parallel laufenden Untersuchungen (z. B. HyStarter) sind zu übernehmen, um Doppelarbeiten zu vermeiden.

 

Rein kommunale Ideen wurden in einer zusammenfassenden Übersicht der jeweiligen Kommunalverwaltung nach Maßnahmenfeldern sortiert aufbereitet und im Nachgang der Klimawerkstatt zur Verfügung gestellt.

 

Die interkommunal umsetzbaren Maßnahmen werden nach Maßnahmenfeldern sortiert, anhand verschiedener Kriterien bewertet, ausgewählt und schließlich in einem Zeit- und Finanzplan in einer sinnvollen Reihenfolge zusammengestellt werden.

 

Ebenso sollen zwei Klimawerkstätten auf Ebene der Kreisverwaltung durchgeführt werden, um Maßnahmenideen zu sammeln und in gleicher Weise aufzubereiten.

 

Die erste dieser beider Klimawerkstätten soll sich um den „Konzern Kreis Soest“ drehen. Dabei sollen Möglichkeiten aufgezeigt und Ideen gesammelt werden, wie die Kreisverwaltung und ihre Beteiligungsgesellschaften bis 2030 klimaneutral werden können. Bis zur Klimawerkstatt erarbeitet die energielenker projects GmbH hierfür Vorschläge zu Maßnahmen und Maßstäben für Energiebezug, Energieversorgung, Bauen, Sanieren, Beschaffung und Fuhrpark sowie zum Controlling der Zielerreichung.

 

Die zweite Klimawerkstatt auf Ebene der Kreisverwaltung soll nach Abschluss der kommunalen Klimawerkstätten erfolgen und Maßnahmenideen aus diesen Klimawerkstätten aufbereitet aufzeigen.

 

Danach sollen an Thementischen mit einem breiten Akteursnetzwerk Maßnahmen diskutiert und ggf. neue Maßnahmen entwickelt werden. Die Maßnahmenideen sollen sektoral bewertet werden.