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Vorlage - 279/2022  

 
 
Betreff: Nachhaltigkeitsreport
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsvorlage - öffentlich
Im Auftrag / In Vertretung:Im Auftrag
Federführend:61 Planung und Entwicklung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Regionalentwicklung Kenntnisnahme
28.11.2022 
Sitzung des Ausschusses für Regionalentwicklung (offen)   

Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
221117_NH-Report  

 

Höhe der gesamten finanziellen Auswirkungen:

noch offen

Produkt: Planung und Entwicklung

 

 

Die erforderlichen Mittel sind im Produkt eingeplant.

 

Die erforderlichen Mittel sind teilweise im Produkt eingeplant, eine Deckung erfolgt durch:

 

Die erforderlichen Mittel sind nicht eingeplant.

Erläuterungen:

 


Zusammenfassung

 

In Zeiten, in denen immer neue Krisen mehr als nur das Personal der Kreisverwaltung binden, ist der Nachhaltigkeitsprozess in seinem vollen Umfang mit weitreichender Strategie und für alle verbindlichen Beschlüssen erheblich verzögert worden. Aus diesem Grunde wird nun zunächst ein Nachhaltigkeitsreport vorgelegt. Dieser Report bietet die Chance, den bisher zähen Prozess zu überwinden und eine lebendige und dynamische Nachhaltigkeitsstrategie entstehen zu lassen. Er dokumentiert den aktuellen Stand und ermöglicht, auf dieser Grundlage neue Teilprozesse mit Politik und Kommunen zu schnüren. Durch eine Fortschreibung mit regelmäßiger Berichterstattung sollen die Fortschritte sichtbar gemacht werden. Von der Politik gewünschte Projekte können besser verortet und vorangetrieben werden. Gleiches gilt für weitere Module, wie zum Beispiel die Hinterlegung mit Indikatoren. Auch sie können auf Wunsch der Politik jederzeit hinzugefügt werden. Auf diese Weise entsteht ein Werk mit laufender Fortschreibung und enger Abstimmung mit den Akteuren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sachdarstellung

Mit Kreistagsbeschluss vom 25.03.2021 wurde die Kreisverwaltung aufgefordert, gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung eine Nachhaltigkeitsstrategie für den Kreis Soest zu erstellen. Da das Zeitbudget des zuständigen Mitarbeiters bei der Bertelsmann Stiftung, Herr Oliver Haubner, eine alleinige Betreuung des Kreises Soest nicht abdeckte, wurde der freie Berater, Herr Thomas Kubendorff, in die Kooperation einbezogen. Im Mai 2021 fand im Tagungs- und Kongresszentrum Bad Sassendorf die aufgrund der Corona-Pandemie hybrid stattfindende Auftaktveranstaltung mit Vertretern aus Verwaltung, Kommunen, Politik und Institutionen statt.

 

Grundlage der Strategie sind die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Diese beziehen ein großes Spektrum an Themenfeldern ein, die weit über die Klima- und Umweltproblematik hinausgehen. Als Ausgangspunkt für die Erarbeitung der Strategie wurde eine Bestandsaufnahme von bereits vorhandenen bzw. abgeschlossenen Projekten der Kreisverwaltung, die diesen Zielen zugeordnet werden können, erstellt. Im August 2021 erarbeiteten für die Strategie relevante Abteilungen in sechs Gutachtermeetings potentielle Maßnahmen. Diese wurden im September und Oktober 2021 in sechs Werkstattgesprächen wiederum mit Vertretern aus Verwaltung, Kommunen, Politik und Institutionen diskutiert und ergänzt. Hinzu kamen drei Jugendworkshops.

 

Der aus allen Inputs erstellte Maßnahmenplan wurde im November und Dezember 2021 in neun Gesprächen mit den relevanten Abteilungen erörtert. Mit strategischen und operativen Zielen versehen ging der Entwurf in verschiedene hausinterne Beratungen.

 

Die Bertelsmann Stiftung ist Mitte des Jahres 2022 aus dem Projekt mit der Kreisverwaltung Soest ausgestiegen, da der geplante Zeithorizont überschritten und Herr Haubner bereits in anderen Projekten tätig war. Herr Kubendorff ist in Verbindung mit seiner Funktion als Nachhaltigkeitsbotschafter des Landes weiterhin für die Kreisverwaltung tätig.

 

Das Ergebnis der hausinternen Abstimmungsprozesse war, dass eine umfassende Beschäftigung mit dem Thema aufgrund der Belastungen durch die zahlreichen Krisen nicht möglich war. Um trotzdem einen entscheidenden Schritt nach vorne gehen zu können, wurde entschieden, mit einem Nachhaltigkeitsreport zu starten. Dieser vereint die erarbeiteten strategischen Ziele mit vorhandenen und noch anzugehenden Projekten. Er dokumentiert, dass wir uns mitten im Prozess befinden und zeigt gleichzeitig, dass schon viel angepackt wurde und noch einiges in den Startlöchern steht. Weitere Teilprozesse können auf dieser Grundlage sukzessive mit Politik und Kommunen geschnürt werden. Gleiches gilt für weitere Module, wie zum Beispiel die Hinterlegung mit Indikatoren. Auch sie können auf Wunsch der Politik jederzeit hinzugefügt werden. Des Weiteren können Kommunen entscheiden, in welchen Teilbereichen sie mit der Kreisverwaltung kooperieren möchten, ohne Grundsatzbeschlüsse fassen zu müssen.

 

Parallel wird die Kreisverwaltung die vorhandenen Projekte weiterbearbeiten und -planen und jährlich in Form eines Reports darüber berichten.