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Vorlage - 042/2020  

 
 
Betreff: Sachstandsbericht Nahverkehrsplan des Kreises Soest 2018-2022
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsvorlage - öffentlich
Im Auftrag / In Vertretung:Im Auftrag
Federführend:80 Energie, Mobilität, Digitalisierung und Innovation   
Beratungsfolge:
Unterausschuss für Energie und Klima - Digitalisierung und Innovation Kenntnisnahme
10.03.2020 
Sitzung des Unterausschusses für Energie und Klima - Digitalisierung und Innovation zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Regionalentwicklung Kenntnisnahme
16.03.2020 
Sitzung des Ausschusses für Regionalentwicklung - abgesagt      

Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
Anlage 42-2020 NVP Monitoring  

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Höhe der gesamten finanziellen Auswirkungen:

0

Produkt:

 

x

Die erforderlichen Mittel sind im Produkt eingeplant.

 

Die erforderlichen Mittel sind teilweise im Produkt eingeplant, eine Deckung erfolgt durch:

 

Die erforderlichen Mittel sind nicht eingeplant.

Erläuterungen:

 

 

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Zusammenfassung

 

Der Nahverkehrsplan des Kreises Soest beinhaltet eine Maßnahmenkonzeption, die der Optimierung und Weiterentwicklung der bestehenden ÖPNV-Strukturen dient. Seit Beschluss des jetzt gültigen 4. Nahverkehrsplans durch den Kreistag am 22.03.2018 wird an der Umsetzung der Maßnahmen gearbeitet. Einige Maßnahmen sind bereits umgesetzt, andere in der Planung bzw. Prüfung.

Zur Ermittlung des konkreten Bearbeitungsstands der im Nahverkehrsplan verankerten Maßnahmen wurde durch die Abteilung 80 ein Monitoring eingeführt. Hier sind die Maßnahmen erfasst und entsprechend ihrem Bearbeitungsstand dokumentiert.

 


Sachdarstellung

 

Das Gesetz über den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in NRW verpflichtet alle Kreise, kreisfreien Städte und Zweckverbände, einen Nahverkehrsplan aufzustellen. Der NVP des Kreises Soest gibt die gewünschte Entwicklungsrichtung für die zukünftige Planung und Gestaltung des ÖPNV im Kreis Soest vor. Er ist im Wesentlichen auf den straßengebundenen ÖPNV ausgerichtet.

Der NVP trägt dazu bei, das erreichte Niveau des ÖPNV im Kreis Soest zu halten und auszubauen. Zudem soll das Nahverkehrsangebot die Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung im Rahmen der Daseinsvorsorge befriedigen. In der Kreistagssitzung am 22.03.2018 wurde der Nahverkehrsplan vom Kreistag beschlossen.

 

Neben einer Bestandsaufnahme und –bewertung sowie einer Verkehrsprognose, enthält der NVP in Kapitel 9 die Maßnahmenkonzeption, getrennt nach folgenden Handlungsfeldern:

 

 Liniennetz, Fahrplan und Verknüpfung

 Infrastruktur und Betrieb

 Fahrgastinformation und Marketing

 Qualitätsstandards und Qualitätskontrolle

 weitere Handlungsfelder

 

Es wird unterschieden in Maßnahmen, Prüfaufträge und Planungsprojekte:

 

 „Maßnahmen sind konkrete Planungsvorhaben zur verkehrlichen und/oder wirtschaftlichen Verbesserung und Weiterentwicklung des ÖPNV-Angebotes, die im Zeitraum von fünf Jahren (2018 - 2022) umgesetzt werden sollen.

 Prüfaufträge sind Ansätze zur Weiterentwicklung des ÖPNV, für die weiterer Untersuchungs- und Abstimmungsbedarf im Rahmen der konkreten Umsetzung besteht. Dazu können z.B. weitere Nachfrage- und/oder Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen zählen sowie die Prüfung möglicher umfangreicherer Umsetzungskonzepte und Verknüpfungen mit Linien in benachbarten Verkehrsräumen.

 Planungsprojekte sind umfangreiche Planungsvorhaben, die über den zeitlichen und/oder inhaltlichen Rahmen des NVP hinausgehen. Damit verbunden sind oft intensive Abstimmungsverfahren verschiedener Projektbeteiligter sowie Abhängigkeiten, die nicht von den Aufgabenträgern beeinflussbar sind.“

 

Nicht für alle in der Bestandsbewertung ermittelten Defizite wurden im Rahmen des Nahverkehrsplanes Maßnahmen erarbeitet. „Es werden Maßnahmen für die Bereiche abgeleitet, in denen ein besonders starkes Abweichen vom geforderten Qualitätsstandard erkennbar ist, wo Fahrgastpotenziale abgeschöpft werden können und somit ein gutes Verhältnis von zusätzlichem Angebot und erwartbarer Nachfrage vorliegt.“

 

Zur Ermittlung des konkreten Bearbeitungsstands der im Nahverkehrsplan verankerten Maßnahmen, wurde ein Monitoring eingeführt. Hier sind die Maßnahmen erfasst und entsprechend ihrem Bearbeitungsstand dokumentiert (s. Anlage).

 

Zu den bereits umgesetzten Maßnahmen zählen unter anderem:

 

 Angebotsausweitung in Lippstadt durch die neue StadtBus-Linie C6, die den Lippstädter Norden mit allen wichtigen Haltestellen in der Innenstadt verbindet. Ein bisher vom ÖPNV kaum erschlossenes Gebiet, wird seit Oktober 2019 im Stundentakt bedient und verknüpft die Bereiche Lichtenplatz, Triftweg, Goethestraße und Bustreff Bahnhof mit Anschluss an die Züge Richtung Paderborn und Hamm.

 

 Zum Fahrplanwechsel am 15. Juli 2019 wurde das Fahrplanangebot aller Soester StadtBus-Linien in den Schwachlastzeiten ausgeweitet. Insgesamt 48 zusätzliche Fahrten morgens und abends sowie an Wochenenden verstärken das Fahrplanangebot.

 

 Expressfahrten zwischen Warstein und Soest verkürzen die Reisezeiten auf dieser Relation. Jeweils 2 Fahrten morgens und nachmittags, mit Verknüpfung des Zugangebotes nach/von Dortmund/Hamm, bieten Pendlern ein attraktives Angebot.

 

 Zur Ausweitung der Vertriebskanäle wurde das E-Ticketing eingeführt, ein Planungsprojekt des NVP. Per Smartphone und mobil info-App können die Fahrkarten des Westfalentarifs bequem gekauft und bargeldlos bezahlt werden. An der Einführung eines Check In / Be Out-Systems im E-Ticketing wird zudem im laufenden Projekt „Big Bird Westfalen“ gearbeitet.

 

 Die Verbesserung des Mobilitätsangebotes an Gewerbestandorten ist das Ziel des Netzwerkes „Betriebliches Mobilitätsmanagement“. Seit Ende 2017 findet in diesem Netzwerk ein Austausch zwischen Kreis Soest, Verkehrsunternehmen und Gewerbetreibenden statt, um nachhaltige Mobilitätsstrategien zu fördern. Weiterhin gibt es einen Ansatz zum Thema „Betriebliche Mobilität“ im anstehenden Projekt „MobiHell“ und ein weiteres Projekt zur ganzheitlichen Betrachtung der Mobilität eines Gewerbegebiets soll im Industriegebiet Ense-Höingen in 2020 anlaufen.

 

 Ebenfalls wurde nach dem Beschluss zum Nahverkehrsplan eine Machbarkeitsstudie „Alternative Antriebe im ÖPNV im Kreis Soest“ angeregt. Diese Studie wurde im Juni 2019 vorgelegt. Zudem ist ein Handlungskonzept „Mobilstationen im Kreis Soest“ beauftragt worden. Die Ergebnisse werden im März 2020 vorliegen.