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Vorlage - 032/2020  

 
 
Betreff: DZM - Digitales Zentrum Mittelstand GmbH:
Fortführung; Zusatzvereinbarung zur Zahlung in die Kapitalrücklage 2021 bis 2023
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage - öffentlich
  Aktenzeichen:10.24.01
Federführend:01 - Büro der Landrätin   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Regionalentwicklung Vorberatung
16.03.2020 
Sitzung des Ausschusses für Regionalentwicklung - abgesagt      
Kreisausschuss Vorberatung
19.03.2020 
25. Sitzung des Kreisausschusses - abgesagt      
23.06.2020 
26. Sitzung des Kreisausschusses ungeändert beschlossen   
Kreistag Genehmigung
25.06.2020 
27. Sitzung des Kreistages ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Der Kreistag bestätigt die positive Evaluation der Arbeit der Digitalscouts und beschließt zwecks Fortführung der DZM - Digitales Zentrum Mittelstand GmbH eine weitere Finanzierung von 2021 bis 2023 in unveränderter Höhe von jährlich 55.000 Euro.

 

Die Landrätin wird beauftragt, für den Kreis Soest eine neue Zusatzvereinbarung zur Zahlung in die Kapitalrücklage für den Zeitraum 2021 bis 2023 gemäß § 10 Absatz 2 des Gesellschaftsvertrags abzuschließen.

 

 

 

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Höhe der gesamten finanziellen Auswirkungen:

55.000 Euro

Produkt:

15.20.01

x

Die erforderlichen Mittel sind im Produkt eingeplant.

 

Die erforderlichen Mittel sind teilweise im Produkt eingeplant, eine Deckung erfolgt durch:

 

Die erforderlichen Mittel sind nicht eingeplant.

Erläuterungen: Finanzmittel sind im Haushalt 2020/21 inklusive Mittelfristplanung eingestellt.

 

 

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Zusammenfassung

 

Die DZM - Digitales Zentrum Mittelstand GmbH fördert durch zwei Digitalscouts die Digitalisierung von Geschäftsmodellen Klein- und mittelständischer Unternehmen im Kreis Soest.

 

Mit Auslaufen der Landesförderung („DWNRW Networks“, 200.000 Euro für 2018/19) sowie der Zuschusszahlungen der kommunalen Gesellschafter (160.000 Euro jährlich für 2018 bis 2020) sieht der Gesellschaftsvertrag mit Ablauf der Anschubfinanzierung in 2020 eine Evaluation der Gesellschaft und ggf. neue Festsetzung der Zusatzvereinbarung zur Zahlung in die Kapitalrücklage vor.   

 

Die Evaluation der DZM-Tätigkeiten für die Jahre 2018 und 2019 fällt positiv aus, so dass - auch aufgrund der unveränderten Nachfrage von Unternehmen nach Digitalisierungsberatung - eine Fortführung des DZM zu empfehlen ist.

 

Bei Fortführung der Zuschusszahlungen der Gesellschafter in unveränderter Höhe wären die Personal- sowie Büro- und Reisekosten finanziert und somit eine Weiterführung der erfolgreichen Arbeit der Digitalscouts möglich.

 

Zukünftige Veranstaltungsformate wären im Falle der Einwerbung von Förder- und Sponsoringmitteln realisierbar. Hierzu werden noch Konzepte entwickelt und Förderanträge gestellt.

 


Sachdarstellung

 

Die DZM - Digitales Zentrum Mittelstand GmbH wurde 2018 gegründet.

Gesellschafter sind alle kreisangehörigen Städte und Gemeinden sowie der Kreis Soest.

 

Die beiden DZM-Digitalscouts sensibilisieren Klein- und mittelständische Unternehmen für die Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle, begleiten neutral und verbinden sie mit passenden Start-up-Unternehmen oder weiteren Unternehmen aus dem „digitalen“ Umfeld (Matching).

 

Der DZM-Aufbau wurde vom Land NRW mit rund 200.000 Euro gefördert („DWNRW Networks“).

 

 

§ 10 Absatz 2 des Gesellschaftsvertrages regelt in Verbindung mit der „Zusatzvereinbarung zur Zahlung in die Kapitalrücklage“ eine Anschubfinanzierung der Gesellschafter für die ersten drei Geschäftsjahre 2018 bis 2020 in Höhe von jährlich 160.000 Euro.

Davon übernimmt der Kreis 55.000 Euro, die Stadt Lippstadt 40.000 Euro und alle weiteren Städte und Gemeinden jeweils 5.000 Euro.

Vor Ablauf dieses Zeitraums - also in 2020 - erfolgt eine Evaluation der Gesellschaft mit Empfehlung und Festlegung möglicher Zahlungen über das Ende der Anschubfinanzierung hinaus.

 

 

In der Gesellschafterversammlung am 13.11.2019 bilanzierten gemeinsam Geschäftsleitung und Digitalscouts die DZM-Arbeit seit Beginn der Tätigkeiten.

Es wurden über das DZM-Onlineportal 272 Termine bei den Digitalscouts gebucht, sich daraus ergebend 74 Beratungsgespräche bei Unternehmen geführt und 28 Matchings erreicht.

 

Die Beratungsgespräche fanden in jeder Kommune des Kreises Soest statt. Schwerpunktthemen der Matchings waren die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie die Einrichtung papierloser Büros, digitaler Telefonanlagen und Onlineshops.

Die Erfolgsgeschichten hierzu finden sich auf der DZM-Website www.digitaleszentrum.de.

 

Darüber hinaus haben über das Kreisgebiet hinweg 13 Events stattgefunden.

Die Veranstaltung „SWFX“ am 28.11.2019 in Soest erreichte mit 500 Teilnehmern eine besonders hohe Resonanz.

 

 

Die DZM-Gesellschafter haben in gleicher Sitzung über ihre Erfahrungen mit den Digitalscouts vor Ort in den Städten und Gemeinde berichtet.

Der Tenor der Rückmeldungen war positiv, so dass vorgeschlagen wurde, die Beschlussfassung über eine Fortführung des DZM für weitere drei Jahre im 1. Quartal 2020 vorzunehmen.

 

Den Gesellschaftern wird ergänzend dazu die Möglichkeit angeboten, dass die Digitalscouts ihre Erfolgsgeschichten auch vor Ort mit kommunal ansässigen Unternehmen vorstellen und dazu die Bürgermeister einladen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine fortgeführte Zahlung der Gesellschafter in die Kapitalrücklage in unveränderter Höhe von 160.000 Euro p.a. sichert zusammen mit dem voraussichtlichen Bestand der Kapitalrücklage per 31.12.2020 die Personal- sowie Büro- und Reisekosten des DZM auf Basis des beschlossenen Wirtschaftsplans 2020.

 

Die Beratungs- und Matching-Aktivitäten der Digitalscouts können damit über 2020 hinaus fortgeführt werden bei unveränderter Nachfrage der Unternehmen.

 

Zukünftige Veranstaltungsformate müssten über Fördermittel oder Sponsoren finanziert werden. Hierzu werden Konzepte einer DZM-Aufgabenerweiterung ab 2021 entwickelt sowie passende Förderzugänge (Regionale 2025, Landeswirtschaftsministerium) geprüft / beantragt. Ergänzend werden auch veranstaltungsbezogene Sponsorings durch Unternehmen als Finanzierungsquelle geplant.