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Vorlage - 285/2019  

 
 
Betreff: Stellenplan des Kreises Soest für die Haushaltsjahre 2020/2021
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage - öffentlich
Federführend:11 Personal und Lohnstelle Beteiligt:50 Soziales
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bau-, Straßenwesen und Immobilien Vorberatung
11.11.2019 
Sitzung des Ausschusses für Bau-, Straßenwesen und Immobilien verwiesen   
Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen Vorberatung
12.11.2019 
Sitzung des Ausschusses für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Bildung, Integration, Schule und Sport Vorberatung
13.11.2019 
Sitzung des Ausschusses für Bildung, Integration, Schule und Sport geändert beschlossen   
Ausschuss für Soziales Vorberatung
14.11.2019 
Sitzung des Ausschusses für Soziales (offen)   
Ausschuss für Gesundheit Vorberatung
19.11.2019 
Sitzung des Ausschusses für Gesundheit ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Umwelt, Veterinärwesen und Verbraucherschutz Vorberatung
20.11.2019 
Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Veterinärwesen und Verbraucherschutz zurückgestellt   
Jugendhilfeausschuss Vorberatung
21.11.2019 
23. Sitzung des Jugendhilfeausschusses ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Regionalentwicklung Vorberatung
26.11.2019 
Sitzung des Ausschusses für Regionalentwicklung verwiesen   
Ausschuss für Personal und Organisation Vorberatung
27.11.2019 
18. Sitzung des Ausschusses für Personal und Organisation verwiesen   
Kreisausschuss Vorberatung
05.12.2019 
24. Sitzung des Kreisausschusses ungeändert beschlossen   
Kreistag Entscheidung
12.12.2019 
25. Sitzung des Kreistages geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
Anlage 1 - Beamte  
Anlage 2 - Beschäftigte  
Anlage 3 - Stellungnahme GB  
Anlage 4 - Stellungnahme PR  

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Der Stellenplan des Kreises Soest für die Haushaltsjahre 2020 und 2021 wird in der vorliegenden Fassung beschlossen und in der vorgeschriebenen Form dem Haushaltsplan als Anlage beigefügt.

 

Soweit im Stellenplan der Vermerk „künftig wegfallend (kw)“ angebracht ist, dürfen frei werdende Stellen dieser Besoldungs-/Entgeltgruppe nicht mehr besetzt werden. Die mit dem Vermerk „künftig umzuwandeln (ku)“ ausgewiesenen und frei werdenden Stellen dieser Besoldungs-/Entgeltgruppe sollen in Stellen niedrigerer Gruppen umgewandelt werden.

 

Die Verwaltung verpflichtet sich, in dem Zeitraum von 2020 bis 2025 aufgrund zu erwartender Digitalisierungseffekte die Gesamtstellenzahl um insgesamt 25 Stellen zu reduzieren. Eine Kennzeichnung konkreter Stellen mit kw-Vermerken ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht möglich, da nicht belastbar festgestellt werden kann, in welchen Bereichen diese Effekte eintreten werden.

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Höhe der gesamten finanziellen Auswirkungen:

s. Haushalt 2020/2021

Produkt:

 

x

Die erforderlichen Mittel sind im Produkt eingeplant.

 

Die erforderlichen Mittel sind teilweise im Produkt eingeplant, eine Deckung erfolgt durch:

 

Die erforderlichen Mittel sind nicht eingeplant.

Erläuterungen:

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Zusammenfassung

 

Auf die Kernverwaltung ohne Rettungsdienst entfallen 833 Planstellen. Für den Stellenplan 2020/2021 sind für die Kernverwaltung somit 21,5 Mehrstellen eingeplant.

 

Ziel der Kreisverwaltung ist, bis zum Jahr 2025 Digitalisierungseffekte erzielen zu können, die zu einer Reduzierung von 25 Stellen in  operativ geprägten Bereichen führen sollen.

 

Zum Zeitpunkt der Entscheidung über diesen Stellenplan können die tatsächlich betroffenen Stellen nicht konkret identifiziert und mit kw-Vermerken versehen werden. 

 

Für den Rettungsdienst ergibt sich ein unveränderter Stellenanteil von 275,5 Stellen.

 

Die Entwicklung der Planstellen für die Kernverwaltung (ohne Rettungsdienst) stellt sich demnach seit 2008 wie folgt dar:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für den Rettungsdienst verbleibt es unverändert bei 275,5 Stellen.

 

 

Der Stellenplan 2019 weist insgesamt 1.087,0 Planstellen, der Entwurf des Stellenplanes 2020/2021 1.108,5 Planstellen für die Kernverwaltung und den Rettungsdienst aus.

 

Anmerkung zu den Planstellen der AHA:

 

Der Stellenplan für die Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) wird nachrichtlich als Anlage im Stellenplan gesondert ausgewiesen. Im Vergleich zu 2018 und 2019 mit 91,0 Stellen ergibt sich für 2020/2021 keine Veränderung. Die 91,0 Stellen sind in der Gesamtzahl von 1.108,5 Stellen bzw. 833 Stellen für die Kernverwaltung für 2020/2021 nicht enthalten. Die Personalaufwendungen und die entsprechenden Erstattungen sind im Budget der Abteilung Soziales veranschlagt.


Sachdarstellung

 

  1. Entwicklung der Planstellen

 

Für 2020/2021 sind folgende Veränderungen in den Dezernaten eingeplant:

 

 

Für 2019

Für 2020

Differenz

Bemerkungen

Dezernat 01

           34,0

71,5

+37,5

+26,0 interne Verlagerung (b)

+11,5 Mehrstellen (a)

Dezernat 02

         414,0

382,5

     -31,5

-33,5 interne Verlagerung (b)

+2,0 Mehrstellen (a)

Dezernat 03

         269,5

265,5

-4,0

-5,0 interne Verlagerung (b)

+1,0 Mehrstelle (a)

Dezernat 04

         128,0

128,5

      +0,5

-2,5 interne Verlagerung (b)

+3,0 Mehrstellen (a)

Dezernat 05

      241,5

241,5

 

 

Dezernat 06

 

19,0

+19,0

+15,0 interne Verlagerung (b)

+4,0 Mehrstellen (a)

Gesamt

      1.087,0

1.108,5

21,5    

 

 

 

Davon:        2019     2020  Differenz

 

 Kernverwaltung:     811,5    833,0 +21,5

 Rettungsdienst:     275,5    275,5 +/-0,0

 

 Gesamt:   1.087,0 1.108,5 +21,5

 Nachrichtlich

 Außerhalb des

Stellenplans:

 

Arbeit Hellweg Aktiv (AHA)   91,0  91,0  +/-0,0

 

 

a)      Einrichtung von Mehrstellen

 

Für 2020/2021 ergibt sich insgesamt eine Stellenmehrung im Umfang von 21,5 Planstellen.

Hierbei handelt es sich im Einzelnen um die folgenden Mehrstellen:

 

-          8,0 Mehrstellen in der Abteilung IT und Verwaltungsdigitalisierung

 

  • davon 5,0 IT-Services / IT-Innovation (Entwicklung, Implementierung und Betreuung komplexer vernetzter IT-Verfahren und -Werkzeuge einschließlich Projektarbeit, proaktive Beratung der Fachabteilungen hinsichtlich des Potentials einzelner Technologien und deren Einsatz-Szenarien („Technologie-Lotse“), Initiierung von Machbarkeitsstudien und Pilot-Projekten, Flächendeckender Rollout des Dokumentenmanagementsystems als Ablage, daher dringend erforderliche Redundanz der vorhandenen Stelle, neue Lösungen im Sinne eines zentralen Datenmanagements zu implementieren und diese dauerhaft zu betreuen)

 

  • davon 3,0 Organisation (Ansprechpartner für das Bürgerportal nach der Einführung, Intensivierung der Arbeit mit FormSolutions (Integration von Assistenten in das Bürgerportal, Anbindung von E-Payment), Begleitung der Einführung iKFZ sowie weiterer Ausbaustufen, Implementierung von weiteren Services im Bürgerportal, derzeit Gesundheitsbelehrungen online und Liegenschaftskarte online; Begleitung der Modellregion Soest für den E-Governmentbereich, Projektbegleitung (derzeit Kita-Karte, Schülerbeförderung, Kreisservices), Interkommunales Austauschgremium; Mitarbeit im Facharbeitskreis E-Government (S-IT), Mitglied in der Lenkungsgruppe E-Government (S-IT), Mitarbeit Runder Tisch E-Government (Kreise SWF+S-IT), Teilnahme und Mitarbeit an den D-Gruppen, hier insbesondere D1, Federführung für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes OZG)

 

 

-          2,0 Mehrstellen in der Abteilung Personalentwicklung

 

  • davon 0,5 Ausbildung (steigende Ausbildungszahlen und Personen in Aufstiegslehrgängen [über 70 Personen in 2020], neue Berufsbilder, vermehrte Marketingmaßnahmen zur Besetzung aller Ausbildungsplätze, steigende Anzahl Praktika und Berufsfelderkundung)

 

  • davon 0,5 Wissensmanagement (steigendes Wissensrisiko siehe Strategische Personalplanung; Ausscheiden von bis zu 1/3 der Mitarbeiter bis 2025; Erstellung und Realisierung eines Konzeptes zum Wissenstransfer/Wissensmanagement; Begleitung des Prozesses bei herausgehobenen Stellen)

 

  • davon 1,0 Digitalisierung (Veränderung der Führungskultur, der Einführung neuer (agiler) Arbeitsmethoden, der Konzeption verschiedener Karrierewege und Entwicklungsmöglichkeiten (Ziel: Personal halten!), einer gezielten Nachwuchsförderung und Talententwicklung, der Erarbeitung neuer Schulungskonzepte mit Blick auf die Digitalisierung sowie von umfangreichen Maßnahmen zum Wissensmanagement)

 

-          3,5 Mehrstellen in der Abteilung Kreispolizeibehörde

 

  • davon 1,5 Sachgebiet 31.01 (Personal und Organisation) // ZA11 Organisation, ZA21 Personal (Belastung durch zunehmende Fluktuation durch Zu- und Wegversetzung von Polizeivollzugsbeamten; leichter Anstieg des Personalkörpers; zukünftig weiterer Anstieg des Personalkörpers; grundlegende Überarbeitung von Stellenbewertungen; Einführung von Arbeitsverteilungsplänen; Beurteilung aller ca. 400 Beamte in 2020)

 

  • davon 2,0 Sachgebiet 31.02 (Haushalt) // ZA13 Haushalt (Nachkommen gesetzlicher Verpflichtungen insbesondere beim Arbeits- und Brandschutz; RP-Bericht hat Mängel bei der Liegenschaftsverwaltung festgestellt; Umstellung auf neue Software EPOS)

 

 

-          1,0 Mehrstelle in der Abteilung Veterinärdienst

 

  • Das Verhältnis „Zahl der Betriebe je Lebensmittelkontrolleur (LMK)-Stelle“ soll laut MKULNV bei 500 Betrieben je LMK-Stelle liegen. Der Kreis Soest liegt aktuell je LMK bei 582 Betrieben. Bei ca. 3.500 Betrieben kreisweit ergibt das vom Ministerium vorgegebene Verhältnis 7,0 Stellen. Zudem könnten beide aktuell selbst ausgebildeten LMK übernommen werden (1 für vorgenannten Mehrbedarf, 1 für altersbedingtes Ausscheiden eines LMK in 2020).

 

 

 

 

-          1,0 Mehrstelle in der Abteilung Soziales

 

  • davon 0,5 WTG-Behörde Verwaltungskraft

 

  • davon 0,5 WTG-Behörde Pflegefachkraft

 

  • r beide gilt: Sicherstellung der Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Prüfintervalle (konnten in den Jahren 2016, 2017 und 2018 nicht eingehalten werden); Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) legt besonderen Wert auf die Einhaltung der Prüfintervalle durch die Aufsichtsbehörden; Stärkung einer Demografie festen, teilhabeorientierten Infrastruktur und zur Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität von Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere, pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen

 

-          2,0 Mehrstellen in der Abteilung Immobilien und Kreisarchiv

 

  • davon 1,0 Kreisarchiv (Digitales Langzeitarchiv; Übernahme und Langzeitarchivierung von elektronisch erzeugten und geführten Dokumenten ist eine neue zusätzliche, pflichtige Aufgabe)

 

  • davon 1,0 Elektroingenieur (Entlastung der Architekten aufgrund diverser, durch Fördermittel ermöglichte Baumaßnahmen um betriebliche Wartungen und daraus folgende Mängelabstellungen; Sicherstellung der Betreiberverantwortung; Erfüllung der Betreiberpflichten)

 

-          4,0 Stellen im Dezernat 06

 

  • davon 3,0 Beendigung  Zuweisung wfg (Beendigung der Zuweisung zur wfg Wirtschaftsrderung Kreis Soest GmbH; je 1 Person für jede Abteilung des neuen Dezernats)

 

  • davon 1,0 Abteilungsleitung Tourismus (der bisher außerplanmäßig geführte Abteilungsleiter wird zukünftig auf einer Planstelle geführt)

 

 

b)     Interne Verlagerung von Planstellen

 

Die internen Verlagerungen sind wie folgt begründet:

 

Dezernat 01:

 

Die Einrichtung einer zusätzlichen Stelle für die Breitbandkoordination erfolgte durch Verlagerung einer Stelle aus der Dezernatsleitung des Dezernats 02. Weitere 20,0 Stellen der Abteilung 10 – IT wurden vom Dezernat 02 dem Dezernat 01 zuzüglich 4,5 Stellen der Organisationsentwicklung aus Abteilung 18 zugeordnet. Eine 0,5 Stelle wurde von der Abteilung 17 – Bürgerdienste in die Abteilung 10 – IT und Verwaltungsdigitalisierung zurückverlagert.

 

Dezernat 02:

 

Hier wurden 20,0 Stellen der Abt. 10 – IT in das Dezernat 01 verlagert. Eine weitere Verlagerung von 1,0 Stelle basiert auf der Schaffung der zusätzlichen Stelle Breitbandkoordination im Dezernat 01. Aus der Abteilung 11, Sachgebiet 1103 Lohnstelle wurde eine 0,5 Stelle in das Dezernat 04 verlagert. Die Abteilung 17 – Bürgerdienste hat Aufgaben und somit auch eine 0,5 Stelle zur Abteilung 10 – IT und Verwaltungsdigitalisierung abgegeben. Im Zuge der Neuorganisation der IT wurde der Bereich Organisationsentwicklung mit 4,5 Stellen wieder mit der Abteilung 10 – IT und Verwaltungsdigitalisierung zusammengelegt.

 

Im Zusammenhang mit der Schaffung des Dezernats 06 wurde die Abteilung 61 – Koordinierungsstelle Regionalentwicklung aufgelöst und die 10,0 Stellen in das Dezernat 06 verlagert.

 

Die 3,0 Stellen der Zentralen Vergabestelle wurden nunmehr als Stabstelle 91 – Zentrale Vergabestelle aus dem Dezernat 04 direkt dem Kreisdirektor und somit dem Dezernat 02 zugeordnet.

 

Dezernat 03:

 

In das neue Dezernat 06 wurden insgesamt 5,0 Stellen verlagert, 2,0 aus der Abteilung 62 – Liegenschaftskataster und Vermessung sowie 3,0 Stellen aus der Abteilung 63 – Bauen, Wohnen und Immissionsschutz.

 

Dezernat 04:

 

Eine halbe Stelle (0,5) wurde vom Dezernat 02 in die Dezernatsleitung 04 verlagert.

 

Die 3,0 Stellen der Zentralen Vergabestelle (zuvor Abteilung 22 – Zentrale Vergabestelle) sind nun der Stabstelle im Dezernat 02 zugeordnet worden.

 

Dezernat 05:

 

Keine dezernatsübergreifenden Stellenverlagerungen.

 

Dezernat 06:

 

Insgesamt 15,0 Stellen wurden von anderen Dezernaten hierher verlagert, 5,0 Stellen aus dem Dezernat 03 sowie 10,0 Stellen aus Dezernat 02 (s.o.).

 

 

c)      Weiteres Vorgehen bei der Personalplanung:

 

Neben den festgestellten Mehrbedarfen haben verschiedene Abteilungen weitere Personalbedarfe angemeldet. Diese wurden für den Stellenplan 2020/2021 zunächst nicht berücksichtigt. Hierzu bedarf es der Fortführung der  konkreten Personal- und Aufgabenanalyse, die bereits Ende 2018 initiiert und im Jahr 2019 als strategische Personal und Personalentwicklungsplanung weitergeführt wurde. Erste Ergebnisse, sowie die weitere Vorgehensweise wurden bereits im Ausschuss für Personal und Organisation als sog. Werkstattbericht vorgestellt.

Untersucht und bewertet werden seither die einzelnen Abteilungen sowie die Jobfamilien / Berufsgruppen hinsichtlich der Risiken Alter, Fluktuation, Personalbeschaffung, Wissen sowie die derzeitigen Personalkapazitäten bis 2030. Ferner werden die Entwicklung der Veränderungen (externe Einflüsse) in den Abteilungen, die Möglichkeiten der Prozessoptimierung sowie die eingeschätzten Auswirkungen der Digitalisierung erfasst.

 

Zwischenzeitlich wurde jedoch bereits deutlich, dass die Analysen und Maßnahmen stärker um den Aspekt der Prozessoptimierung zu erweitern sind. Dies ergibt sich aus der Gesamtsicht der Faktoren demographischer Wandel und Digitalisierung. All diese Aspekte sind im Ergebnis so eng miteinander verwoben, dass nur eine Gesamtbetrachtung auf Basis einer Priorisierung risikobehafteter Bereiche die Gewähr für eine rechtssichere, zukunftsbasierte und kundenorientierte Aufgabenwahrnehmung bildet.

Aus den Ergebnissen werden in der Folge mögliche Einsparpotentiale identifiziert werden, die zur Reduzierung der bezifferten 25 Stellen führen werden. In diesem Prozess sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.

 

Daraus wird sich perspektivisch eine mehrjährige deutlichere Transparenz in der Personalplanung ergeben, die erforderlich ist, um vorausschauend Maßnahmen für die Personalwirtschaft und -entwicklung abzuleiten. Nur so wird es möglich sein, weiterhin das passende Personal für die mittelfristig erforderlichen Bedarfe zu finden und längerfristig zu binden.

Gleichzeitig müssen zwingend alle Optimierungspotentiale (vor allem aufgrund der Digitalisierung) genutzt werden, um Prozesse zu beschleunigen bzw. zu verschlanken. Nur so sind wir in der Lage, die notwendigen Aufgaben bei sich verknappendem Fachkräfteangebot zu bewältigen.

Da die faktischen Auswirkungen der Digitalisierung und die Entwicklung des Fachkräftemangels für die Kreisverwaltung Soest nicht bis ins Letzte feststehen können, werden aus den umfangreichen Daten Arbeitshypothesen erstellt, um möglichst zutreffende Prognosen zum zukünftigen Personalbedarf treffen zu können. Diese unterliegen einem kontinuierlichen Prozess von Überprüfung und ggfls. Anpassung.

Nur so ist mittelfristig erkennbar, wo Personal abgebaut werden kann und wo ggf. aufgrund gestiegener Anforderungen / Fallzahlen oder neuer Aufgaben Personalbedarfe entstehen. Dies wird es Verwaltung und Politik zukünftig ermöglichen, unabhängig von den jährlichen Beschlüssen zu den Haushalts-/Stellenplänen längerfristig aufgrund valider Daten den Personalbestand zu steuern.

 

 

  1. Aufhebung von kw-Vermerken

 

Keine

 

 

  1. Personalkostenaufwendungen und Personalkostenerstattungen

Die Entwicklung der Personal- und Versorgungsaufwendungen incl. der o.g. Stellenveränderungen stellt sich insgesamt wie folgt dar (in Mio. €):

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2019

2020

2021

Abw. zum Vj.

(2019 zu 2020)

 

 

Mio.

Mio.

Mio.

Mio.

in %

Bruttopersonalaufwendungen

74,1

81,4

85,3

7,3

9,8%

Versorgungsaufwendungen

11,5

10,6

12,0

-0,9

-7,8%

Gesamt

85,6

92,0

97,3

6,4

7,5 %

Erstattungen (inkl. VKE)

25,4

28,2

28,9

2,8

11,0%

Nettopersonalaufwendungen

60,2

63,8

68,4

3,6

6,0%

 

Die Bruttopersonalaufwendungen steigen von 2019 auf 2020 um insgesamt 7,3 Mio. €, die Nettopersonalaufwendungen nach Abzug der Personalkostenerstattungen um 3,6 Mio. €.

 

Für den Haushalt 2020 ist zu berücksichtigen, dass die Tarifsteigerung ab dem 01.03.2020 im Mittel nochmals 1,06% betragen wird, wobei die Laufzeit des Tarifabschlusses zum 31.08.2020 endet und neue Tarifverhandlungen anstehen. Zu berücksichtigen ist innerhalb dieser Laufzeit, dass „im Mittel“ bedeutet, dass die unteren Entgeltgruppen und –stufen auf die Gesamtdauer deutlich höhere Tarifsteigerungen zwischen 6,9% und 10,2% erhalten. Hierzu zählen ca. 41% der Beschäftigten des Kreises Soest. Ab 01.09.2020 sowie ab dem 01.09.2021 wird jeweils mit einer Tarifsteigerung in Höhe von weiteren 2,0% gerechnet. 

Für die Beamten wurde für 2019 eine Besoldungserhöhung von 2,0 % ab Januar als Kalkulationsgrundlage eingerechnet. Tatsächlich beträgt die Erhöhung 3,2% ab dem 01.01.2019. Auf dieser erhöhten Basis erfolgt die weitere Erhöhung ab dem 01.01.2020 um erneut 3,2% und ab dem 01.01.2021 nochmals um weitere 1,4%. 

 

 

  1. Mitwirkung des Personalrates und der Gleichstellungsbeauftragten

 

Die Stellungnahmen des Personalrates und der Gleichstellungsbeauftragten sind beigefügt.