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Vorlage - 252/2019  

 
 
Betreff: Medienentwicklungsplan für die Schulen in Trägerschaft des Kreises Soest und Verwendung der Fördermittel des DigitalPakts
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage - öffentlich
  Aktenzeichen:40.33.05
Federführend:40 Schulangelegenheiten   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bildung, Integration, Schule und Sport Vorberatung
13.11.2019 
Sitzung des Ausschusses für Bildung, Integration, Schule und Sport ungeändert beschlossen   
Kreisausschuss Vorberatung
05.12.2019 
24. Sitzung des Kreisausschusses ungeändert beschlossen   
Kreistag Entscheidung
12.12.2019 
25. Sitzung des Kreistages ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
Medienentwicklungsplan Kreis Soest  

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Der Kreistag beschließt die als Anlage beigefügte Medienentwicklungsplanung für die Schulen in Trägerschaft des Kreises Soest und das damit aufgezeigte Umsetzungskonzept für die Mittel des DigitalPakts.

 

Die Verwaltung wird beauftragt, die bautechnischen Maßnahmen zur strukturierten Gebäudeverkabelung (EDV- und Elektroinfrakstruktur) umzusetzen und die notwendigen Beschaffungen (Hardware) einzuleiten.

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Höhe der gesamten finanziellen Auswirkungen:

6.582.550 €

Produkt:

03.40.01 Berufskollegs

03.40.10 Förderschulen

x

Die erforderlichen Mittel sind im Produkt eingeplant.

 

Die erforderlichen Mittel sind teilweise im Produkt eingeplant, eine Deckung erfolgt durch:

 

Die erforderlichen Mittel sind nicht eingeplant.

Erläuterungen: In den Haushaltsjahren 2020/21 werden vorrangig die Mittel des DigitalPakts in Höhe von 3.579.315 € eingesetzt. Hinzu kommen begleitende Hochbaumaßnahmen in Höhe von 720.000 € und Mittel der regulären IT-Ausschreibung von rund 400.000 € in den oben genannten Jahren.

Über das reguläre IT-Budget der Schulen in Höhe von 600.000 € geht die Medienentwicklungsplanung für die Jahre 2022 bis 2024 von einem darüber hinausgehenden Finanzmittelbedarf von 1.283.235 € aus. Über die haushaltärische Berücksichtigung dieses Bedarfes ist unter Ausnutzung etwaiger Mittel aus Förderprogrammen in den jeweiligen Haushaltsberatungen ab 2022 zu entscheiden.

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Zusammenfassung

 

Der Kreis Soest ist als Schulträger gemäß der Regelungen des Schulgesetzes für die Ausstattung der Schulen in seiner Trägerschaft zuständig. Dies schließt die Bereitstellung einer leistungsfähigen EDV- und Elektroinfrakstruktur mit ein. Hierzu ist durch den Schulträger auf Basis der Medienkonzepte mit den pädagogischen Anforderungen zum Medieneinsatz im Unterricht der Schulen eine Medienentwicklungsplanung zu erstellen.

 

Der Kreis Soest hat die Südwestfalen IT mit der Erstellung eines Medienentwicklungsplans für die Schulen in Trägerschaft des Kreis Soest beauftragt. Das Ingenieurbüro Dieter Schoepke führte begleitend eine Analyse und Ausbauplanung der EDV- und Elektroinfrakstruktur durch. Die Ergebnisse sind in die Medienentwicklungsplanung eingeflossen.

 

Die Ergebnisse des Analyse- und Planungsprozesses liegen in Form des Medienentwicklungsplans für die Schulen in Trägerschaft des Kreises Soest als Anlage bei. Die Vorstellung erfolgt in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Integration, Schule und Sport am 13.11.2019.

 

Aus der Medienentwicklungsplanung ergeben sich für die Jahre 2020/21 haushaltärische Gesamtbedarfe in Höhe von 4.699.780 €.

 

Dieser Gesamtbetrag verteilt sich wie folgt:

 

  • EDV- und Elektroinfrakstruktur: 2.510.700 €

 

  • begleitende Hochbaumaßnahmen: 720.000 €

 

  • Investitionen für Hardware: 1.469.080 €

 

Die Medienentwicklungsplanung des Kreises Soest bildet gleichzeitig das im DigitalPakt geforderte „technisch-pädagogische Einsatzkonzept“ für die Nutzung der Fördermittel in Höhe von 3.579.315 € (inkl. 10% Kommunaler Eigenanteil).

 

Die Fördermöglichkeiten des DigitalPakts sind vollumfänglich zu nutzen und prioritär für eine Umsetzung des Ausbaus der EDV- und Elektroinfrakstruktur gemäß der vorgestellten Planungen einzusetzen. Nach erfolgtem Ausbau der EDV- und Elektroinfrakstruktur noch  vorhandene Fördermittel aus dem DigitalPakt werden für die Beschaffung der Hardwareausstattung der Schulen gemäß des Medienentwicklungsplanes eingesetzt. Hieraus ergibt sich folgender Verteilungsschlüssel für die Finanzmittel aus dem DigitalPakt (inkl. Eigenanteil):

 

  • EDV- und Elektroinfrakstruktur: 2.510.700 €

 

  • Investitionen für Hardware: 1.068.615 €

 

In den Jahren 2020/21 werden zusätzlich 720.000 € für begleitende Hochbaumaßnahmen und rund 400.000 € im Zuge von Investitionen für Hardware benötigt. Diese noch aufzuwendenden Finanzmittelbedarfe werden aus den regulären Bauunterhaltungsbudgets und den regulären IT-Budgets der Schulen gedeckt und sind im Haushalt eingeplant. 

 

Nach Einsatz der Mittel aus dem DigitalPakt für die oben genannten Bereiche verbleibt eine Finanzierungslücke für die Jahre 2022 bis 2024 in Höhe von 1.283.235 €. Hierbei ist berücksichtigt, dass aktuell jährlich rund 200.000 € (somit ingesamt rund 600.000 € für die Jahre 2022 bis 2024) des Schulbudgets für Hardwareinvestitionen verwendet werden.

 

Über die haushaltärische Berücksichtigung dieses Bedarfes ist unter Ausnutzung etwaiger Mittel aus Förderprogrammen in den jeweiligen Haushaltsberatungen ab 2022 zu entscheiden.

 

Die in der Medienentwicklungsplanung dargestellten Kosten für Support, Software, Lizenzen und Internetanbindung sind in der Haushaltsplanung veranschlagt.

 

Der Medienentwicklungsplan ist auch nach Auslaufen der Nutzung der Förderung aus dem DigitalPakt die Basis für die weitere Digitalsierung der Schulen. Es ist absehbar, dass auch zukünftig schulträgerseitig weitere und nicht unerhebliche Anstregungen in der Digitalsierung der Schulen in Trägerschaft des Kreises Soest notwendig sein werden. Der DigitalPakt kann nur eine Anfangsfinanzierung darstellen.
Sachdarstellung

 

Der Kreis Soest ist als Schulträger gem. § 79  des Schulgesetzes NRW dazu verpflichtet, den Schulen eine den pädagogischen Anforderungen gerechte Ausstattung zur Verfügung zu stellen. Diese bezieht sich ausdrücklich auch auf eine dem allgemeinen Stand der Technik und der Informationstechnologie orientierte Sachausstattung.

 

Die o.g. pädagogischen Anforderungen definieren die Schulen in den schulischen Medienkonzepten, welche sich an den individuellen Anforderungen der Schulen orientieren. Der Schulträger hat auf Basis dieser pädagogisch unterlegten Medienkonzepte eine Medienentwicklungsplanung zu erstellen und umsetzen (vgl. RdErl. des Ministeriums für Schule, Wissenschaft und Forschung vom 08.03.2001).

 

Die fortschreitende Bildungsdigitalisierung und der schnelle technische Fortschritt machen eine fortlaufende Novellierung der Medienentwicklungsplanung durch den Schulträger notwendig.

 

Hierzu wurden zum einen durch die Schulen in Trägerschaft des Kreises Soest die Medienkonzepte aktualisiert und auf Basis der neuen Möglichkeiten für den Unterricht fortentwickelt. Zum anderen hat der Kreis Soest als Schulträger die Erstellung eines neuen und zukunftsweisenden Medienentwicklungsplans beauftragt. Mit der IT-fachlichen Aufstellung des Medienentwicklungsplans wurde die Südwestfalen IT beauftragt. Die Südwestfalen IT hat im ganzen Land NRW und insbesondere in der Region Südwestfalen eine Vielzahl von Schulträgern und Schulen in diesem Prozess begleitet und entsprechende Pläne aufgestellt. Der Kreis Soest hat vor der Beauftragung der Südwestfalen IT hierzu bei verschiedenen Schulträgern in NRW Referenzen eingeholt, die durchweg positiv waren.

 

Wesentliche Bestandteile der Medienentwicklungsplanung sind die Anbindungen der Schulen an schnelles Internet (Glasfaseranschluss für jede Schule) und die Planung einer leistungsfähigen EDV- und Elektroinfrakstruktur. Hierzu wurde der Breitbandkoordinator des Kreises Soest und ein Fachplaner für die EDV- und Elektroinfrakstruktur mit in die Planungen einbezogen. Die Ergebnisse sind in den Medienentwicklungsplan eingeflossen.

 

Eine Glasfaseranbindung kann für alle Schulen in Kooperation mit dem Breitbandkoordinator des Kreises Soest im Zuge des 6. Calls der Bundesförderung bis Ende 2021 realsiert werden. Entsprechende Fördermittel sind bewilligt.

 

Die Fachplanung der EDV- und Elektroinfrakstruktur wurde durch das Ingenieurbüro Dieter Schoepke durchgeführt. Hierzu wurde der aktuelle Bestand analysiert und auf Basis dieser Analyse eine zukunftsfähige Planung anhand der Anforderungen für ein digitales Klassenzimmer erstellt. Herr Schoepke stellt seine Ergebnisse im Ausschuss für Bildung, Integration, Schule und Sport am 13.11.2019 vor.

 

Die Medienentwicklungsplanung als umfassendes Gesamtkonszept für die Weiterentwicklung aller Schulen in Trägerschaft des Kreises Soest wird von Herrn Dunker von der Südwestfalen IT ebenfalls in der oben genannte Sitzung präsentiert.

 

Aus der Medienentwicklungsplanung ergeben sich für die Jahre 2020/21 haushaltärische Gesamtbedarfe in Höhe von 4.699.780 €.

 

Dieser Gesamtbetrag verteilt sich wie folgt:

 

  • EDV- und Elektroinfrakstruktur: 2.510.700 €

 

  • begleitende Hochbaumaßnahmen: 720.000 €

 

  • Investitionen für Hardware: 1.469.080 €

 

Die Planungszahlen basieren auf Grundlage der Kostenermittlung durch die Südwestfalen IT und das Ingenieurbüro Dieter Schoepke. Insbesondere auf Grund der aktuellen Marktlage wird darauf hingewiesen, dass die Ergebnisse der Ausschreibungen für die o.g. Maßnahmen von den Plandaten abweichen können.

 

Seit dem Jahr 2016 befindet sich der DigitalPakt in der politischen Dikussion. Mit Abschluss der Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Bund und den Ländern im Mai 2019 und der nun vorliegenden Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Schulen in NRW vom 11.09.2019, steht der konkrete Förderrahmen inzwischen fest.

 

Hiernach kann der Kreis Soest für die Digitalisierung seiner Schulen auf einen Fördermittelbetrag von bis zu 3.253.650 € zurückgreifen. Um die Förderungen in Anspruch nehmen zu können, muss der Kreis Soest einen kommunalen Eigenanteil von 10%

(325.365 €) beibringen. Somit stehen für Maßnahmen zur Digitalisierung von Schulen 3.579.315 € zur Verfügung.

 

Weiterhin ist die Gewährung der Förderung an die Vorlage eines „technisch-pädagogischen Einsatzkonzeptes“ gebunden, welches auf Basis der pädagogischen Anforderungen (Medienkonzept der Schule) vom Schulträger im Zusammenwirken mit den Schulen erstellt wurde.

 

Somit bildet die Medienentwicklungsplanung auch die Basis für die Nutzung der Förderung aus dem DigitalPakt. Die in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Integration, Schule und Sport am 13.11.2019  vorgestellte Medienentwicklungsplanung stellt somit auch die Planung für die Nutzung der Mittel aus dem DigitalPakt dar.

 

Die Fördermöglichkeiten des DigitalPakts sind vollumfänglich zu nutzen und prioritär für eine Umsetzung des Ausbaus der EDV- und Elektroinfrakstruktur gemäß der vorgestellten Planungen einzusetzen. Nach erfolgtem Ausbau der EDV- und Elektroinfrakstruktur noch  vorhandene Fördermittel aus dem DigitalPakt werden für die Beschaffung der Hardwareausstattung der Schulen gem. des Medienentwicklungsplanes eingesetzt. Hieraus ergibt sich folgender Verteilungsschlüssel für die Finanzmittel aus dem DigitalPakt (inkl. Eigenanteil):

 

  • EDV- und Elektroinfrakstruktur: 2.510.700 €

 

  • Investitionen für Hardware: 1.068.615 €

 

In den Jahren 2020/21 werden zusätzlich 720.000 € für begleitende Hochbaumaßnahmen und rund 400.000 € im Zuge von Investitionen für Hardware benötigt. Diese noch aufzuwendenen Finanzmittelbedarfe werden aus den regulären Bauunterhaltungsbudgets und den regulären IT-Budgets der Schulen gedeckt und sind im Haushalt eingeplant. 

 

Nach Einsatz der Mittel aus dem DigitalPakt für die oben genannten Bereiche verbleibt eine Finanzierungslücke für die Jahre 2022 bis 2024 in Höhe von 1.283.235 €. Hierbei ist berücksichtigt, dass aktuell jährlich rund 200.000 € (somit ingesamt rund 600.000 € für die Jahre 2022 bis 2024) des Schulbudgets für Hardwareinvestitionen verwendet werden.

 

Über die haushaltärische Berücksichtigung dieses Bedarfes ist unter Ausnutzung etwaiger Mittel aus Förderprogrammen in den jeweiligen Haushaltsberatungen ab 2022 zu entscheiden.

 

Der Medienentwicklungsplan ist auch nach Auslaufen der Nutzung der Förderung aus dem DigitalPakt die Basis für die weitere Digitalsierung der Schulen.

 

 

Es ist absehbar, dass auch zukünftig schulträgerseitig weitere und nicht unerhebliche Anstregungen in der Digitalsierung der Schulen in Trägerschaft des Kreises Soest notwendig sein werden. Der DigitalPakt kann nur eine Anfangsfinanzierung darstellen.

 

Die Medienentwicklungsplanung liegt der Beschlussvorlage als Anlage bei.