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Vorlage - 028/2019  

 
 
Betreff: Bedarfsplanung für Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege - Ausbauplanung
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage - öffentlich
Im Auftrag / In Vertretung:Im AuftragAktenzeichen:51.12.10
Federführend:51 Jugend und Familie   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Entscheidung
14.02.2019 
19. Sitzung des Jugendhilfeausschusses geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Der Jugendhilfeausschuss beschließt das vorgelegte Planungsvorhaben des Kreisjugend-amtes Soest zum Ausbau der Kindertagesbetreuung und beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung. Im Jugendhilfeausschuss wird zum Sachstand regelmäßig berichtet.

 

 

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Höhe der gesamten finanziellen Auswirkungen:

 

Produkt:06.51.10 - Kindertagesbetreuung.

 

x

Die erforderlichen Mittel sind im Produkt eingeplant.

 

Die erforderlichen Mittel sind teilweise im Produkt eingeplant, eine Deckung erfolgt durch:

 

Die erforderlichen Mittel sind nicht eingeplant.

Erläuterungen:

Erwartet wird die Investitionsförderung durch Bund und Land. Das Kreisjugendamt beteiligt sich im Umfang von 5% an den anerkennungsfähigen, förderfähigen Kosten. Für 2019 sind 200.000 EUR im Haushalt eingeplant.

Das Budget für Betriebskostenzuschüsse wird für das Haushaltsjahr 2019 voraussichtlich ebenfalls ausreichen. Erst ab dem Jahr 2020 ist mit zusätzlichen Betriebskostenzuschüssen für zusätzliche Kindpauschalen wie auch für Mietkosten zu rechnen, die die Mittelfristplanung übersteigen. Die finanziellen Auswirkungen auf die Jugendamtsumlage sind stark abhängig von dem Zeitpunkt der Fertigstellung der neuen Plätze.

 

 

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Zusammenfassung

Im Jugendhilfeausschuss am 22.11.2018 wurde eine gesonderte Sitzung des Jugendhilfeausschusses zur Kindertagesbetreuung vereinbart.

Inhalt dieser Sitzung (nach den Anmeldewochen) sind die aktuellen Zahlen zum Betreuungsbedarf.

 

Mit dieser Vorlage wird die Bedarfsplanung mit der voraussichtlichen Entwicklung der Kinderzahlen U3 auf der Grundlage der Erhebung der Geburtenzahlen in den Kommunen zum Stichtag 31.07.2018 vorgelegt. Die Platzangebote in den einzelnen Kommunen und der weitere Ausbaubedarf sind dargestellt.

 

Die Entwicklungen in dem Themenfeld Kindertagesbetreuung erfordert eine dynamische Ausbauplanung.


Sachdarstellung

 

Ausgangslage

 

Ein Platz in der Kindertagesbetreuung ist mittlerweile ein stark nachgefragtes Gut. Immer mehr Eltern benötigen immer früher eine verlässliche Betreuung für ihr Kind. Auch medial ist das Thema von großem Interesse. Mit Schlagzeilen wie „Mangel an Kitaplätzen“ oder „Auch der Ausbau schafft keine Abhilfe“ oder „Ausbaden müssen es die Kita Mitarbeiter“ werden in der Öffentlichkeit die Erfordernisse für den quantitativen und qualitativen Ausbau an Betreuungsplätzen betitelt.

 

Der notwendige Ausbau an Plätzen für Kinder im Alter von 0 - 6 begründet sich in

der deutlich gestiegenen Nachfrage an Plätzen für Betreuung von Kleinkindern

vermehrten Zuzügen in neu ausgewiesene Baugebiete 

der Nachfrage von fast allen Kindern über drei Jahren

sowie dem zu verzeichnenden Geburtenanstieg in der gesamten Region.

 

Eltern schildern oft, dass sie bereits nach Ablauf der Elterngeldzeit auf weiteres Einkommen angewiesen sind. Beide Elternteile müssen berufstätig sein, um das Einkommen für die Familie zu sichern. Der Wegfall des Betreuungsgeldes führte auch zu einer steigenden Nachfrage.

 

Ferner wirkt sich der Fachkräftemangel dahingehend aus, dass viele Firmen intensiv darum werben, dass ihre Fachkräfte möglichst direkt nach der Elternzeit wieder einsteigen. Die Nachfrage für Plätze für Kinder unter zwei Jahren steigt daher stetig an.

 

Bei über dreijährigen Kindern ist ebenfalls ein Anstieg festzustellen. Zudem beschloss der nordrhein-westfälische Landtag 2011 mit dem 5. Schulrechtsänderungsgesetz den Stichtag für die Einschulung nicht weiter auf den 31.12 zu verschieben, sondern der Stichtag wurde auf den 30.09. eingefroren. Allein hieraus ergibt sich ein Bedarf von 400 Plätzen für Ü3 Kinder, die zwischen dem 01.10. und 31.12. geboren sind.

Schulrückstellungen werden zudem nicht mehr so restriktiv wie in den Vorjahren gehandhabt. Das führt dazu, dass zusätzliche Plätze in Kindertageseinrichtungen benötigt werden und zwar zu einem Zeitpunkt, zu dem die KiBiz Pauschalen schon gegenüber dem Land angezeigt sind.

 

Aufgrund der Anträge der CDU und SPD zur Sitzung des JHA vom November 2018 sind mit allen Bürgermeistern in den 11 Kommunen des Kreisjugendamtsbezirkes persönliche Gespräche zur zukünftigen beabsichtigen bzw. geplanten Entwicklung von Baugebieten und den hieraus sich ergebenden „neuen“ Kinderzahlen geführt worden.

 

 

Rechtliche Grundlagen

 

Seit 1996 gibt es einen bundesgesetzlichen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder ab drei Jahren. Danach hat ein Kind, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, bis zum Schuleintritt Anspruch auf Förderung in einer Tageseinrichtung (§ 24 Abs. 3 SGB VIII). Dieser Kitaplatz-Anspruch begründet sich in einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Neuregelung des § 218 StGB.

 

Durch das Kinderförderungsgesetz, welches 2008 in Kraft trat, wollte der Bund den Ausbau des Betreuungsangebots voranbringen. In diesem Zuge wurde der Kita-Rechtsanspruch ab August 2013 erweitert. Seitdem haben nun auch Kinder ab Vollendung des ersten Lebens-jahres einen Anspruch auf einen Kitaplatz bzw. auf die Betreuung durch eine Tagesmutter oder einen Tagesvater (§ 24 Abs. 2 SGB VIII).

 

Unter Umständen haben auch Kinder, die das erste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, einen Rechtsanspruch auf ein professionelles Betreuungsangebot. Dies gilt vor allem dann, wenn die Eltern berufstätig bzw. arbeitssuchend, oder auch in Ausbildung sind (§ 24 Abs. 1 SGB VIII).

 

Die Ausgestaltung des Rechtsanspruchs muss sich grundsätzlich nach dem Betreuungsbe-darf der Eltern richten. Haben diese z. B. beide einen Vollzeitberuf, muss die Betreuung auch entsprechend erfolgen und es besteht ggf. ein Anspruch auf einen Ganztagsplatz.

 

Wird Eltern trotz eines entsprechenden Rechtsanspruchs kein Kitaplatz für ihr Kind zur Ver-fügung gestellt, können sich Betroffene in erster Linie mit Widerspruch und ggf. Klage zur Wehr setzen. Stellt der öffentliche Jugendhilfeträger, gegenüber dem der Rechtsanspruch besteht, gleichwohl keinen Platz in der Kita oder ggf. Tagepflege zur Verfügung, kann dies somit einen Anspruch bzw. Klage auf Schadensersatz zur Folge haben.

 

Den bisher umfangreichsten Ausbau der Kinderbetreuung brachten daher Bund, Länder und Kommunen mit dem Kinderförderungsgesetz (KiföG) gemeinsam auf den Weg. Das Bundesgesetz trat am 16. Dezember 2008 in Kraft und hatte eine Übergangszeit für die herausfordernde Umsetzung bis zum 1. August 2013.

 

Seit dem 1. August 2013 normiert das Achte Sozialgesetzbuch, das Kinder und Jugendhilfegesetz, einen Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindestagespflege haben.

Nicht nur durch die gesellschaftlichen Veränderungen sondern vielmehr auch durch die rechtliche Situation ist jeder öffentliche Jugendhilfeträger seit dem verpflichtet, ein bedarfsgerechtes Angebot in der Kindertagesbetreuung bereitzustellen.

 

 

Evaluation des KiföG

 

Das KiföG wurde im Jahr 2014 umfänglich evaluiert, es wurden folgende Ergebnisse veröf-fentlicht:

 

Die Betreuungsquote der Kinder im Alter von unter drei Jahren lag zum Stichtag 01. März 2014 insgesamt in Westdeutschland bei 27,4% und in Ostdeutschland bei 52,0%. Im Jahr 2008 war die Betreuungsquote in Ostdeutschland noch dreimal so hoch wie in Westdeutsch-land. Zwischen den Bundesländern gibt es noch immer große Unterschiede hinsichtlich des Ausbaustandes.

 

Nordrhein-Westfalen verzeichnete zum 01. März 2014 eine Betreuungsquote von 23,8% und weist gemeinsam mit Bremen und Saarland die geringste Quote auf. Nordrhein-Westfalen erhöhte die Betreuungsquote der unter Dreijährigen zwischen 2008 und 2014 um 14,5 Pro-zentpunkte, erreichte damit aber nur einen Anstieg der Versorgungsstruktur in den mittleren Bereich.

 

Seit 2016 werden die jeweils letztverfügbaren Daten zum bundesweiten Ausbaustand und Bedarf regelmäßig in der Kindertagesbetreuung in der Publikation "Kindertagesbetreuung Kompakt" veröffentlicht. Zusätzlich wird auch die Zufriedenheit der Eltern mit den Betreu-ungsangeboten dargestellt. Abgebildet werden die Altersgruppen der unter Dreijährigen, der Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt und - seit der zweiten Ausgabe - auch der Grundschulkinder bis unter elf Jahren.

 

In den Jahren 2010 bis 2015 wurden Daten zur Kindertagesbetreuung jährlich in einem Be-richt zum Kinderförderungsgesetz ("KiföG-Bericht") veröffentlicht. Dieser Bericht informierte über die Entwicklung des Versorgungsniveaus, den erreichten Ausbaustand, sowie den wei-teren Entwicklungsbedarf.

 

Alle zwei Jahre liefert der "Länderreport Frühkindliche Bildungssysteme" der Bertelsmann- Stiftung einen Bundesländervergleich. Seit 2008 werden darin die 16 Systeme der frühkindli-chen Bildung, Betreuung und Erziehung auf Länderebene abgebildet.

 

Die jeweiligen Berichte sind auf der Seite des Bundesministeriums für Familie,Senioren, Frauen und Jugend www.bmfsfj.de einsehbar.

 

 

Zur Entwicklung des Ausbaus und des Ländervergleichs folgende Tabelle:

 

 

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Referat Öffentlichkeitsarbeit (03/2018):

Fünfter Bericht zur Evaluation des Kinderförderungsgesetzes Bericht der Bundesregierung 2015 über den Stand des Ausbaus der Kindertagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren für das Berichtsjahr 2014 und Bilanzierung des Ausbaus durch das Kinderförderungsgesetz, S. 8

 

 

 


 

Der Länderreport 2018 weist in der Gesamtschau zum 01.03.2017, dreieinhalb Jahre nach Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz auf, dass bundesweit  33,1 % der unter dreijährigen Kindern in einer KiTa oder in Kindertagespflege betreut sind.

Zwischen den Bundesländern variiert dieser Anteil derzeit aktuell von 26,3 % in Nordrhein-Westfalen bis zu 56,9 % in Sachsen-Anhalt.

 

 

 

   

 

 

 


 

Aus einer Zusammenstellung des Landes Nordrhein Westfalen bezogen auf die Jugendamtsbezirke lässt sich zudem folgender Ausbaustand in NRW zum 12.04.2018 verzeichnen.

 

Exemplarisch sind hier die Kreisjugendämter Südwestfalen und der Stand der städtischen Jugendämter im Kreisgebiet aufgeführt.

 

 

 

 

Stichtag dieser Aufstellung ist der 31.12. eines Jahres. Die zuvor genannten Statistiken weisen in der Regel den 01.03. eines Jahres als Stichtag aus, somit zusätzlich die Kinder von zwei Monaten, woraus dann auch niedrigere Betreuungsquoten resultieren.


Für die einzelnen Kommunen im Kreis Soest stellten sich die Anmeldungen der Betreuungs-plätze zum Stand 15.03.2018 wie folgt dar:

 

(Die obere Prozentzahl bezieht sich hierbei auf Kita-Plätze, die untere auf die Plätze in der Kindertagespflege).

 

 

 

 

 

Für das Kreisjugendamt Soest ergibt sich über alle Kommunen ein Durchschnittswert von 25,1% für unter dreijährige Kinder in Kitas und 10,3% in der Kindertagespflege.

 

 

Bisherige Investitionsförderungen

 

Seit 2008 werden unterschiedliche Fördermittel des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen für den U3 Ausbau und seit 2017 auch für Ü3-Plätze bereitgestellt.

 

Für den Ausbau sind bis 2018 knapp 13 Mio. EUR aus verschiedenen Fördermitteln des Bundes und des Landes in den Neubau/Ausbau, Umbau und die Ausstattung von Plätzen in den Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes Soest geflossen.

 

Darüber hinaus haben die 11 Kommunen aus eigenen Mitteln den Aus/Umbau (mit-) finanziert.

 


Bisherige Maßnahmen des Kreisjugendamtes Soest

 

Der Jugendhilfeausschuss hat die Verwaltung des Kreisjugendamtes Soest in 2011 mit der Durchführung einer Elternbefragung U3 beauftragt. In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dortmund, dem Institut für Soziale Arbeit Münster und dem Deutschen Jugendinstitut wurde die „Jugendamtsspezifische Elternbefragung zum Betreuungsbedarf von unter Dreijährigen in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege“ erstellt und im September 2012 dem Kreis Soest vorgelegt.

Auf der Grundlage der Ergebnisse aus dieser Elternbefragung U3 war ein Platzbedarf U3 in Höhe von 37 % gegeben.

 

In 2013 gab es das kostenfreie Angebot für das Kreisjugendamt Soest, die Elternbefragung U3 erneut durchführen zu können. Als Ergebnis zeigte sich hier ein leichter Rückgang des Nachfragewertes, so dass der Jugendhilfeausschuss im November 2013 die Versorgungs-quote für die zukünftigen Kindergartenjahre auf 37 % festgelegt hat.

 

Seit dem Kindergartenjahr 2014/2015 wird das Anmeldeverfahren des Kreisjugendamtes Soest über die Anwendung der „KITA-Karte“ geregelt und somit sichergestellt, dass die Vorgabe des Kinderbildungsgesetzes NRW, dass Eltern ihren Anspruch auf einen Betreuungsplatz mindestens sechs Monate vor gewünschtem Betreuungsbeginn anzeigen sollen, erfüllt wird. Die KITA-Karten werden jeweils im Herbst des Jahres an die Eltern verschickt.

Zu berücksichtigen ist dennoch, dass es kurzfristig veränderte familiäre Lebenslagen gibt, auf die auch im laufenden Kindergartenjahr noch reagiert werden muss und somit Plätze bereit zu stehen haben.

 

Bereits im November 2017 hat der Jugendhilfeausschuss des Kreises Soest die Verwaltung beauftragt, zukünftig die Plätze für Kinder unter drei Jahren soweit auszubauen, dass für 45 % der Kinder U3 Betreuungsplätze zur Verfügung stehen und dabei das Verhältnis von Plätzen in Kindertageseinrichtungen und Plätzen in Kindertagespflege auf 75 % zu 25 % zu verändern. Das Ziel 45 % soll innerhalb eines Zeitkorridors von 5 Jahren erreicht sein.

 

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt liegt aber auch bei den Kindern über 3 Jahren, für die ein Betreuungsplatz nur in einer Kindertageseinrichtung zur Sicherung des Rechtsanspruches angeboten werden kann. Die Nachfrage für fast alle Kinder dieser Altersgruppe auf einen KITA Platz steigert den Bedarf an KITA Plätzen ebenfalls deutlich. Um der Nachfrage annähernd entsprechen zu können und um den Familien dabei ein möglichst wohnortnahes Angebot unterbreiten zu können, wurden daher pro Jahr über 200 Zusatzplätze in den 96 Kindertageseinrichtungen im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes Soest in Absprache mit den Trägern eingerichtet.

 

Es gilt also, sowohl die Nachfrage nach Plätzen für unter 3 Jährige zu beachten, als auch die steigende Nachfrage von 3-6 Jährigen einzuplanen. Zuzüge in neue Baugebiete aber auch Zuweisungen von Familien führen zu erhöhtem Platzbedarf.

 

Der Ausbau von Kindertagesbetreuungsangeboten muss vom Jugendhilfeausschuss entsprechend der Satzung des Jugendamtes beraten und entschieden werden. Sowohl die enge Abstimmung mit den Städten und Gemeinden im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes Soest als auch die enge Abstimmung mit den Trägern der Kindertageseinrichtungen sind unerlässlich für die Umsetzung. Die politischen Gremien in den 11 Kommunen beraten den Ausbau für ihre Zuständigkeit ebenfalls, da kommunale Mittel bereitgestellt werden müssen.

 


 

Planungsvorhaben

 

Die enorme Nachfrage für U3 Plätze und auch die hohe Zahl an über dreijährigen Kindern erfordern erhebliche weitere finanzielle Investitionen.

 

In den nun folgenden Berichten sind die Platzangebote, die Entwicklungen der Geburtenzahlen anhand der Kinderzahlen zum Stichtag 31.07.2018 sowie die Ausbauplanungen für jede einzelne Kommune aufgeführt. Die Zahlen für die Kinder U3 umfassen insgesamt 33 Monate, da die Kinder, welche im August, September und Oktober drei Jahre alt werden, der Anzahl der Kinder über drei Jahren zugeordnet sind. Hintergrund hierfür ist, dass nach dem KiBiz diese Kinder einen Platz für über Dreijährige belegen.

 


Gemeinde Anröchte

 

Platzsituation in den Kindertageseinrichtungen im Kindergartenjahr 2018 / 2019:

 

 

 

Entwicklung der Geburtenzahlen:

 


Aktuell stehen in Anröchte bis zu 120 U3-Betreuungsplätze zur Verfügung. Diese teilen sich auf in 65 Plätze in Kindertageseinrichtungen (54 %) sowie in bis zu 55 Plätze in der Tagespflege (46 %).

Steigende Kinderzahlen U3, eine höhere Nachfrage U2 / U3, der Abbau von Zusatzplätzen sowie die geforderte Ausbauplanung von Plätzen für U2 zeigen jetzt ein Ausbauerfordernis von zunächst 5 Plätzen.

 

Ausbauplanung:

 

 

 

Die Ausbauten müssen so gestaltet werden, dass erforderliche Umwandlungen von Gruppenformen bedarfsgerecht und kurzfristig möglich sind. Zwingend ist bereits jetzt darauf zu achten, dass bauliche Erweiterungen des Gruppenangebotes möglich sein müssen (Anbauten, Außenfläche, u.a.).


Gemeinde Bad Sassendorf

 

Platzsituation in den Kindertageseinrichtungen im Kindergartenjahr 2018 / 2019:

 

 

Entwicklung der Geburtenzahlen:

 


Aktuell stehen in Bad Sassendorf bis zu 119 U3-Betreuungsplätze zur Verfügung. Diese teilen sich auf in 82 Plätze in Kindertageseinrichtungen (69 %) sowie in bis zu 37 Plätze in der Tagespflege (31 %).

Steigende Kinderzahlen U3, eine höhere Nachfrage U2 / U3, der Abbau von Zusatzplätzen sowie die geforderte Ausbauplanung von Plätzen für U2 zeigen jetzt ein Ausbauerfordernis von zunächst 55 Plätzen.

 

Ausbauplanung:

 

 

Der Ausbau muss so gestaltet werden, dass erforderliche Umwandlungen von Gruppenformen bedarfsgerecht und kurzfristig möglich sind. Erheblich ist bereits jetzt darauf zu achten, dass bauliche Erweiterungen des Gruppenangebotes möglich sein müssen (Anbauten, Außenfläche, u.a.).


Gemeinde Ense

 

Platzsituation in den Kindertageseinrichtungen im Kindergartenjahr 2018 / 2019:

 

 

Entwicklung der Geburtenzahlen:

 


Aktuell stehen in Ense bis zu 116 U3-Betreuungsplätze zur Verfügung. Diese teilen sich auf in 83 Plätze in Kindertageseinrichtungen (72 %) sowie in bis zu 33 Plätze in der Tagespflege (28 %).

Steigende Kinderzahlen U3, eine höhere Nachfrage U2 / U3, der Abbau von Zusatzplätzen sowie die geforderte Ausbauplanung von Plätzen für U2 zeigen jetzt ein Ausbauerfordernis von zunächst 30 Plätzen.

 

Ausbauplanung:

 

 

Die Ausbauten müssen so gestaltet werden, dass erforderliche Umwandlungen von Gruppenformen bedarfsgerecht und kurzfristig möglich sind. Erheblich ist bereits jetzt darauf zu achten, dass bauliche Erweiterungen des Gruppenangebotes möglich sein müssen (Anbauten, Außenfläche, u.a.).


Stadt Erwitte

 

Platzsituation in den Kindertageseinrichtungen im Kindergartenjahr 2018 / 2019:

 

Voraussichtliche Platzsituation in den Kindertageseinrichtungen im Kindergartenjahr 2019 / 2020 (Hinzurechnung der Einrichtung „Winkelgebäude“)

 

Entwicklung der Geburtenzahlen:

 

Unter zusätzlicher Berücksichtigung des Winkelgebäudes stehen in Erwitte bis zu 161 U3-Betreuungsplätze zur Verfügung. Diese teilen sich auf in 119 Plätze in Kindertageseinrichtungen (74 %) sowie in 42 Plätze in der Tagespflege (26 %).

Steigende Kinderzahlen U3, eine höhere Nachfrage U2 / U3, der Abbau von Zusatzplätzen sowie die geforderte Ausbauplanung von Plätzen für U2 zeigen jetzt ein Ausbauerfordernis von zunächst 75 Plätzen.

 

Ausbauplanung:

 

 

Die Ausbauten müssen so gestaltet werden, dass erforderliche Umwandlungen von Gruppenformen bedarfsgerecht und kurzfristig möglich sind. Erheblich ist bereits jetzt darauf zu achten, dass bauliche Erweiterungen des Gruppenangebotes möglich sein müssen (Anbauten, Außenfläche, u.a.).


Stadt Geseke

 

Platzsituation in den Kindertageseinrichtungen im Kindergartenjahr 2018 / 2019:

 

Voraussichtliche Platzsituation in den Kindertageseinrichtungen im Kindergartenjahr 2019 / 2020 (Hinzurechnung des Anbaus der Kindertageseinrichtung „St. Barbara Langeneicke“)

 

Entwicklung der Geburtenzahlen:

 


Unter zusätzlicher Berücksichtigung des Anbaus in Langeneicke stehen in Geseke bis zu 195 U3-Betreuungsplätze zur Verfügung. Diese teilen sich auf in 133 Plätze in Kindertageseinrichtungen (68 %) sowie in bis zu 62 Plätze in der Tagespflege (32 %).

Steigende Kinderzahlen U3, eine höhere Nachfrage U2 / U3, der Abbau von Zusatzplätzen sowie die geforderte Ausbauplanung von Plätzen für U2 zeigen jetzt ein Ausbauerfordernis von zunächst 105 Plätzen.

 

Ausbauplanung:

 

Die Ausbauten müssen so gestaltet werden, dass erforderliche Umwandlungen von Gruppenformen bedarfsgerecht und kurzfristig möglich sind. Erheblich ist bereits jetzt darauf zu achten, dass bauliche Erweiterungen des Gruppenangebotes möglich sein müssen (Anbauten, Außenfläche, u.a.).

Gemeinde Lippetal

 

Platzsituation in den Kindertageseinrichtungen im Kindergartenjahr 2018 / 2019:

 

 

Entwicklung der Geburtenzahlen:

 


Aktuell stehen in Lippetal bis zu 153 U3-Betreuungsplätze zur Verfügung. Diese teilen sich auf in 96 Plätze in Kindertageseinrichtungen (63 %) sowie in 57 Plätze in der Tagespflege (37 %).

Steigende Kinderzahlen U3, eine höhere Nachfrage U2 / U3, der Abbau von Zusatzplätzen sowie die geforderte Ausbauplanung von Plätzen für U2 zeigen jetzt ein Ausbauerfordernis von zunächst 70 Plätzen.

 

Ausbauplanung:

 

 

Die Ausbauten müssen so gestaltet werden, dass erforderliche Umwandlungen von Gruppenformen bedarfsgerecht und kurzfristig möglich sind. Erheblich ist bereits jetzt darauf zu achten, dass bauliche Erweiterungen des Gruppenangebotes möglich sein müssen (Anbauten, Außenfläche, u.a.).

 

 

 


Gemeinde Möhnesee

 

Platzsituation in den Kindertageseinrichtungen im Kindergartenjahr 2018 / 2019:

 

 

Entwicklung der Geburtenzahlen:

 

 

Aktuell stehen in Möhnesee bis zu 105 U3-Betreuungsplätze zur Verfügung. Diese teilen sich auf in 69 Plätze in Kindertageseinrichtungen (66 %) sowie in bis zu 36 Plätze in der Tagespflege (34 %).

Steigende Kinderzahlen U3, eine höhere Nachfrage U2 / U3, der Abbau von Zusatzplätzen sowie die geforderte Ausbauplanung von Plätzen für U2 zeigen jetzt ein Ausbauerfordernis von zunächst 75 Plätzen.

 

Ausbauplanung:

 

 

Der Ausbau muss so gestaltet werden, dass erforderliche Umwandlungen von Gruppenformen bedarfsgerecht und kurzfristig möglich sind. Erheblich ist bereits jetzt darauf zu achten, dass bauliche Erweiterungen des Gruppenangebotes möglich sein müssen (Anbauten, Außenfläche, u.a.).

 

 

 

 

 

 


Stadt Rüthen

 

Platzsituation in den Kindertageseinrichtungen im Kindergartenjahr 2018 / 2019:

 

 

Entwicklung der Geburtenzahlen:

 

 

Aktuell stehen in Rüthen bis zu 100 U3-Betreuungsplätze zur Verfügung. Diese teilen sich auf in 77 Plätze in Kindertageseinrichtungen (77 %) sowie in bis zu 23 Plätze in der Tagespflege (23 %).

Steigende Kinderzahlen U3, eine höhere Nachfrage U2 / U3, der Abbau von Zusatzplätzen sowie die geforderte Ausbauplanung von Plätzen für U2 zeigen jetzt ein Ausbauerfordernis von zunächst 50 Plätzen.

 

Ausbauplanung:

 

 

Die Ausbauten müssen so gestaltet werden, dass erforderliche Umwandlungen von Gruppenformen bedarfsgerecht und kurzfristig möglich sind. Erheblich ist bereits jetzt darauf zu achten, dass bauliche Erweiterungen des Gruppenangebotes möglich sein müssen (Anbauten, Außenfläche, u.a.).

 


Gemeinde Welver

 

Platzsituation in den Kindertageseinrichtungen im Kindergartenjahr 2018 / 2019:

 

 

Entwicklung der Geburtenzahlen:

 

 

Aktuell stehen in Welver bis zu 124 U3-Betreuungsplätze zur Verfügung. Diese teilen sich auf in 76 Plätze in Kindertageseinrichtungen (61 %) sowie in bis zu 48 Plätze in der Tagespflege (39 %).

Steigende Kinderzahlen U3, eine höhere Nachfrage U2 / U3, der Abbau von Zusatzplätzen sowie die geforderte Ausbauplanung von Plätzen für U2 zeigen jetzt ein Ausbauerfordernis von zunächst 52 Plätzen.

 

Ausbauplanung:

 

 

Die Umwandlung einer Gruppenform I in Gruppenform III im Kindergarten St. Othmar, Dinker soll nur übergangsweise zur Versorgung von Ü3-Kindern erfolgen.

 

Der Ausbau muss so gestaltet werden, dass erforderliche Umwandlungen von Gruppenformen bedarfsgerecht und kurzfristig möglich sind. Erheblich ist bereits jetzt darauf zu achten, dass bauliche Erweiterungen des Gruppenangebotes möglich sein müssen (Anbauten, Außenfläche, u.a.).


Stadt Werl

 

Platzsituation in den Kindertageseinrichtungen im Kindergartenjahr 2018 / 2019:

 

 

Voraussichtliche Platzsituation in den Kindertageseinrichtungen im Kindergartenjahr 2019 / 2020 (Berücksichtigung des neuen Standortes der Einrichtung „Abenteuerland Büderich“)

 

 

 

Entwicklung der Geburtenzahlen:

 

 

Aktuell stehen in Werl bis zu 302 U3-Betreuungsplätze zur Verfügung. Diese teilen sich auf in 201 Plätze in Kindertageseinrichtungen (67 %) sowie in bis zu 101 Plätze in der Tagespflege (33 %).

Steigende Kinderzahlen U3, eine höhere Nachfrage U2 / U3, der Abbau von Zusatzplätzen sowie die geforderte Ausbauplanung von Plätzen für U2 zeigen jetzt ein Ausbauerfordernis von zunächst 95 Plätzen.

 

 


Ausbauplanung:

 

 

 

Die Ausbauten müssen so gestaltet werden, dass erforderliche Umwandlungen von Gruppenformen bedarfsgerecht und kurzfristig möglich sind. Erheblich ist bereits jetzt darauf zu achten, dass bauliche Erweiterungen des Gruppenangebotes möglich sein müssen (Anbauten, Außenfläche, u.a.).

 

 


Gemeinde Wickede (Ruhr)

 

Platzsituation in den Kindertageseinrichtungen im Kindergartenjahr 2018 / 2019:

 

 

Entwicklung der Geburtenzahlen:

 

 

Aktuell stehen in Wickede (Ruhr) bis zu 89 U3-Betreuungsplätze zur Verfügung. Diese teilen sich auf in 64 Plätze in Kindertageseinrichtungen (72 %) sowie in 25 Plätze in der Tagespflege (28 %).

Steigende Kinderzahlen U3, eine höhere Nachfrage U2 / U3, der Abbau von Zusatzplätzen sowie die geforderte Ausbauplanung von Plätzen für U2 zeigen jetzt ein Ausbauerfordernis von zunächst 45 Plätzen.

 

Ausbauplanung:

 

 

Die Ausbauten müssen so gestaltet werden, dass erforderliche Umwandlungen von Gruppenformen bedarfsgerecht und kurzfristig möglich sind. Erheblich ist bereits jetzt darauf zu achten, dass bauliche Erweiterungen des Gruppenangebotes möglich sein müssen (Anbauten, Außenfläche, u.a.).

 


Kreisjugendamt Soest (gesamt)

 

Platzsituation in den Kindertageseinrichtungen im Kindergartenjahr 2018 / 2019:

 

 

Voraussichtliche Platzsituation in den Kindertageseinrichtungen im Kindergartenjahr 2019 / 2020 (unter Berücksichtigung der neuen Plätze in Erwitte, Geseke und Werl):

 

 

Entwicklung der Geburtenzahlen:

 

 

Unter Berücksichtigung der zusätzlichen Plätze im in Erwitte, Geseke und Werl stehen im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes Soest zum Kindergartenjahr 2019 / 2020 bis zu 1.575 U3-Betreuungsplätze zur Verfügung. Diese teilen sich auf in 1.065 Plätze in Kindertageseinrichtungen (68 %) sowie in bis zu 510 Plätze in der Tagespflege (32 %).

Insgesamt kann somit ein Platzangebot für 27,64 % der unter dreijährigen Kinder im Kindergartenjahr 2019 / 2020 in Kindertageseinrichtungen realisiert werden.

Steigende Kinderzahlen U3, eine höhere Nachfrage U2 / U3, der Abbau von Zusatzplätzen sowie die geforderte Ausbauplanung von Plätzen für U2 zeigen jetzt ein Ausbauerfordernis von zunächst 657 Plätzen.

 

Ausbauplanung:

 

 

 

Würden alle Plätze realisiert werden, ständen im Kreisjugendamtsbezirk Soest 1.298 U3-Plätze in Kindertageseinrichtungen sowie 510 Plätze in der Tagespflege zur Verfügung. Dieser Wert spiegelt eine Versorgungsquote von 46,92 % wider.

In den Kindertageseinrichtungen könnten dann 33,69 % der unter dreijährigen Kinder betreut werden.

 

Die vorgelegten Planungen für die 11 Kommunen sind bis zur Drucklegung mit den Bürgermeistern und Verantwortlichen vor Ort besprochen. Alle Bürgermeister wiesen auf erforderliche Investitionsförderungen des Bundes/ Landes noch einmal ausdrücklich hin.

 

Auch in der letzten Sitzung mit den Bürgermeistern zum Haushalt 2019 und entsprechend zur Jugendamtsumlage wurden die notwendigen Investitionen für die KITA Ausbauten be­sprochen. Erneut bekräftigten sie wie schon in den Sitzungen am 15.09.2009 und am 12.06.2016, dass infrastrukturelle Maßnahmen nach ihrem Willen nicht über die JAU oder einen Fond beim Kreisjugendamt gefördert werden sollten, sie präferieren eindeutig ihre bis­her für jeden Ort selbst finanzierten Maßnahmen. Der Einsatz in den Kommunen ist nicht nur in finanzieller Hinsicht überaus bedeutend. Abstimmungen zu neuen Baugebieten oder Ef­fekte, die andere ortsspezifische Gegebenheiten berücksichtigen, sind nur im gemeinsamen Schulterschluss zu stemmen.

 

Gespräche mit den Trägern sind terminiert. Es werden in den Gesprächen die Belegungen und Gruppenformen noch einmal gemeinsam erarbeitet.

 

Festzuhalten ist bereits jetzt, dass vorbehaltlich neu entstandener KITA Plätze bis zum August 2019 zusätzliche Aufnahmen (Zusatzplätze) unumgänglich sind. Hierzu wird in der Jugendhilfeausschusssitzung am 14.3.2019 berichtet werden im Rahmen der Beratung und Beschlussfassung zu den zu beantragenden Kindpauschalen.

 

Durch das Landesjugendamt Westfalen-Lippe wurde dem Kreisjugendamt Soest aus dem letzten Ausbauprogramm für Kinder unter und über drei Jahren eine Summe in Höhe von circa 2,1 Millionen EUR zur Verfügung gestellt. Berücksichtigt man, dass der Neubau eines Platzes in einer Kindertageseinrichtung mit Kosten von bis zu 30.000 EUR/Platz förderfähig ist, wird deutlich, dass mit einem Budget in dieser Größenordnung lediglich ein geringer Teil der notwendigen Plätze hergestellt werden kann.

 

Das Kreisjugendamt Soest hat zum 10. Januar 2018 dem Landesjugendamt Westfalen-Lippe eine Auflistung der notwendigen Neubauten und Sanierungsbauten mit einem Umfang von 8,8 Mio. EUR vorgelegt. Aus dieser Liste wurden zwei Anträge für die Gemeinde Ense sowie für die Stadt Erwitte mit jeweils 2 Gruppen bewilligt. Zudem konnte aus einem älteren Förderprogramm des Landes eine weitere Gruppe in Bad Sassendorf-Lohne realisiert werden.

 

Neben dieser Inanspruchnahme von investiven Mitteln wurde für den Ausbau einer Kindertageseinrichtung in Werl-Büderich auch ein Investor gefunden, der dort eine neue Kindertageseinrichtung mit 3 Gruppen baut. Bei einem Investorenmodell ist eine Inanspruchnahme von investiven Mitteln lediglich im Umfang von Ausstattungsmitteln vorgesehen. Hier wird neben den Kindpauschalen ein Zuschuss zu den Mietkosten gewährt.

 

Nach öffentlicher Verlautbarung des Landes und der kommunalen Spitzenverbände von Januar 2019 soll jeder erforderliche Platz finanziert werden. Im vergangenen Jahr sind dem Kreisjugendamt nach dem Schlüssel vom 31.12.2015  2,1 Mio. EUR zur Verfügung gestellt worden.


 

Gegenwärtig ist die Erwartung, dass alle erforderlichen Platzausbauten finanziert werden. Differenziert betrachtet bedeutet dieses jedoch ab 2020 nur, dass jährlich 115 Mio. EUR zuzüglich möglicher Haushaltsreste für die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen bereit stehen – vorbehaltlich der Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes und des jeweiligen Landeshaushalts.

 

Zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage liegt noch keine differenzierte Rückmeldung zu weiteren Investitionsmitteln für das Kreisjugendamt vor.

 

Festzuhalten ist, dass aus den 2,1 Mio. aus dem Jahr 2018 noch ca. 430.000 EUR zur Verfügung stehen, die in Bezug auf die Sitzung des Ausschusses vom 13.03.2018 dem Winkelgebäude in Erwitte zugeteilt werden.

 

Nach persönlichen Gesprächen mit dem Landesjugendamt Anfang 2019 in Münster, wird das Land 124 Mio. EUR für 2019 bereitstellen, die auf die Jugendämter in Nordrhein Westfalen verteilt werden.

Das Landesjugendamt hat in Aussicht gestellt, im Vorgriff auf diese neuen Finanzmittel den Umbauantrag des Trägers für das Winkelgebäude entsprechend den Richtlinien zu bezuschussen, da dieser Antrag schon in 2018 mit angemeldet war.

 

 

Fazit Ausbauplanung

 

Die stetig wachsende Anzahl der Kinder, für die eine Kindertagesbetreuung von den Eltern angemeldet wird, erfordert eine dynamische Planung und Einsatz aller Beteiligten.

Planungen und Aufträge zum (weiteren) Abbau der zusätzlichen Plätze, Anforderungen aus veränderten oder erweiterten Gesetzen z. B. jetzt des gute KITA Gesetzes oder des sich im Veränderungsprozess befindlichen KiBiZ werden weitere Anpassungen erforderlich machen.

 

 

Auswirkungen auf die Betriebskosten

 

Mit dem Ausbau und der den Bedarfen angepassten Gruppenformen gehen Auswirkungen auf die Betriebskosten einher.

Für den jetzt vorgelegten Planungsstand ergeben sich auf der Grundlage des geltenden KiBiz folgende Auswirkungen:

 

Ausgehend von einer dreigruppigen Einrichtung mit den Gruppenformen I, II und III mit jeweils 35 Stunden lassen sich vereinfacht die Betriebskostenzuschüsse pro Platz wie folgt darstellen:

 

 

 

mit Mietförderung (Investor)

Ohne Mietförderung

Betriebskostenzuschuss ca.

7.700 EUR

6.800 EUR

./. Landeszuschüsse ca.

3.500 EUR

3.100 EUR

Anteil Kreis

4.200 EUR

3.700 EUR

 

Die tatsächlichen Betriebskostenzuschüsse sind abhängig von den Gruppenformen, den Stundenbuchungen, den jeweiligen Trägern der Einrichtung sowie der Kostenentwicklung der Platzpauschalen.

 


 

Kriterien für den weiteren Ausbau

 

Die Beratung und Beschlussfassung mit weiteren Ausbaumaßnahmen ist angezeigt. Für eine gegebenenfalls erforderliche Priorisierung im Ausschuss werden folgende Eckpunkte vorgeschlagen:

 

  • Ist Kinderzahl
  • Vorhandene Infrastruktur
  • Entwicklung der Orte
  • Versorgung der Ü3 Kinder
  • Nachfragewert U3