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Vorlage - 191/2018  

 
 
Betreff: Mobile Jugendarbeit in Anröchte und Bad Sassendorf
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsvorlage - öffentlich
Im Auftrag / In Vertretung:Im AuftragAktenzeichen:51.40.20
Federführend:51 Jugend und Familie   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Kenntnisnahme
22.11.2018 
18. Sitzung des Jugendhilfeausschusses zur Kenntnis genommen   

Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
17 12 20 Antrag Anröchte  
18 06 12 Antrag Bad Sassendorf  

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Höhe der gesamten finanziellen Auswirkungen:

31.167,00 € (ab 2020: 44.000,00€)

Produkt:

06-51-50

x

Die erforderlichen Mittel sind im Produkt eingeplant.

 

Die erforderlichen Mittel sind teilweise im Produkt eingeplant, eine Deckung erfolgt durch:

 

Die erforderlichen Mittel sind nicht eingeplant.

Erläuterungen:

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Zusammenfassung

 

Durch das im Jahr 2011 vom Jugendhilfeausschuss in Auftrag gegebene Projekt „Jugend braucht Lebensräume“ hat das Kreisjugendamt Soest den Bedarf der aufsuchenden Jugendarbeit in allen Kommunen festgestellt, um den heutigen Herausforderungen des Erwachsenwerdens in öffentlicher Verantwortung gerecht zu werden.

 

Die Kommunen Anröchte und Bad Sassendorf haben jeweils einen Antrag (20.12.2017 und 08.06.2018) auf Finanzierung einer halben Stelle der aufsuchenden Jugendarbeit ab dem Haushaltsjahr 2019 gestellt.

 

Die Mittel werden innerhalb des verabschiedeten  Kinder- und Jugendförderplans 2015-2020 des Kreises Soest zur Verfügung gestellt.


Sachdarstellung

 

Das einjährige Projekt im Jahr 2011 „Jugend braucht Lebensräume“ in den Zuständigkeitskommunen des Kreisjugendamtes Soest zeigte in der Evaluation erfolgs-versprechende Wirkungen. Der Jugendhilfeausschuss entschied nach dem Projekterfolg möglichst in jeder Kommune aufsuchende Jugendarbeit im Rahmen des Kinder- und Jugendförderplans zu installieren.

 

Die aktuellen Herausforderungen des Erwachsenwerdens bestätigen diese Ausrichtung der Jugendhilfe nach wie vor. Süchte, Identitätsentwicklung, gesellschaftliche Werte und Normen sowie politische Extreme sind nur einige Themen mit denen die jungen Menschen heute in einer immer stärkeren Intensität konfrontiert werden. Insbesondere die Form der veränderten Gewaltbereitschaft ist zu erwähnen.

 

Einen Antrag auf Förderung einer 0,5 Vollzeitäquivalente (VZÄ) für mobile Jugendarbeit und die Bereitstellung der Verfügungspauschale ab 01.01.2019 stellte die Gemeinde Anröchte am 20.12.2017.

 

Die Gemeinde Bad Sassendorf erprobt in einem einjährigen Projekt seit Sommer 2018 ein abgestimmtes Gesamtkonzept (Gemeinde, Polizei, Ordnungsamt, Kreisjugendamt) aus Repression und Prävention, um den örtlichen Problemlagen zu begegnen. In diesem Kontext wurden die Betriebskosten für eine 0,5 VZÄ aufsuchende Jugendarbeit durch die Schwerpunkte des aktuellen Kinder- und Jugendförderplans des Kreises Soest bereitgestellt. Damit dieses Angebot dauerhaft finanziert werden kann, stellte die Gemeinde Bad Sassendorf am 08.06.2018 einen Antrag auf Etablierung dieser infrastrukturellen Maßnahme.

 

In den Anträgen werden die persönlichen Herausforderungen der jungen Menschen sowie die damit verbundenen örtlichen Problemlagen dargestellt.

 

Das Kreisjugendamt Soest befürwortet ausdrücklich die Etablierung der aufsuchenden Jugendarbeit in allen Kommunen, um den Ansprüchen des Aufwachsens in öffentlicher Verantwortung nachzukommen.

 

Die Mittel werden innerhalb des aktuellen verabschiedeten Kinder- und Jugendförderplans 2015-2020 des Kreises Soest zur Verfügung gestellt:

 

Kommune

Stellenumfang

Betriebskosten

Verfügungs-pauschale

Anröchte

0,5 VZÄ

17.500,00 €

4.500,00 €

Bad Sassendorf (ab 08/19)

 

ab 2020

0,5 VZÄ

7.292,00 €

 

17.500,00 €

1.875,00 €

 

4.500,00 €

 

 

Der Jugendhilfeausschuss beschloss in seiner letzten Sitzung der Stadt Erwitte einen Zuschuss für die aufsuchende Jugendarbeit ab Oktober 2018 aus nicht verausgabten Betriebskosten im Rahmen des Kinder- und Jugendförderplans 2015-2020 zu gewähren. Mit Schreiben vom 17.07.2018 zog die Stadt Erwitte ihren Antrag zurück.


 

Damit wird in 9 Kommunen mit insgesamt 6,5 VZÄ aufsuchende Jugendarbeit bezuschusst. Hinzu kommen 14,25 VZÄ in Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in den Zuständigkeitskommunen des Kreisjugendamtes Soest.