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Vorlage - 183/2018  

 
 
Betreff: Fahrzeugübersicht Abteilung Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsvorlage - öffentlich
Im Auftrag / In Vertretung:In VertretungAktenzeichen:38.00
Federführend:38 Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen Kenntnisnahme
26.11.2018 
16. Sitzung des Ausschusses für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen (offen)   

Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Höhe der gesamten finanziellen Auswirkungen:

 

Produkt:

 

 

Die erforderlichen Mittel sind im Produkt eingeplant.

 

Die erforderlichen Mittel sind teilweise im Produkt eingeplant, eine Deckung erfolgt durch:

 

Die erforderlichen Mittel sind nicht eingeplant.

Erläuterungen:

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Zusammenfassung

Mit der nachfolgenden Übersicht stellt die Abteilung Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz die von dort unterhaltenen Fahrzeuge vor.

Die Aufstellung wird in der Ausschusssitzung durch eine Präsentation ergänzt.

 

Im Rahmen der Aufstellung des Haushalts 2019 ff. hat der Kreisbrandmeister weitere Fahrzeugbedarfe angemeldet:

 

  • Die vorgezogene Ersatzbeschaffung eines Gerätewagens für die Informations- und Kommunikations (IuK) für 120.000 €.
  • Die Anschaffung von Quads für 45.000 €.

 

Die in der Sachdarstellúng dargelegten Beschaffungsvorhaben wird der Kreisbrandmeister in der Ausschusssitzung ergänzend begründen.


Sachdarstellung

 

1.Fahrzeugübersicht

 

Nachfolgend die Übersicht über die in den verschiedenen Bereichen der Abteilung Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz unterhaltenen Fahrzeuge bzw- Fahrzeugkomponenten.

 

Die Aufstellung wird in der Ausschusssitzung durch eine Präsentation ergänzt.

 

 

Produkt 02.38.10 - Katastrophenschutz

 

 

 

Fahrzeuge

Standort

Anschaffungs-jahr

 

Kaufpreis

 

Nutzungs-dauer

(in Jahren)

geplante Neu-beschaffung

Landesfahrzeuge

Vom Land beschafft

 

 

 

AB-MANV

(Abrollbehälter für den Massenanfall von Verletzen und Erkrankten)

Rettungszentrum

(vom Land zur Verfügung gestellt)

2005

ca. 250.000 €

15

Wird aktuell konzeptionell neu bewertet

AB-V-DEKON

(Abrollbehälter zur Dekontamination von Verletzten)

Rettungszentrum

(vom Land zur Verfügung gestellt)

2013

ca. 250.000 €

15

 

 

 

Produkt 02.38.90 - Rettungsdienst

 

 

 

 

Fahrzeuge

Anzahl

Reserve

Nutzungsdauer (in Jahren)

Kaufpreis (ca.)

Notarzteinsatzfahrzeug (NEF)

5

1

7

84.000 €

Rettungswagen (RTW)

14

4

6

165.000 €

Krankentransportwagen (KTW)

7

2

6

133.000 €

Gerätewagen Werkstatt (GW-W)

Spezialfahrzeug für die Über-prüfung der Medizinprodukte; Mitnutzung für die Auslieferung von Material für die Wachen

1

 

nutzungs-abhängig

76.000 €

Mannschaftstransportwagen (MTW)

2

 

nutzungs-abhängig

 

35.000 €

 

 

Produkt 02.38.91 - Kreisleitstelle

 

 

 

 

Fahrzeuge

Anzahl

Nutzungdauer

Kaufpreis

Mannschaftstransportwagen (MTW)

1

nutzungs-

abhängig

 

25.500 €

(gebraucht)


Produkt 02.38.50

Feuerschutz

 

 

 

Fahrzeuge

Standort

Anschaffungs-jahr

 

Kaufpreis

Nutzungs-dauer

(in Jahren)

geplante Neu-beschaffung

ELW1 - Einsatzleitwagen 1                                                     

(Einsatzleitfahrzeug mit Kommunikationsmitteln und anderer Ausrüstung

- zur Anfahrt sowie Erkundung von Einsatzstellen,

- zur Führung von taktischen Einheiten,

- zum Führen von Verbänden mit Führungsgehilfen (ohne Stabsführung).)

Mobile Sirene

Rettungszentrum

2012

114.000 €

 

 

15

2027

ELW2 - Einsatzleitwagen 2                                    

(Einsatzleitfahrzeug mit Kommunikationsmitteln und anderer Ausrüstung zum Führen taktischer Einheiten:

- als Hilfsmittel zum Führen von Verbänden mit Führungsgehilfen und

stabsmäßiger Führung

- als Führungsmittel bei Großschadenslagen (Technische Einsatzleitung TEL).)

Rettungszentrum

2001

138.000 €

15

2018

Messleitfahrzeug - West                                    

(Fahrzeug dient der Führung und Zusammenfassung/ Auswertung der Erkundungsergebnissen von bis zu 5 eingesetzten ABC Erkundungsfahrzeugen. Weiterhin ist zusätzliches Gerät und PSA (Persönliche Schutzausstattung)  für einen Gefahrguteinsatz verlastet.)

FW Werl

2010

102.000 €

15

2025

Messleitfahrzeug - Ost                                    

(Fahrzeug dient der Führung und Zusammenfassung/ Auswertung der Erkundungsergebnissen von bis zu 5 eingesetzten ABC Erkundungsfahrzeugen.)

FW Anröchte

2012

102.000 €

15

2027

KdoW Kommandowagen                           

(Einsatzleitfahrzeug zur Anfahrt sowie Erkundung von Einsatzstellen. PKW mit geschlossenem, serienmäßigem Aufbau ohne Trennwand zwischen Fahrer- und Mannschaftsraum.)

Dienstfahrzeug Kreisbrandmeister

 

 

 

(alter) KdoW (Kreisbrandmeister)

2010

42.000 €

 

 

 

2001

20.000 €

10

 

 

 

 

10

2020

 

 

 

 

-/-

Gerätewagen luK

(Fahrzeug der Informations- und Kommunikations-Gruppe mit Material für den ELW 2.)

Bad Sassendorf und Weslarn

2009

77.000 €

15

2024

AB- Strom

Rettungszentrum

2018

ca. 250.000 €

15

2033

AB- Schwere technische Hilfe

Rettungszentrum

2019

ca. 425.000 €

15

2033

 

 

 

 

 

Produkt 02.38.86 - Kreisfeuerwehrzentrale

 

 

 

Fahrzeuge

Standort

Anschaffungs-jahr

 

Kaufpreis

Nutzungs-dauer

(in Jahren)

geplante Neu-beschaffung

Wechselladerfahrzeug

Rettungszentrum

2006

150.000 €

 

15

2021

Wechselladerfahrzeug

Rettungszentrum

2011

200.000 €

 

15

2026

AB-Universal

Geschlossener Abrollbehälter zum Transport von Einsatzmitteln (Schläuche etc.)

Rettungszentrum

2007

55.000 €

15

2022

AB-Kranmulde

Mulde mit kleinem Kran

Rettungszentrum

2012

86.000 €

 

15

2027

AB-Atemschutz

Rettungszentrum

2016

100.000 €

 

10

2027

Sprinter (Atemschutzverbund)

U.a. Auslieferfahrten in der Abteilung 38

Rettungszentrum

2017

46.000 €

 

 

Leasing

(4 Jahre)

 

 

 


2. Ergänzende Beschaffungsvorhaben

 

Der Kreisbrandmeister hat im Rahmen der Anmeldung der Haushaltsmittel für 2019 ff. zwei Beschaffungsvorhaben eingebracht:

 

  • Den vorgezogenen Ersatz des Gerätewagens der Informations- und Kommunikationstechnik (GW IuK); Produkt 02.38.50 Feuerschutz mit 120.000 €.
     
  • Die Beschaffung von Quads für den Katastrophenschutz; Produkt 02.38.10 Katastrophenschutz mit 45.000 €.

 

Der Kreisbrandmeister wird in der Ausschusssitzung zu den beiden Vorhaben ergänzend ausführen.

 

 

2.1Der vorgezogene Ersatz des Gerätewagens der Informations- und Kommunikationstechnik (GW IuK)

 

Der Kreis Soest unterhält nach dem Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und

den Katastrophenschutz (BHKG) § 4 (1) Einrichtungen (auch Fahrzeuge) soweit ein überörtlicher Bedarf besteht. Danach wird auch der Einsatzleitwagen 2 (ELW 2) des Kreises Soest vorgehalten.

 

Der ELW 2 dient bei größeren Schadensereignissen und Großschadenslagen dem Einsatzstab als Kommunikations- und Führungsmittel. Der Gerätewagen IuK führt dabei unter anderem als Trägerfahrzeug feuerwehrtechnisches Gerät zum Betrieb des Einsatzleitwagens 2 und ist Bestandteil des Fernmeldezuges auf Kreisebene.

 

Daraus ergibt sich, dass beide Komponenten, wie ELW 2 und GW – IuK, bei größeren Schadensklagen gleichzeitig an der Einsatzstelle eintreffen sollen. Während die erforderliche Mannschaft von festgelegten Feuerwehren des Kreises Soest gestellt wird, ist weiterhin die dauerhafte Vorhaltung geeigneter Fahrzeugtechnik erforderlich.

 

Dazu hat der Kreis Soest im Jahre 2009 einen Gerätewagen Information- und Kommunikation (GW-IuK) beschafft. Er ist auf Basis eines VW Crafters - mit Plane und Spriegel sowie einer Ladebordwand – ausgestattet und mit der bereits genannten Feldkabeltechnik, einem Schnelleinsatzzelt für den Einsatzstab sowie entsprechender Ausstattung beladen.

 

Aufgrund der in der Vergangenheit gemachten Einsatzerfahrungen stellt sich der jetzige Gerätewagen IuK wegen seiner geringen Zuladungsmöglichkeit als nicht mehr zweckmäßig heraus. Nach den erweiterten konzeptionellen Überlegungen soll der GW – IuK zusätzlich Notstromaggregate und mobile Relaisstellen als Redundanz für Stromausfälle, und damit verbunden Kommunikationsausfälle, transportieren und betreiben. Diese sind in Rollcontainern verlastet. Dazu werden weitere Kapazitäten für den Kabelbau und die Anpassung an die tatsächliche Mannschaftsstärke der IuK-Gruppe benötigt.

Diese Notwendigkeiten lassen sich mit dem bisherigen Fahrzeug nicht mehr realisieren. Daraus resultiert das Erfordernis der Ersatzbeschaffung eines Logistikfahrzeuges mit einer erweiterten Zuladungsmöglichkeit.

 

Aufgrund dieser beschriebenen Rahmenbedingungen sind nachfolgende Punkte zwingend erforderlich.

 

  1. Die  - vorgezogene – Ersatz-Beschaffung eines Logistikfahrzeuges mit einer Zuladung von mindestens 7,5 Tonnen.

 

  1. Die permanente Sicherstellung der Einsatzbereitschaft durch eine schnelle Alar-mierung sowie Verfügbarkeit durch das Unterstellen bei einer Feuerwehreinheit (vorgesehener Standort: Feuerwehr Bad Sassendorf, Löschgruppe Weslarn).

 

  1. Die Sicherstellung der Prüfung und Wartung der einzelnen auf dem Fahrzeug verlasteten Gerätschaften durch die örtliche Feuerwehreinheit.

 

  1. Die Sicherstellung des Ausbildungs- und Übungsbetriebes durch die zuständige Feuerwehreinheit in Verbindung mit der IuK des Kreises Soest.

 

Nur durch die Umsetzung der oben genannten Maßnahmen ist eine schnelle und effektive Übernahme der Einsatzleitung durch den Einsatzstab des Kreises im Einsatzfall möglich. Dabei ist der Gerätewagen IuK als Teilkomponente des Fernmeldezuges anzusehen.

 

Das vorhandene Fahrzeug sollte als Zusatzfahrzeug für den Katastrophenschutz und dort für besondere Einsatzlagen als Zubringerfahrzeug zur Verfügung gestellt werden. Der Standort würde am Rettungszentrum gewählt.

 

 

2.2 Beschaffung von Quads auf Kreisebene

 

Aufgrund der in der Vergangenheit gemachten Einsatzerfahrungen wird die Beschaffung von zwei sogenannten Quads als erforderlich angesehen. Um dabei eine gewisse Wirtschaftlichkeit darzustellen, sollen diese Kraftfahrzeuge für mehrere Aufgaben auf Kreisebene eingesetzt werden können. Dies sind unter anderem der Einsatz innerhalb des Fernmeldezuges, der 5. Feuerwehrwehrbereitschaft auf Bezirksebene, zur Unterstützung des Veterinärdienstes (z.B. afrikanische Schweinepest), Großveranstaltungen innerhalb des Kreisgebietes sowie zum allgemeinen Einsatz auf Kreisebene.

 

Auf Grundlage des Konzeptes des Innenministeriums „Vorgeplante überörtliche Hilfe im Brandschutz und der Hilfeleistung durch Feuerwehren im Land Nordrhein - Westfalen

(Ausgabe 4. Juli 2017) und den Absprachen innerhalb der 5. Bereitschaft des Regierungsbezirks Arnsberg (Kreis Unna, Stadt Hamm, Kreis Soest) wurden die Einheiten dem Zweck der Einsatzaufgaben angepasst und erweitert. Dies führt auch dazu, dass kommunale Fahrzeuge zu der Aufgabenerfüllung herangezogen werden können, soweit der Grundschutz nicht gefährdet ist.  Es wurde intern vereinbart, dass jede Gebietskörperschaft hier zusätzliches Material bzw. Ausrüstungen vorhält. Der Kreis Unna beschafft z.B. für die gesamte 5. Bereitschaft 150 Betten.

 

Die sogenannten Quads dienen dabei dem Personen- und Materialtransport und können beispielsweise zur Durchführung von Erkundungsaufträgen in unwegsamem Gelände eingesetzt werden. Dabei ist einer der größten taktischen Vorteile die Geländegängigkeit dieser Kraftfahrzeuge, die zurzeit durch kein anderes Einsatzfahrzeug im Kreisgebiet abgedeckt wird. Diese Fähigkeit ist insbesondere in den waldreichen Einsatzgebieten im südlichen Kreisgebiet zur Bewältigung von Einsatzlagen erforderlich.

 

Beispiele der Einsatzmöglichkeiten von Quads:

 

-          Erkundung bei Waldbränden sowie bei allgemeinen Schadensmeldungen in unwegsamem Gelände.

-          Sucheinsätze vermisster Personen.

-          Hochwassereinsätze (Befahren von Dammanlagen aufgrund der kompakten und leichten Bauweise).

-          Unterstützung Veterinärdienst in unwegsamen Geländen.

-          Übernahme von Meldertätigkeiten.

-          Materialtransport bei Großveranstaltungen im Rahmen von Brandsicherheitswachen.

 

Die Quads werden Bestandteil der IuK des Kreises Soest und sollen bei der FF Geseke stationiert, gepflegt und gewartet werden. Die Einhaltung der Werkstattintervalle, Reparaturen werden kostentechnisch vom Kreis Soest übernommen und organisatorisch von der FF Geseke veranlasst. Das Personal wird regelmäßig geschult und übt den Umgang mit den Quads. Das Zugfahrzeug für die Quads wird von der FF Geseke gestellt. Durch die Kombination der Stellung von Einsatzkräften einer kommunalen Feuerwehr mit Zugfahrzeug und der Stellung der Gerätschaft – Quads durch den Kreis Soest - führt dies zu gewünschten Synergien. Die Wirtschaftlichkeit ist bei dieser Lösung erkennbar.

 

Aufgrund dieser beschriebenen Rahmenbedingungen sind nachfolgende Punkte bei der Vorhaltung der Quads zwingend erforderlich:

 

  1. Beschaffung von zwei Quads in einer zielführenden Größe und ausreichender Motorisierung.

 

  1. Beschaffung eines Trailers zum gleichzeitigen Transport beider Quads durch Zugfahrzeuge der zuständigen Feuerwehreinheit.

 

  1. Permanente Sicherstellung der Einsatzbereitschaft durch eine schnelle Alarmierung sowie Verfügbarkeit durch das Unterstellen bei einer geeigneten Feuerwehreinheit (Feuerwehr im südlichen Kreisgebiet).

 

  1. Sicherstellung der Prüfung und Wartung der einzelnen, auf dem Fahrzeug verlasteten Gerätschaften, durch die örtliche Feuerwehreinheit.

 

  1. Sicherstellung des Ausbildungs- und Übungsbetriebes durch die zuständige Feuerwehreinheit.

 

  1. Vorhaltung von geeigneter persönlicher Schutzausrüstung für die mit den Quads tätig werdenden Einsatzkräfte.

 

Durch die Umsetzung der oben genannten Maßnahmen ist eine schnelle und effektive Hilfeleistung in unwegsamem Gelände des Kreisgebietes im Einsatzfall möglich. Dabei sind beide Quads als Teilkomponenten des Fernmeldezuges sowie der 5. Feuerwehrbereitschaft anzusehen

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