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Vorlage - 179/2018  

 
 
Betreff: Standort des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Westfalen (CVUA-Westfalen)
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsvorlage - öffentlich
Federführend:Dez. 03 - Ordnung, Bau, Immobilien, Kfz und Straßen   
Beratungsfolge:
Kreisausschuss Kenntnisnahme
11.10.2018 
19. Sitzung des Kreisausschusses zur Kenntnis genommen   
Kreistag Kenntnisnahme
30.10.2018 
20. Sitzung des Kreistages zur Kenntnis genommen   

Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Höhe der gesamten finanziellen Auswirkungen:

 

Produkt:

 

 

Die erforderlichen Mittel sind im Produkt eingeplant.

 

Die erforderlichen Mittel sind teilweise im Produkt eingeplant, eine Deckung erfolgt durch:

 

Die erforderlichen Mittel sind nicht eingeplant.

Erläuterungen:

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Zusammenfassung:

 

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Westfalen (CVUA-Westfalen), bisher an den Standorten Arnsberg, Bochum, Hagen und Hamm ansässig, beabsichtigt ein neues, zentrales Laborgebäude für die chemischen und veterinär-medizinischen Untersuchungen mit Platz für etwa 200 Mitarbeiter /-innen zu bauen.

Die gutachterliche Empfehlung sprach sich für einen Neubau aus. 32 Grundstücke (darunter 4 aus Werl, 2 aus Lippetal und 1 aus Ense) wurden von Kommunen aus dem Regierungsbezirk Arnsberg  angeboten. Nach intensiver Prüfung entschied sich der Verwaltungsrat für das Grundstück – „Holzwickede, Ecoport“ in der Nähe des Flughafens zu einem Gesamtpreis von 1.273.000€ . Die Finanzierung erfolgt über vorhandene Rücklagen der AöR.

 


Sachdarstellung:

 

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Westfalen (CVUA-Westfalen) wurde zum 01.01.2014 als Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR)  mit Sitz in Bochum gegründet. Es ist entstanden aus den ehemaligen kommunalen chemischen Untersuchungsämtern der Städte Dortmund, Bochum, Hagen und Hamm sowie dem ehemaligen Staatlichen Veterinäruntersuchungsamt Arnsberg. Der Kreistag hat am 18.12.2013 den Eintritt des Kreises Soest in die AöR beschlossen (Vorlage-Nr: 47/2013).

 

Träger sind die Städte und Kreise des Regierungsbezirks Arnsberg sowie das Land NRW. Der Kreis Soest hält einen Anteil von 4,55% des Stammkapitals und hat im Verwaltungsrat  1 von 22 Stimmen (so auch die anderen Kommen / der Anteil des Landes beträgt 50%). An den vier Standorten Arnsberg, Bochum, Hagen und Hamm werden amtliche Untersuchungen von Lebensmitteln, kosmetischen Mitteln, Bedarfsgegenständen und Futtermitteln sowie von Proben aus dem Gebiet der Tiergesundheit durchgeführt. Das CVUA-Westfalen hat zurzeit insgesamt etwa 200 Mitarbeiter / -innen.

 

In den Regierungsbezirken Detmold, Düsseldorf, Münster und Köln wurden die an mehreren Standorten tätigen CVUÄ bereits an einem Standort im jeweiligen Regierungsbezirk zusammengeführt. Auch in der o.g. Beschlussvorlage 47/2013 an den Kreistag wurde bereits darauf hingewiesen, dass beabsichtigt ist, die AöR spätestens zum 01.01.2025 an einem Standort zusammen zu führen. Dabei sollen wirtschaftliche Kriterien im Vordergrund stehen.

 

Der Verwaltungsrat des CVUA-Westfalen hat den Vorstand vor diesem Hintergrund am 18.11.2015 beauftragt, ein Standort-Gutachten unter Berücksichtigung der vorhandenen Gebäude auszuschreiben.

 

Die gutachterliche Empfehlung sprach sich für einen Neubau aus. Der Verwaltungsrat des CVUA-Westfalen hat sich dieser Empfehlung angeschlossen.

In der Verwaltungsratssitzung am 20.12.2017 wurde beschlossen, dass eine Zusammenführung der vier Standorte auf einen neuen Standort erfolgen soll, an dem bis spätestens 2025 ein Neubau errichtet wird.

 

Nunmehr soll ein neues Laborgebäude für die chemischen und veterinär-medizinischen Untersuchungen mit Platz für etwa 200 Mitarbeiter /-innen gebaut werden. Die geographische Lage eines neuen Standorts spielt eine große Rolle. Nach Angaben des beauftragten Gutachters, Fa. Carpus+Partner AG, Aachen, soll das Grundstück etwa 10.000 qm groß und erweiterbar sein; das Gebäude sollte eine Brutto-Grundfläche (BGF) von gut 13.400 qm aufweisen. Das Investitionsvolumen liegt nach derzeitiger Kalkulation bei etwa 40 Mio. Euro brutto. Die weitere Entwicklung der Baukosten bleibt abzuwarten.

 

In der Verwaltungsratssitzung am 18. April 2018 wurden mögliche Grundstücke anhand eines Kriterienkatalogs miteinander verglichen und gewichtet.

 

Das Hauptaugenmerk lag neben der Wirtschaftlichkeit  auf einer guten Verkehrsanbindung / Erreichbarkeit und einer möglichst gleichmäßigen Entfernung von den bestehenden Standorten. Dabei wurden sowohl die Fahrzeiten in Minuten als auch die Entfernungen in Kilometern berücksichtigt. Als Ausschlussgrößen wurden eine Fahrzeit von mehr als 45 min und eine Entfernung von mehr als 55 km (jeweils ausgehend von den bestehenden Standorten) gewählt.

 

Von 32 Grundstücken (darunter 4 aus Werl, 2 aus Lippetal sowie 1 aus Ense)  besichtigte eine Auswahlkommission unter Beteiligung des Vorstands, Mitgliedern des Verwaltungsrats, Vertretern des Personalrats und einem Tierarzt 4 Grundstücke im Kreis Unna. Im Ergebnis kamen nach übereinstimmender Meinung nur noch die beiden Grundstücke – „Holzwickede, Ecoport“ in der Nähe des Flughafens und „Unna, Östliche Erweiterung“ – für einen Neubau in die nähere Wahl.

 

Intensiv wurden aber auch die Vor- und Nachteile eines möglichen Anbaus an das Gebäude in Arnsberg sowie die weiteren von Staatssekretär Dr. Bottermann festgelegten Kriterien diskutiert (siehe dazu Protokoll des UmwA vom 28.06.2018).

 

Es stellt sich heraus, dass die Alternative „Neubau“ wirtschaftlich vorteilhafter ist. Die etwas höheren Investitionskosten beim Neubau werden durch die geringeren Nutzungskosten aufgewogen, so dass sich in der Betrachtung eines Lebenszyklus von 50 Jahren ein finanzieller Vorteil von 1,99 Mio € netto ergibt.

 

Mittlerweile hat der Verwaltungsrat des CVUA beschlossen, wegen der dort vorhandenen Erweiterbarkeit, das Grundstück in Holzwickede zu einem Gesamtpreis von 1.273.000€  zu erwerben. Die Finanzierung erfolgt über vorhandene Rücklagen der AöR.

 

Da in der Bauphase Mieten (1.580.000€) und Nebenkosten (788.000€)  der 4 bisherigen Standorte weiterhin anfallen und gleichzeitig Auszahlungen für das Bauprojekt fällig werden, entstehen in diesem Zeitraum zusätzliche  Zinsaufwendungen für aufzunehmende Kredite. Anschließend wird die Finanzierung des Neubaus nach derzeitigem Stand nach Aussagen des Gutachters ohne eine wesentliche Erweiterung des Wirtschaftplans möglich sein.

 

Der UmwA ist zuletzt am 13.02.2018 und 20.06.2018 informiert worden.