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Vorlage - 130/2017  

 
 
Betreff: Bericht zur örtlichen Planung Alter und Pflege 2017/18
Vorstellung der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage - öffentlich
Im Auftrag / In Vertretung:Im Auftrag
Federführend:50 Soziales   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Soziales Kenntnisnahme
08.06.2017 
10. Sitzung des Ausschusses für Soziales      

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
Anlage 1 zu TOP 3  

Der Ausschuss für Soziales nimmt den Bericht zur örtlichen Planung Alter und Pflege 2017/18 zustimmend zur Kenntnis.

 

 


 

Höhe der gesamten finanziellen Auswirkungen:

 

Produkt:

 

 

Die erforderlichen Mittel sind im Produkt eingeplant.

 

Die erforderlichen Mittel sind teilweise im Produkt eingeplant, eine Deckung erfolgt durch:

 

Die erforderlichen Mittel sind nicht eingeplant.

Erläuterungen:

 

 

 


Zusammenfassung

 

Der Entwurf des Berichtes zur örtlichen Planung Alter und Pflege im Kreis Soest für die Jahre 2017 und 2018 liegt vor. Die Konferenz Alter und Pflege hat den Bericht am 26.04.2017 einstimmig zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Bericht und die darin enthaltenen Handlungsempfehlungen sind jetzt abschließend im Ausschuss für Soziales zu beschließen.

 


Sachdarstellung

 

Mit dem Stichtag 15.12.2015 fand die Erhebung des Kreises Soest für die örtliche Planung 2017/18 statt. Diese erfolgt nach dem Beschluss des Ausschusses für Soziales vom 16.11.2015 als Fortführung der kommunalen Pflegeplanung in Anbindung an die Erhebung des Landesbetriebes Information und Technik (IT.NRW) alle 2 Jahre mit dem einheitlichen Stichtag 15.12. des Erhebungsjahres. Die Daten der Pflegestatistik gem. § 109 SGB XI werden durch zwei Zusatzerhebungsbögen jeweils für die ambulante und die stationäre Pflege ergänzt.

 

Die Daten sind ausgewertet, die Städte und Gemeinden wurden beteiligt und gebeten, ihre spezifischen örtlichen Belange in die Formulierung der Handlungsempfehlungen einzubringen. Unter Berücksichtigung dieser Rückmeldungen sind in der Arbeitsgruppe ambulante und stationäre Pflege der Konferenz Alter und Pflege die Handlungsempfehlungen zur Sicherung und Weiterentwicklung der Pflegeinfrastruktur erarbeitet worden.

Der Entwurf des Berichtes zur örtlichen Planung Alter und Pflege 2017/18 ist am 26.04.2017 in der Konferenz Alter und Pflege diskutiert und in den Punkten Erstgutachten und grafische Darstellung der Leerstände verändert worden. Weiterhin wurden in der Konferenz Alter und Pflege das fehlende Angebot an kleinen, bezahlbaren und barrierefreien Wohnungen und die Stärkung der qualifizierte Pflegeberatung in allen Städten und Gemeinden im Kreis Soest bzw. deren Anpassung an die demographische Entwicklung erörtert.

Die Konferenz Alter und Pflege hat den Bericht zur örtlichen Planung Alter und Pflege 2017/18 einstimmig zustimmend zur Kenntnis genommen worden.

Der Bericht ist als Anlage beigefügt.

 

Handlungsempfehlungen 2017/18

 

Pflege

 

  • vollstationäre Dauerpflegeeinrichtungen:
    kein weiterer Ausbau; vorhandene Einrichtungen sollten möglichst bald, spätestens jedoch bis zum 31.07.2018 eine Bescheinigung nach §11 Abs. 3 APG erwerben, die dann Voraussetzung für den Erhalt des Pflegewohngeldes ist
  • ambulante Pflege:
    quartiersbezogen und in Trägervielfalt anbieten, um den Pflegebedürftigen ausreichende Wahlmöglichkeiten zu eröffnen; die Kennzahl Pflegebedürftige pro Vollzeitkraft soll sich nicht weiter verschlechtern
  • Tagespflege:
    weiterer Ausbau nur mit dem Ziel einer besseren räumlichen Verteilung über das Kreisgebiet und in Trägervielfalt, um eine wohnortnahe Versorgung und ausreichende Wahlmöglichkeiten zu gewährleisten
  • solitäre / separate Kurzzeitpflege:
    in Anbindung an Krankenhäuser oder Einrichtungen mit umfassendem Leistungsangebot ausbauen, um das Klientel derer, die nach einem Krankenhausaufenthalt noch nicht unmittelbar in ihre eigene Wohnung zurückkehren können, vorübergehend in der Kurzzeitpflege versorgen zu können
  • Auslegen der Broschüre über die Pflegeberatung in verschiedenen Sprachen z.B. in Arztpraxen

 

Wohnen im Alter

 

  • Um die Senioren heute und in Zukunft beim Verbleib in der eigenen Häuslichkeit zu unterstützen, müssen die Informationen über die verschiedenen Wohnformen im Kreis Soest noch transparenter gemacht werden und die Städte und Gemeinden müssen sich dieses Themas mit ihren Akteuren vor Ort intensiver annehmen.
  • weiterer Ausbau der ambulant betreuten Wohnformen
  • kleine betreute Wohnungen, die auch für Menschen mit geringem Einkommen bezahlbar sind
  • kleine, bezahlbare, barrierefreie Wohnungen für den allgemeinen Wohnungsmarkt z.B. für Menschen mit Behinderung, Sozialhilfeempfänger und Senioren sowie Alleinstehende
  • generationenfreundliches Bauen von neuem und Umbauen von vorhandenem Wohnraum, z.B. durch Bewerben und Voranbringen der Verleihung des Testates generationenfreundliches Wohnen
  • bezahlbare Hilfen im Alltag

 

Teilhabe, ehrenamtliches Engagement, Quartiersentwicklung

 

Da den kommunalen Seniorenvertretungen im Zusammenhang mit der politischen Beteiligung und der Feststellung der Bedarfe älterer Menschen eine besondere Bedeutung zukommt, sollte die Stabilisierung und Weiterentwicklung der Seniorenvertretungen auf allen Ebenen weiterhin unterstützt und intensiviert sowie auf Kreisebene vernetzt werden.

Auch das ehrenamtliche Engagement von und für Senioren soll weiter vorangetrieben werden.