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Auszug - Multiresistente Erreger  

 
 
Ausschuss für Gesundheit
TOP: Ö 3
Gremium: Ausschuss für Gesundheit Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 26.05.2011 Status: öffentlich
Zeit: 17:00 - 18:45 Anlass: Sitzung
Raum: Auswärtiger Raum
Ort: Auswärtiger Raum
68/2011 Multiresistente Erreger
     
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsvorlage - öffentlich
Federführend:53 Gesundheit   
 
Wortprotokoll

 

Herr Dr. Renken informiert anhand einer Powerpoint-Präsentation über das Thema Multiresistente Erreger (MRE) sowie den aktuellen Stand im Kreis Soest. Ziel ist der Aufbau eines örtlichen MRSA-Netzwerks.

Frau Dr. Krapp, Oberärztin in der Klinik am Hellweg, stellt den Ablauf und die Ergebnisse der MRSA-Studie in Reha-Kliniken der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster vor, an der sich die Klinik am Hellweg beteiligt hat.

 

An der folgenden Aussprache beteiligen sich Frau Budeus (SPD), Herr Bernsdorf (CDU), Frau Cosmann (CDU), Herr Karthaus (SPD), Herr Goldammer (Bündnis 90 / Die Grünen), Frau Tägder (BG), Frau Helfrich (SPD), Frau Schäferhoff (SPD), Herr Pöpsel (CDU), Herr Dr. Romberg (FDP)

 

Auf Nachfrage von Frau Budeus (SPD) erläutert sie, dass eine Untersuchung auf MRE grundsätzlich bei jedem Arzt erfolgen kann, allerdings ist der Wissenstand zu dem Thema noch sehr unterschiedlich.

 

Herr Bernsdorf (CDU) stellt heraus, dass MRE ein interessantes Thema ist. Hygiene ist sehr wichtig. Aber auch der Umgang mit Antibiotika ist aus seiner Sicht entscheidend. Aufklärung der Bevölkerung muss erfolgen. Er bittet, über die weiteren Schritte im GES zu berichten.

Frau Cosmann (CDU) führt aus, dass andere Länder bereits größere Erfolge aufweisen können und  begrüßt die Bildung des Netzwerks.

Herr Karthaus (SPD) hält die Information für sehr wichtig, sieht aber auf den Kreis bezogen auch die Grenzen der bestehenden Möglichkeiten und stellt die Verantwortlichkeit des Bundes heraus.

 

Herrn Goldammer (Bündnis 90/Die Grünen) sind große Krankenhäuser aus Münster bekannt, die erste Isolationsmaßnahmen bereits bei Aufnahme veranlassen.

Herr Dr. Renken erläutert, dass in der ländlichen Region um Münster bestimmte Risikogruppen existieren. Dies hat zur Vereinbarung von Standards geführt. Die Möglichkeiten bestehen auch in örtlichen Krankenhäuser, dies ist aber eine Frage der Absprache von Standards.

 

Frau Tägder (BG) hält ein MRSA-Screening für sinnvoll.

 

Frau Helfrich (SPD) fragt, ob die Zentralisierung der Betroffenen bei Etablierung von Standards und Isolationsmaßnahmen ein erhöhtes Ansteckungsrisiko nach sich zieht. Außerdem erkundigt sie sich nach präventiven Maßnahmen, da weitere resistente Keime zu erwarten sind. Ein wichtiger Aspekt ist aus ihrer Sicht in jedem Fall die Information der Bevölkerung zu hygienischen Fragen. Dies ist kontinuierlich anzugehen.

 

Herr Dr. Renken hält ebenfalls Öffentlichkeitsarbeit für wichtig, um Betroffene aufzuklären. Ein runder Tisch soll helfen, Informationen zu Hygiene zielgerichtet an die Öffentlichkeit zu geben.

 

Der Vorsitzende schlägt vor, das Thema auf der nächsten Gesundheitskonferenz zu beraten. Herr Hellermann informiert, dass nach den Sommerferien ein Termin stattfinden soll.

 

Herr Dr. Renken berichtet zum aktuellen Stand bzgl. EHEC im Kreis Soest. Die gemeldeten Fälle werden weiter untersucht, insbesondere auch bei Zusammenhang von EHEC und HUS. Neben den gemeldeten Fällen gibt es noch weitere Erkrankungsfälle, die einen wesentlich leichteren Verlauf haben und daher gar nicht auffallen. Die geschätzte Dunkelziffer liegt bei 90 %.

Herr Prof. Dr. Hopp ergänzt, dass EHEC bereits vor 10 Jahren aufgetreten ist. Die Krankheitsverläufe sind stammabhängig. Wichtig ist, auf Hygiene zu achten.

 

Herr Pöpsel (CDU) bittet um kurze Information per Mail an den Gesundheitsausschuss, da Ausschussmitglieder in solchen Situationen auch häufiger angesprochen werden.

 

Herr Hellermann erläutert, dass die fachliche Meinung der Verwaltung bisher immer direkt über eine Pressemitteilung veröffentlicht wurde. Dieses Verfahren hat sich auch bewährt.

Herr Müschenborn informiert, dass die Möglichkeit besteht, sich freischalten zu lassen, damit automatisch alle Pressemitteilungen des Kreises per Mail übersandt werden. Dies ist genauso schnell, wie eine manuelle Versendung per Mail. Die Freischaltung kann jeder selber über Internet http://www.presse-service.de/PSAbo.cfm?&;PS_ID=551 einstellen.