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Auszug - Erteilung einer Befreiung für den beantragten Abschuss von Kormoranen im Naturschutzgebiet "Enser See" (s. Anlage)  

 
 
Landschaftsbeirat
TOP: Ö 7
Gremium: Naturschutzbeirat Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 10.03.2009 Status: öffentlich
Zeit: 15:00 - 18:30 Anlass: Sitzung
Raum: Auswärtiger Raum
Ort: Auswärtiger Raum
 
Wortprotokoll

Frau Rennebaum erläutert zunächst kurz den Befreiungsantrag der Jagdausübungsberechtigten für den beantragten Kormoranabschuss am Enser See

Frau Rennebaum erläutert zunächst kurz den Befreiungsantrag der Jagdausübungsberechtigten für den beantragten Kormoranabschuss am Enser See. Sie hebt hervor, dass das Antragsziel lediglich sei, im Rahmen der freigegebenen sechs Stockentenjagden im nördlichen Teil des Naturschutzgebiets Enser See Kormorane mit abschießen zu dürfen. Sie verweist dazu auf die mit der Einladung versandten rechtlichen und fachlichen Hinweise des Landes zur Erteilung von Ausnahmen und Befreiungen für den Kormoranabschuss. Der Antrag der Niederenser Jäger erfülle alle Vorgaben des Landes für die Erteilung einer Ausnahme und Befreiung für den Kormoranabschuss.

Der Antragsteller Josef Risse führt weiter aus, dass die  Niederenser Jagdausübungsberechtigten mit ihrem Befreiungsantrag lediglich einer Bitte der dortigen Angler zum allgemeinen Schutz der Fischbestände nachgekommen seien.

 

Frau Dr. Bunzel-Drüke plädiert nachdrücklich dafür, den Antrag abzulehnen, da bereits die nach dem Landschaftsplan zulässige Stockentenbejagung nicht mit dem Schutzzweck für ein Wasservogelschutzgebiet zu vereinbaren sei und der Kormoranbestand am Enser See in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen sei.

Frau Schnell vom LIZ Günne weist darauf hin, dass der Enser See wegen der genehmigten Vergrämungsmaßnahmen am Möhnesee vermehrt von Kormoranen als Ersatzschlafplatz in Anspruch genommen werde.

Herr Eisenbrecher argumentiert hier genau gegensätzlich und erklärt, dass sich der Landschaftsbeirat nach der Erteilung der Zustimmung  für die Maßnahmen am Möhnesee dann auch mit den Konsequenzen an den Ausweichgewässern abfinden müsse.

 

Mit einer knappen Stimmenmehrheit von 6 Ja-Stimmen und 5 Nein-Stimmen stimmt der Landschaftsbeirat diesem Antrag der Jagdausübungsberechtigten des gemeinschaftlichen Jagdbezirks Niederense zu.

[Beiratsmitglied Petermeier hatte bereits vor dieser Abstimmung die Sitzung verlassen.]