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Auszug - Saatkrähenproblematik im Kreis Soest  

 
 
Landschaftsbeirat
TOP: Ö 7
Gremium: Naturschutzbeirat Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 27.05.2008 Status: öffentlich
Zeit: 16:00 - 18:20 Anlass: Sitzung
Raum: Kreishaus, Sitzungszimmer 1
Ort: Hoher Weg 1-3, 59494 Soest
 
Wortprotokoll

Frau Dr

Frau Dr. Bunzel-Drüke zeigt anhand von Diagrammen (s. Anlage) die Bestandsentwicklungen der Saatkrähen im Kreis Soest und in der Stadt Soest in den letzten 10 Jahren. Nach Jahren des stetigen Anstiegs sei die Saatkrähenpopulation in den letzten Jahren nur noch unwesentlich gewachsen.

 

Den starken Anstieg der Saatkrähenzahlen in diesem Jahr in der Kernstadt Soest um etwa 300 Brutpaare führt Frau Dr. Bunzel-Drüke auf Vergrämungsmaßnahmen im sog. „OGA-Wäldchen“ zwischen Soest und Bad Sassendorf zurück. Sie hält es für wichtig, dass zukünftig derartige Störungen im Außenbereich unterbunden werden, und dass überall um Akzeptanz für den Schutz dieser nach wie vor landes- und bundesweit relativ seltenen Vogelart geworben wird. 

 

Der Auffassung von Frau Dr. Bunzel-Drüke schließen sich Herr Schulze-Grabrechten und Graf von Plettenberg ausdrücklich nicht an. Sie weisen auf zunehmende Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen aufgrund eines zu hohen Saatkrähenbestandes hin und fordern, den Saatkrähenbestand im Kreis Soest auf ein verträgliches Maß zu reduzieren.

 

Da sich die Interessengegensätze nicht überbrücken lassen, fasst der Beirat schließlich auf Vorschlag von Herrn Schulze-Schwefe und Dr. Haumann folgende Resolution:

 

Der Landschaftsbeirat bittet Frau Landrätin Irrgang darum, zur Ausarbeitung von Lösungen in der Saatkrähenproblematik, einen „Runden Tisch“ mit allen Beteiligten Interessengruppen unter wesentlicher Einbeziehung des Landes zu installieren. In dieser Runde sollten insbesondere die Problemkreise Artenschutz, Landwirtschaft, Lärmprobleme in Soest sowie Entschädigungsfragen diskutiert werden.“

 

[Anmerkung: Die Angelegenheit wurde verwaltungsintern mit Frau Landrätin Irrgang besprochen. Diese lehnt die Bildung eines Runden Tisches unter Federführung des Kreises Soest ab, da dies nicht unbedingt Ziel führend sei und unter Umständen nicht einzuhaltende  Erwartungen wecken würde. Unabhängig davon könnten Kreismitarbeiter natürlich im Bedarfsfall an Arbeitskreisbesprechungen zu diesem Thema auf Sachbearbeiterebene teilnehmen.]