Bürgerinformationssystem

Auszug - Antrag der CDU-Fraktion: Einführung einer Auszeichnung für ehrenamtsfreundliche Arbeitgeber im Kreis Soest  

 
 
Kreistag
TOP: Ö 18
Gremium: Kreistag Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 30.06.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 18:35 Anlass: Sitzung
Raum: Kreishaus, Sitzungssaal
Ort: Hoher Weg 1-3, 59494 Soest
28/2016 Einführung einer Auszeichnung für ehrenamtsfreundliche Arbeitgeber im Kreis Soest
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Fraktionsantrag
Federführend:Dez. 03 - Ordnung, Bau, Immobilien, Kfz und Straßen   
 
Wortprotokoll

Herr Patzke stellt die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements heraus und erklärt, dass es bei dem Antrag der CDU-Fraktion um eine sinnvolle und notwendige Ergänzung der bereits durch den Kreis Soest verliehenen Auszeichnungen an Unternehmen handele. Ehrenamtliches Engagement sei häufig vom „Goodwill“ des Arbeitsgebers abhängig. Dabei gebe es viele Unternehmen, die dieses Engagement nicht nur ermöglichen sondern auch in vielfältiger Weise unterstützen. Für die ehrenamtlich Tätigen gebe es den Ehrenamtspreis. Mit dem Integrationspreis werde das Engagement der Menschen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise um die Integration verdient machen. Daneben gebe es das Zertifikat für familienfreundliche Unternehmen, das bereits 40-mal verliehen wurde. Im nachfolgenden Tagesordnungspunkt werde über die Einführungen eines Gütesiegels für Betriebe mit vorbildlicher Gesundheitsprävention beraten. Die Auszeichnung für ehrenamtsfreundliche Arbeitgeber sei daher eine ideale Ergänzung. Es solle ein Zeichen gesetzt werden für Unternehmen, die ökonomische, ökologische, soziale und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.

 

Herr Jäger führt mit Blick auf den Tagesordnungspunkt 19 aus, dass es bei beiden Anträgen um die Bewertung der Arbeit von Firmen gehe, die sich neben ihrer eigentlichen wirtschaftlichen Betätigung auch der Wahrnehmung gesellschaftlicher Aufgaben widmen. Diese sogenannte „Corporate Social Responsibility“ sei aktuell sowohl auf Landesebene als auch auf Bundesebene ein Thema. Daher schlage er vor, abzuwarten, in welche Richtung die Bundes- und Landesinitiative gehen um im Laufe des Jahres ein abgestimmtes Konzept zur Bewertung von Unternehmen zu entwickeln. Er schlage daher vor, sowohl den Tagesordnungspunkt 18 als auch den Tagesordnungspunkt 19 an den Ausschuss für Regionalentwicklung zu verweisen.

 

Frau Irrgang ergänzt, dass die vergangenen Zertifizierungen von Unternehmen als familienfreundliche Unternehmen bereits gezeigt hätten, wie facettenreich dieses Thema sei. Daher halte sie den Vorschlag, ein ganzheitliches Konzept zu erarbeiten für sehr sinnvoll. Dabei dürfe allerdings nicht die Beteiligung der Wirtschaftsförderung außer Acht gelassen werden, da diese bislang das Zertifikat verleihe. Wie von Herrn Jäger vorgeschlagen werde daher die weitere Beratung unter den o.g. Aspekten an den Ausschuss für Regionalentwicklung verwiesen.