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Auszug - Personalbericht 2015  

 
 
Ausschuss für Personal und Organisation
TOP: Ö 4
Gremium: Ausschuss für Personal, Organisation und Effizienz Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 14.06.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 19:25 Anlass: Sitzung
Raum: Kreishaus, Sitzungszimmer 1
Ort: Hoher Weg 1-3, 59494 Soest
69/2016 Personalbericht 2015
     
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsvorlage - öffentlich
Federführend:11 Personal und Lohnstelle   
 
Wortprotokoll

Herr Lönnecke erklärt zu Beginn, dass es sich im Gegensatz zu den vorherigen Jahren um eine abgespeckte Version des Personalberichts handelt. Dies liegt daran, dass es erstmalig einen eigenständigen internen Gesundheitsbericht, der bisher Teil des Personalberichts war, gibt.

 

Aussprache: Herr Bernsdorf (CDU), Frau Oberreuter, Frau Rudat (CDU), Herr Klespe (SPD), Frau Helfrich (SPD), Herr Lönnecke, Herr Schladör (CDU)

 

Herr Bernsdorf geht auf die Erhöhung der Planstellen um 24,5 Stellen, hiervon 13,5 aufgrund der Flüchtlingsproblematik, und die damit verbundenen finanziellen Belastungen ein. Er hofft, dass die finanzielle Mehrbelastung durch Refinanzierungen gedeckt werden kann. Da es mittlerweile nicht mehr so einfach ist einen Überblick über die Mehrstellen zu behalten, hätte er gerne eine Übersicht über diese, versehen mit dem Hinweis ob diese besetzt und refinanziert sind. Die entsprechende Übersicht wird zugesagt und seitens der Verwaltung nachgereicht. Herr Bernsdorf spricht der Verwaltung ein Lob für die in 2015 geleistete Arbeit aus. Er erwähnt hier u.a  die Punkte Ausbildung, Teilzeit, Telearbeit/Mobiles Arbeiten. Positiv wertet er, dass die Schwerbehindertenquote über dem gesetzlich geforderten Wert liegt. Die Anzahl der Mitarbeiter mit Migrationshintergrund kann seiner Meinung nach erhöht werden. Den zu deckenden Personalbedarf in den Jahren 2016-2020 sieht er hauptsächlich im Bereich Soziales sowie im Rettungsdienst. Er hofft, dass die Stellen alle besetzt werden können. Verständnisschwierigkeiten hat er noch bei den Jobfamilien und der Anwendung des KODE Kompetenzatlas. Herr Bernsdorf wünscht sich, dass dies einmal an einem praktischen Beispiel erläutert wird. Positiv sieht Herr Bernsdorf, dass die Bemerkungen der Gleichstellungsbeauftragten im Personalbericht direkt an den entsprechenden Stellen angebracht wurden.

 

Die Jobfamilien wurden laut Frau Oberreuter diesem Ausschuss erstmals im Februar 2015 vorgestellt. Eine detailliertere Vorstellung, mit Beispiel, könne im ersten Ausschuss Anfang  2017 erfolgen.

 

 

Die Nachfrage von Frau Rudat, ob die  auf Seite 16 des Personalberichts angegebenen befristeten Stellen den Rettungsdienst einschließen, bejaht Frau Oberreuter. Mittlerweile gibt es im Rettungsdienst aber weniger befristete Stellen, hauptsächlich gibt es diese noch in der Abteilung Jugend und Familie, aber auch da abhängig davon, um welche Stelle/Aufgabenbereich es sich handelt.

 

Herr Klespe irritiert die erwähnte finanzielle Mehrbelastung von 4,5 Mio.€ für die Mehrstellen. Er ist davon ausgegangen, dass eine komplette Refinanzierung erfolgt.  Hierzu erklärt Frau Oberreuter, dass es nur für den Bereich der Abteilung Jugend und Familie Zusagen zur Refinanzierung gibt, nicht jedoch für die Mehrstellen in den Abteilungen Ordnungsangelegenheiten und Gesundheit. Da wo Mittel bei Dritten beantragt werden können, erfolge dies selbstverständlich.

 

Frau Helfrich geht auf die auf Seite 12 des Personalberichts dargestellte Altersstruktur ein. In den nächsten 15 Jahren verliere man ca. 500 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, was eventuell 300-350 Vollzeitkräfte ausmache. Sie stellt sich die Frage, ob die Stellen tatsächlich noch nachpersonalisiert werden können und wann sich dem ernsthaft gestellt wird. Sollen sie nachpersonalisiert werden oder können Stellen durch die Verschlankung von Prozessen eingespart werden? Wie sind hier die nächsten Schritte?

 

Herr Lönnecke antwortet darauf, dass die Jobfamilien ein erster Schritt in diese Richtung sind. Es werden Altersstrukturanalysen in den Abteilungen durchgeführt. Man befinde sich im Konkurrenzkampf um geeignete Bewerber, nicht zuletzt auch mit anderen Kommunen. In vielen Bereichen gibt es noch eine Auswahl an Bewerben, es zeichnet sich aber ab, dass sich dies ändert. Die Einstellung von Ärzten bereitet schon jetzt massive Probleme. Bis 2025 werden ca. 1/3, bis 2035 ca. die Hälfte der Beschäftigten ausscheiden. Die Kommunen haben mit vergleichbaren Zahlen zu kämpfen. Bei der Verschlankung von Prozessen soll selbstverständlich die IT unterstützen.

 

Frau Oberreuter macht deutlich, dass zur Deckung des künftigen Personalbedarfs nicht einfach die Anzahl der Ausbildungsstellen erhöht werden könne. Es müssen auch die entsprechenden Ressourcen, z.B. Räume und Ausbilder, zur Verfügung stehen. Eigene Mitarbeiter müssen nachqualifiziert werden, hierbei helfen die Jobfamilien. Es sei klar, dass die Nachbesetzungen in den nächsten Jahren eine enorme Herausforderung darstelle.

 

Herr Schladör weist darauf hin, dass die Anzahl der Bewerbungen und somit das Interesse an den zu besetzenden Stellen noch groß ist. Herr Klespe stellt an dieser Stelle noch einmal klar, dass wenn die Probleme durch die Erhöhung der Ausbildungsplätze für ein duales Studium gelöst werden können, die SPD-Fraktion dies gerne mitträgt.