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Auszug - Einrichtung einer Selbsthilfe-Kontaktstelle im Kreis Soest  

 
 
Ausschuss für Gesundheit
TOP: Ö 2
Gremium: Ausschuss für Gesundheit Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Mo, 06.06.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 20:10 Anlass: Sitzung
Raum: Kreishaus, Sitzungszimmer 1
Ort: Hoher Weg 1-3, 59494 Soest
73/2016 Einrichtung einer Selbsthilfe-Kontaktstelle im Kreis Soest
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage - öffentlich
Federführend:53 Gesundheit   
 
Wortprotokoll
Beschluss

 

Frau Dittrich führt in das Thema ein und begrüßt an dieser Stelle nochmals Frau Kaiser und die Mitarbeiterin des Kreises Soest Frau Burges. Herr Hellermann stellt Frau Burges vor, die mit einer halben Stelle in dem Sachgebiet Beratung und Betreuung in der Abteilung Gesundheit tätig ist. Er verweist auf die Beschlussvorlage der Verwaltung.

Frau Kaiser stellt sich und die Einrichtung der Selbsthilfe „Koskon“ vor. Anhand einer Präsentation informiert sie über Fördermöglichkeiten und –voraussetzungen und erläutert Aufgaben und Wirksamkeit der Selbsthilfe. Die Präsentation ist als Anlage beigefügt (Anlage 1).

Frau Kaiser unterstreicht die Bedeutung der Selbsthilfe im Kreis Soest, die nach der Gründung im Jahr 1991 inzwischen auf eine 25jährige Beratungs- und Unterstützungstätigkeit zurückblicken könne.

An der nachfolgenden Diskussion beteiligen sich Herr Keil, Frau Cosmann, Herr Bernsdorf und Herr Kaya. Fragen werden von Frau Kaiser beantwortet. Sie verdeutlicht, dass es im Hinblick auf die Entlastung des sozialen Systems durch Selbsthilfe-Kontaktstellen Erfahrungswerte gäbe; eine wissenschaftliche Studie läge aber nicht vor. Frau Kaiser geht an dieser Stelle erneut auf die Grundlagen der Selbsthilfe-Kontaktstellen-Förderung ein und verweist auf die Richtlinien zur Unterstützung der Selbsthilfe in NRW. Von der Verlängerung der Förderrichtlinien sei auszugehen.

Herr Bernsdorf macht deutlich, dass eine dauerhafte Finanzierung einer Selbsthilfe-Kontaktstelle im Kreis Soest gesichert sein müsse und beantragt, dies in den Beschluss aufzunehmen.

Herr Kaya verweist auf Selbsthilfeeinrichtungen in den Kommunen. Aus seiner Sicht sei es erforderlich, dass Gruppen vor Ort in den Kommunen arbeiten. Frau Dr. Gernun stellt die Arbeit der Selbsthilfe als gesetzlichen Auftrag nach den Vorschriften des Gesetzes für den öffentlichen Gesundheitsdienst heraus. Frau Burges ergänzt, dass im Kreis Soest etwa 150 Gruppen tätig sind; von diesen Gruppen gehören 40 zu den stark aktiven.

Der Beschlussvorschlag der Verwaltung wird – wie oben bereits erläutert – in der Weise ergänzt, dass für die Einrichtung einer Selbsthilfe-Kontaktstelle im Kreis Soest eine vollständige dauerhafte Refinanzierung gesichert sein muss.


Es ist beabsichtigt, die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen vorbehaltlich der Bewilligung der Fördermittel durch das Land und die Krankenkassen sowie vorbehaltlich der Haushaltsberatungen 2017 entsprechend der Richtlinie zur Unterstützung der Selbsthilfe des Landes zum 01.01.2017 bei vollständiger dauerhafter Refinanzierung auszubauen. Die Verwaltung wird beauftragt, den Antrag für die Fördermittel beim Land und bei den Krankenkassen zu stellen.