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Auszug - Tagesbetreuungsbedarfsplanung - zusätzlicher Bedarf Ü3  

 
 
Jugendhilfeausschuss
TOP: Ö 3
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 09.06.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 18:35 Anlass: Sitzung
Raum: Kreishaus, Sitzungszimmer 1
Ort: Hoher Weg 1-3, 59494 Soest
77/2016 Tagesbetreuungsbedarfsplanung - zusätzlicher Bedarf Ü3
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage - öffentlich
Federführend:51 Jugend und Familie   
 
Wortprotokoll
Beschluss

Frau Hengst führt in das Thema ein. Die Kinderzahlen entwickeln sich entgegen den demografischen Prognosen für den Kreis Soest positiv. Im nun kommenden Kindergartenjahr sind nach einer aktuellen Abfrage zum 31.03.2016 149 Kinder mehr zu betreuen als in der Kindergartenbedarfsplanung ermittelt. In der Vorlage sind die Zahlen für alle 11 Kommunen dargestellt. Für die Kinder ab dem dritten Lebensjahr ist ein Platz in einer Kindertageseinrichtung zur Verfügung zu stellen (Rechtsanspruch).

 

Von den Bundesmitteln aus dem Wegfall des Betreuungsgeldes werden dem Kreisjugendamt 858.298,95 EUR bereitgestellt, welche bis zum 30.08.2016 dieses Jahres beantragt werden müssen. Unter Anderem ist für Bad Sassendorf über weitere Bedarfe nachzudenken. In der Gemeinde Wickede wird die Inanspruchnahme der Kindergartenplätze im Vergleich zur letzten Bedarfserhebung ebenfalls überprüft. Gespräche mit den Kommunen laufen. Der erforderliche Ausbau ist noch zu konkretisieren, es wird hierfür die grundsätzliche Zustimmung des Ausschusses erbeten.

Die Ausschussmitglieder zeigen sich erfreut über die Entwicklung der Kinderzahlen.

 

Auf Nachfrage wird der Platzbedarf von Frau Pfannschmidt für die Altersgruppe der drei- bis sechsjährigen Kinder erläutert. Diese Zahl setzt sich zusammen aus den drei- bis sechsjährigen Kindern und den Kindern, die im August bis Oktober des Kindergarten-

jahres das dritte Lebensjahr vollenden. Für 98% dieser Kinder sollen Plätze zur Verfügung stehen.

 

Zu der Anzahl von Flüchtlingskindern liegen keine belastbaren Zahlen vor. Es ist jedoch festzustellen, dass nach Abschluss des Asylverfahrens viele Familien in größere Städte abwandern. Neben den Kindergartenplätzen gibt es sogenannte Brückenangebote für Flüchtlingskinder. Diese werden gut angenommen.

 

Beschluss: einstimmig (ohne Enthaltungen)

 

An der Aussprache beteiligen sich

Frau Soldat (CDU), Frau Schäferhoff (SPD), Frau Adamczewski (CDU), Frau Kruse (SPD), Frau Cosmann (CDU)


Der Jugendhilfeausschuss stimmt dem Konzept zum Ausbau der Betreuungsplätze Ü3 in Kindertageseinrichtungen zu. Die Verwaltung wird mit der ortsspezifischen Prüfung und Umsetzung im Zusammenwirken mit den Kommunen und Trägern beauftragt.

 

Bis zum 30. August 2016 sind dem Landesjugendamt Westfalen-Lippe erforderliche, entscheidungsreife Anträge zum Ü3-Ausbau vorzulegen.