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Auszug - Allgemeine Information über die Entwicklung der Saatkrähenpopulation im Kreis Soest  

 
 
Ausschuss für Umwelt, Veterinärwesen und Verbraucherschutz
TOP: Ö 6
Gremium: Ausschuss für Umwelt, Veterinärwesen und Verbraucherschutz Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 07.06.2016 Status: öffentlich
Zeit: 18:00 - 20:25 Anlass: Sitzung
Raum: Auswärtiger Raum
Ort: Auswärtiger Raum
51/2016 Allgemeine Information über die Entwicklung der Saatkrähenpopulation im Kreis Soest
     
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsvorlage - öffentlich
Federführend:Natur- und Landschaftsschutz   
 
Wortprotokoll

Frau Rennebaum erklärt die Entwicklung der Saatkrähenpopulation im Kreis Soest  und in der Stadt Soest anhand umfangreicher Statistiken in einer Power-Point-Präsentation

(s. Anlage zur Niederschrift). Sie zieht das Resümee, dass sich der Bestand dieser geschützten Vogelart nach einem rapiden Schwund in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg inzwischen auf einem relativ hohen Bestand stabilisiert habe. Erhebliche Bestandzunahmen erwartet sie nicht mehr.

Herr Wollhöver zieht aus den gezeigten Diagrammen eine gegenteilige Schlussfolgerung. Aus den von Frau Rennebaum gezeigten Unterlagen, deren Umfang und Qualität er ausdrücklich lobt, seien keine Anzeichen zu entnehmen, dass die Bestandzunahme der Saatkrähe vorläufig zum Erliegen käme.

 

Herr Schulze-Nieden und Herr Rickert-Schulte erkundigen sich nach den Möglichkeiten einer Bestandsreduzierung der Saatkrähe. Nach Aussage von Herrn von Schroeder lässt das EU-Recht dies nicht zu. Im Rahmen eines Antragsverfahrens der Stadt Soest habe die renommierte Anwaltskanzlei Baumeister ganz aktuell festgestellt, dass letale Maßnahmen nach der aktuellen Sach- und Rechtslage nicht möglich sind. Verwaltungsseitig gibt es keine Kenntnis darüber, dass sich an der Rechtslage auf EU- oder Bundesebene in absehbarer Zeit etwas ändern wird.

 

Auf entsprechende Nachfrage von Frau Siebgen erklärt Frau Rennebaum, dass lt. Aussage des LANUV wegen der zu starken Koloniebeunruhigung auch kein Falkner zur Vertreibung oder Dezimierung der Saatkrähen eingesetzt werden dürfe. Die von Herrn Schulze-Nieden befürchteten negativen Auswirkungen der hohen Saatkrähenpopulation auf die Bodenbrüter sieht sie in dieser Form nicht. Für die Bestandsentwicklung der Bodenbrüter seien vielmehr gute Lebensräume von entscheidender Bedeutung.