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Auszug - Flüchtlinge - Arbeitsmarktintegration Einrichtung von gemeinsamen Anlaufstellen zur Integration von Flüchtlingen in den deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt - "Integration Points"  

 
 
Ausschuss für Soziales
TOP: Ö 2
Gremium: Ausschuss für Soziales Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 16.11.2015 Status: öffentlich
Zeit: 17:00 - 18:40 Anlass: Sitzung
Raum: Kreishaus, Sitzungszimmer 1
Ort: Hoher Weg 1-3, 59494 Soest
229/2015 Flüchtlinge - Arbeitsmarktintegration
Einrichtung von gemeinsamen Anlaufstellen zur Integration von Flüchtlingen in den deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt - "Integration Points"
     
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsvorlage - öffentlich
Federführend:50 Soziales   
 
Wortprotokoll

Herr Schmale (Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Soest) erläutert im Beisein von Herrn Steinmeier (Geschäftsführer des Jobcenters Arbeit Hellweg Aktiv) die gemeinsamen Planungen zur Einrichtung eines Integration-Points mit dem Ziel, die Eingliederung von Flüchtlingen zu verbessern.

Anhand der beigefügten Folien (Anlage 1) erörtert Herr Schmale die qualitativen und quantitativen Grundannahmen, die für eine gemeinsame Anlaufstelle sprechen, in der die zahlreichen Netzwerkpartner (Agentur für Arbeit, Jobcenter, Kommunen etc.) zusammenwirken. Auf der Basis positiver Erfahrungen in Düsseldorf und Dortmund sollen die Lücken in Bezug auf die Erreichbarkeit der Asylbewerber geschlossen werden und damit eine bessere Ausgangslage für die Arbeitsmarktintegration geschaffen werden. Die kommunalen Ansprechpartner in den Bereichen Soziales, Jugend und Schule sowie die Ausländerbehörde und das Kommunale Integrationszentrum (z. B. im Hinblick auf die Anerkennung von Bildungs- und Berufsabschlüssen) spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Strukturen vor Ort sollen einbezogen werden, indem eine aufsuchende Beratung durch kleine Teams dezentral und trägerübergreifend sowie an festen Sprechtagen erfolgt; hierzu haben die Bürgermeister der kreisangehörigen Städte und Gemeinden bereits ein positives Feedback gegeben.

Durch die Bereitstellung weiterer Personalkontingente sowie zusätzlicher Eingliederungsmittel soll es trotz dieser Aktivitäten keine Einschränkungen für die „reguläre“ Kundschaft geben.

 

Unter Bezugnahme auf den zweiten Teil der Vorlage weist Herr Streich aber darauf hin, dass der kommunale Träger an der Ausweitung der Personalausstattung (wie bisher) mit einem Verwaltungskostenanteil von 15,2 % beteiligt ist. Zudem führt der Flüchtlingszustrom zu Mehrbelastungen im Bereich der Unterkunftskosten von geschätzt rund 2 Mio. €, die in der Haushaltsplanung für 2016 nicht berücksichtigt sind.

 

In der anschließenden Diskussion wird deutlich, dass die Vermittlung der Sprachfähigkeit und der Einsatz von Dolmetschern in der Beratung eine unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg sämtlicher Integrationsbemühungen ist. Es besteht Einvernehmen, dass diesbezüglich ein dringender Handlungsbedarf besteht und alle sich bietenden Möglichkeiten ausgeschöpft werden sollten.