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Auszug - Jahresbericht des Kreisbrandmeisters 2013  

 
 
Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen
TOP: Ö 4
Gremium: Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 21.01.2014 Status: öffentlich
Zeit: 17:00 - 19:00 Anlass: Sitzung
Raum: Kreishaus, Sitzungszimmer 1
Ort: Hoher Weg 1-3, 59494 Soest
 
Wortprotokoll

 

Mit einer ausführlichen Präsentation, die dem Protokoll als Anlage 1 beigefügt ist, gibt Kreisbrandmeister T. Wienecke einen Überblick über die Tätigkeiten der Feuerwehr im Bereich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr im vergangenen Jahr.

 

Ergänzend stellt er kurz die Überlegungen zur Bildung eines kreisweitern Atemschutzverbundes vor. Herr Hellermann berichtet dazu von der Bürgermeisterkonferenz im November, bei der den Bürgermeistern das Projekt vorgestellt wurde. Diese hatten eine überwiegend positive Rückmeldung gegeben.

Aktuell werden dazu die konkreten Meinungen abgefragt. Bei einer allgemeinen Zustimmung müssten zunächst Haushaltsmittel eingestellt werden, so dass die konkrete Umsetzung dann im Laufe des Jahres 2015 möglich wäre.

Im nächsten Ausschuss soll dazu ausführlich berichtet werden.

 

Herr Wienecke berichtet zum Thema „Gefahren durch einen Stromausfall“, dass eine Arbeitsgruppe gebildet wurde. Teilergebnisse werden im Frühjahr erwartet, zum 31.12.2014 soll das Gesamtkonzept vorliegen.

 

Aktuell sind 3.468 Kameradinnen und Kameraden in der Feuerwehr. Der demographische Wandel schlägt noch nicht durch, ist aber absehbar. Eine intensive Nachwuchsarbeit über Jugendfeuerwehren ist angezeigt. Die konkrete Frage von Herrn Luig, „wie Kommunalpolitik hier unterstützen kann“, nimmt der Kreisbrandmeister mit. Er will sich melden, wenn die Feuerwehren eine Hilfestellung benötigen.

Bei der „Digitalen Alarmierung“ reflektiert der Kreisbrandmeister die aktuellen Ereignisse.

Er wünscht sich, dass die Sachlichkeit und die konkrete Ursachenforschung erhalten bleiben. Populismus (vgl. dazu die Leserbriefe) helfe nicht weiter.

Die massiven Ausfälle in Warstein wurden bei einer Melderprobe (also bei einer 4-fachen Belastung) registriert. Bei Realeinsätzen gab es bislang keine nennenswerten Ausfälle.

Unabhängig von der Fehlersuche durch die Wartungsfirma hat die Leitstelle mit äußerster Priorität eine SMS-Alarmierung für Warstein installiert, ergänzt um ein webbasiertes Auswertetool, damit bei fehlerhafter Alarmierung sofort und konkret nachgefasst werden kann.

Beide Maßnahmen erfolgten in enger Abstimmung mit der Feuerwehr Warstein.

 

Herr Hellermann ergänzt die Ausführungen. In der Kenntnis um die zu erneuernde Alarmierungstechnik wurden 1.000.000 € in den Haushalt eingestellt; eine Ausschreibung wurde eingeleitet. Diese ist aber von der Vergabekammer des Landes aufgehoben worden. Jetzt soll über eine „Dringlichkeit“ das langwierige Vergabeverfahren verkürzt werden. Die Stadt Warstein wurde über die aktuellen Maßnahmen ausführlich informiert. Das Schreiben des Bürgermeisters der Stadt Warstein, sowie das Antwortschreiben der Landrätin werden dem Protokoll als Anlage 2 und 3 beigefügt.

 

Herr Zimmermann bedankt sich beim Kreisbrandmeister sowohl für den Vortrag als auch für den Einsatz der Kameraden und bittet ihn, diesen Dank an die Kameraden  und Kameradinnen weiterzuleiten.

 

Herr Schlüter schließt sich dem Dank an. Er kommt aber bei der Beurteilung der Alarmierungsprobleme zu einem anderen Ergebnis. Seit über zwei Jahren beobachtet er diese Probleme und kann nicht feststellen, dass eine Verbesserung eintritt. Er hat Verständnis für den Warsteiner Bürgermeister. Er regt eine schnelle Lösung an, wobei er von der Verwaltung – durch eine Vorlage - klar aufgezeigt haben möchte, wo konkret die Probleme liegen und wie eine Problemlösung aussehen kann.

 

Herr Hellermann bestätigt die Dringlichkeit und damit die Notwendigkeit eines verkürzten Vergabeverfahrens. Er übergibt das Wort an den Technischen Leiter der Leitstelle, Herrn Dennis Pingel, der mit einer Präsentation, die dem Protokoll als Anlage 4 beigefügt ist, anschaulich die Alarmierungswege und deren Problemkreise vorstellt. Er führt aus, dass es in Warstein keine direkten Fehlermeldungen gibt, so dass das Problem nicht greifbar ist.

 

Fragen der Herren Kersting, Wilmes, Luig, Zimmermann, Klespe und Vennemann werden vom Kreisbrandmeister, Herrn Hellermann und Herrn Pingel beantwortet.

 

Dass der östliche Bereich des Kreises Soest nicht mit so vielen Digitalen Alarmumsetzern (DAU´s) belegt ist, lässt sich mit einer erhöhten Sendeleistung sowie der konkreten Anordnung (z.B. der Senderhöhe) der umliegenden DAU´s erklären. In diesem Bereich hat es keine ernsthaften Probleme gegeben.

 

Herr Wilmes verbindet die Probleme mit dem Umzug der Leitstelle nach Soest und sieht die Wartungsfirma in der Pflicht, die Probleme kurzfristig und endgültig abzustellen.

 

Herr Pingel kann die Verbindung zum Umzug nicht bestätigen, da die Probleme trotz des zwischenzeitlichen Rückbaus von Sendekomponenten weiterhin bestehen. Er favorisiert eine umfassende Problemsuche (vgl. dazu die obigen Ausführungen). Die Probleme treten in dieser Dimension nur in Warstein auf.

Die Frage von Herrn Vennemann, ob Alarme durch ungeschicktes Verhalten bei der Annahme versehentlich gelöscht werden können wird von Herrn Pingel verneint.

 

Herr Klespe möchte konkret wissen, was die Annahme rechtfertigt, dass eine neue Technik problemlos funktioniert.

Herr Pingel erklärt, dass die neue Variante mit einer sichereren, verschlüsselten, Übertragung und einer breiteren Alarmierung über sogenannte Multimasternetze arbeitet.

 

Herr Wilmes greift den Antrag seiner Fraktion zur umfassenden Darstellung im nächsten ORD auf, verbunden mit einem konkreten und zeitlich absehbaren Lösungsvorschlag.

 

Abschließend bedankt sich Herr Schlitt beim Kreisbrandmeister für den Einsatz der Feuerwehrkameraden; er hat eine Erhöhung der Schlagkraft registriert.