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Auszug - Gutachten für den Rettungsdienst - Vorstellung durch den Gutachter  

 
 
Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen
TOP: Ö 3
Gremium: Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 13.11.2012 Status: öffentlich
Zeit: 17:00 - 19:20 Anlass: Sitzung
Raum: Kreishaus, Sitzungszimmer 1
Ort: Hoher Weg 1-3, 59494 Soest
 
Wortprotokoll

Der Ausschussvorsitzende begrüßt die Herren Schütte und Weber von der Fa. AntwortING.

Dann stellt Herr Weber in einer ca. halbstündigen Präsentation - die als Tischvorlage verteilt wird und dem Protokoll als Anlage angefügt ist – die wesentlichen Inhalte des Gutachtens vor.

 

Herr Hellermann erinnert an den empfehlenden Charakter des Gutachtens; die Vorschläge sollen nahezu zu 100 % umgesetzt werden. Damit sieht er die wesentlichen Ziele zur Verbesserung als erreicht. Im kommenden Jahr soll das Gutachten zu 50 % umgesetzt werden; Hintergrund sind die nicht sofort möglichen Personaleinstellungen und Fahrzeugbeschaffungen.

 

Herr Burs erkennt eine zielführende deutliche Verbesserung im Sinne des Antrages seiner Fraktion vom 17.05.2011 und bedankt sich bei den Mitarbeitern des Rettungsdienstes und der Verwaltung für die engagierte Arbeit. Bei weiteren Verbesserungen sieht er die Gratwanderung bei der Finanzierbarkeit.

 

Herr Schlüter begleitet die Entwicklung des Rettungsdienstes und der Leitstelle schon seit vielen Jahren. Grundsätzlich stimmt er den Ergebnissen zu, weil er damit den Einstieg für eine weitere kontinuierliche Verbesserung sieht. Er spricht sich aber langfristig für eine Senkung der Hilfsfrist auf 10 Minuten bei einem Erreichungsgrad von 94 % aus.

 

Herr Kremer sieht eine Verbesserung in allen Bereichen für eine behutsame Weiterentwicklung. Er bestätigt die Überlegungen der SPD-Fraktion, schätzt erweiterte Forderungen aber realistisch gegenüber den Krankenkassen ein, weil er die exponentielle Kostenentwicklung bei weiteren grundsätzlichen Hilfsfristverbesserungen erkennt, und bittet die SPD-Fraktion daher um eine realitätsnahe Betrachtung.

 

Herr Vennemann vermisst eine Schlussfolgerung bezogen auf die Hilfsfristerreichung nach den vorgeschlagenen Aufstockungen. Eine solche ist dem Gutachter aufgrund der nur retrospektiven Betrachtung nicht möglich; er nimmt aber an, dass mit den Vorschlägen die Vorgaben erreicht werden.

 

Herr Wilmes sieht das Gutachten als Ergebnis einer langjährigen Kritik an den Hilfsfristen des Rettungsdienstes. Die Hilfsfrist von 12 Minuten bei 94 % bewertet er als gut, aus der Sicht der SPD-Fraktion aber nicht ausreichend. Diese sieht den Rettungsdienst mit den Ergebnissen auf einen guten Weg, wobei weiterhin die Bereiche Lippetal und Rüthen kritisch bewertet werden. Die SPD-Fraktion strebt eine Hilfsfrist von 10 Minuten an. Herr Wilmes wünscht sich häufigere Datenberichte und Auswertungen der Abteilung.

 

Frau Helfrich wünscht sich für die Zukunft einen schnelleren Erkenntnisgewinn.

 

Herrn Klespe fehlen zur Diskussion und Entscheidungsfindung vertiefte Informationen; sie werden ihm von Herrn Hellermann zugesagt.

 

Frau Siebgen ist sehr zufrieden mit dem positiven Gesamtergebnis und sieht eine Entwicklung, die sich auf dem richtigen Weg befindet.

 

Fragen von Herrn Kremer, Herrn Vennemann, Herrn Klespe, Herrn Wilmes, Frau Helfrich

werden von Herrn Weber und Herrn Hellermann beantwortet.

 

Durch kreisübergreifende Einsätze ist die Notfallrettung im Kreis Soest nicht beeinträchtigt; bis auf das NEF in Wickede Wimbern gilt, dass der Kreis Soest „mehr nimmt als er gibt“.

 

Den Kranktransport zu vergeben hält der Gutachter für keine sinnvolle Lösung. Mit einem an einen Dritten vergebenen Krankentransport entfällt die Möglichkeit, Spitzen in der Notfallrettung abzudecken und Synergien im Bereich des Katastrophenschutzes zu nutzen.

 

Der 1:1-Vergleich mit Rettungsdiensten, die als Eigenbetrieb geführt werden, ist nicht sinnvoll; einige als Eigenbetrieb geführte Rettungsdienste betreiben z. B. eigene Personal- und Immobiliendienste, was die Interne Leistungsverrechnung erheblich verringert.

 

Besondere saisonale Effekte (z.B. Spitzenbedarfe am Möhnesee in den Sommermonaten) sind dem Gutachter nicht signifikant aufgefallen.

 

Mögliche Erkenntnisse zu demografische Entwicklungen im Rettungsdienst liegen derzeit nur rudimentär vor.