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Auszug - Krisenmanagement Strom und Gas  

 
 
Sitzung des Ausschusses für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen
TOP: Ö 9
Gremium: Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen Beschlussart: (offen)
Datum: Mi, 09.11.2022 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 19:47 Anlass: Sitzung
Raum: Kreishaus, Sitzungssaal
Ort: Hoher Weg 1-3, 59494 Soest
 
Wortprotokoll

Sabine Saatmann, Abteilungsleiterin Ordnungsangelegenheiten, berichtet mit der dem Protokoll beigefügten Präsentation zum aktuellen Stand der Vorbereitungen auf einen flächendeckenden Stromausfall bzw. einer drohenden Gasmangellage

 

Eckpunkte der Ausführungen sind:

 

  • Die rechtliche Grundlage mit dem Sensibilisierungserlass des Innenministeriums NRW vom 29.07.2022 mit den verschiedenen Szenarien.
  • Die Herausforderungen, u.a. mit der Ungewissheit über den Zeitpunkt.
  • Die Maßnahmen zur Einsparung von Energie innerhalb der Kreisverwaltung, mit dem Ziel, 20 % des Gesamtenergieverbrauchs im Kreishaus zu sparen.
  • Sonstige interne organisatorische Maßnahmen, u.a. mit der Einrichtung einer Geschäftsstelle KRITIS.
  • Die Zusammenarbeit mit Dritten, mit der engen Abstimmung mit dem Kreisbrandmeister, der Polizei und den Kommunen im Kreis Soest.
  • Die Zusammenarbeit mit Dritten, u.a. mit der Information und Sensibilisierung von Einrichtungen der kritischen Infrastruktur zur Notwendigkeit ihrer Eigenvorsorge (Betreiberverantwortung).

 

Danach beantwortet Frau Saatmann Fragen aus der Runde.

 

Herr Klug (Bündnis 90/Die Grünen) sorgt sich um die Versorgung der Heimbeatmeten. Frau Saatmann bestätigt das Problem, dass keine Übersichten darüber vorliegen. Aktuell wird die Möglichkeit diskutiert, die Geräte oder Akkus in notstromversorgten zentralen Leuchttürmen aufzuladen.

Eine weitergehende Information - speziell für die Mitglieder des Kreistages - ist nicht vorgesehen (Nachfrage Herr Wienert (FDP)). Weitere und jeweils aktuelle Informationen stehen z. B. auf der Internetseite des Kreises Soest zur Verfügung (https://www.kreis-soest.de/sicherheit-ordnung/alle-themen/krisenfall).

Frau Schobert (SPD) bedankt sich für die Ausführungen. Sie sieht die Gesellschaft auf eine solche Lage nicht bzw. unzureichend vorbereitet und baut auf eine Unterstützung durch ehrenamtliche Strukturen.

Herr Miah (Bündnis 90/Die Grünen) hat Fragen zur Kommunikation. Der Notruf (110 und 112) wird bei einem Blackout nach kurzer Zeit nicht mehr zur Verfügung stehen. Hilfeersuchen müssen dann über die örtlichen zentralen Anlaufstellen (Leuchttürme etc.) abgesetzt werden (Antwort Herr Trilling).

 

Frau Saatmann appelliert abschließend an die Selbstvorsorge der Bürger und Bürgerinnen. Auch die Hilfe untereinander selbst zu organisieren, ist wichtig. Dieses Anliegen soll durch weitere Öffentlichkeitsarbeit transportiert werden.

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Präsentation zu Kritis (522 KB)