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Auszug - Starkregenereignisse – Sachstand und erste Ergebnisse aus den Gesprächen mit einzelnen Kommunen  

 
 
Sitzung des Ausschusses für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen
TOP: Ö 2
Gremium: Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 05.05.2022 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:30 Anlass: Sitzung
Raum: Rettungszentrum Kreis Soest
Ort: Rettungszentrum
 
Wortprotokoll

Frau Oberreuter, Leiterin Dezernat 04, führt kurz ein und übergibt dann an Frau Dalhoff, Sachgebietsleiterin in der Abteilung Umwelt, die mit der dem Protokoll beigefügten Präsentation zum Sachstand des Prozesses Starkregenvorsorge ausführt.

 

Eckpunkte ihrer Präsentation sind:

 

  • Die besondere Charakteristik von Starkregenereignissen.
     
  • Die Starkregenmanagement-Strategie.
     
  • Die Starkregenhinweiskarte, die bezogen auf die verschiedenen Szenarien örtliche Gefahrenstellen aufzeigt.
     
  • Die Bewertung von Starkregengefahren incl. einer Risikoeinschätzung und der daraus notwendigen Starkregenvorsorge bezogen auf die verschiedenen Akteure.
     
  • Der Sachstand des Prozesses Starkregenvorsorge nach Durchführung von Workshops durch die Abteilung Umwelt des Kreises Soest bei den Städten und Gemeinden. Dort wurden alle notwendigen Abteilungen sowie Vertreter der Feuerwehren weitestgehend einbezogen.
     
  • Das Schaffen einer zusätzlichen Stelle für den Hochwasserschutz, Starkregenvorsorge und Gewässerschauen.
     

Danach beantwortet sie Fragen aus der Runde.

Totholz kann bei Hochwasser Durchsse verstopfen. Bei Renaturierungsmaßnahmen ist der Einbau von Totholz für die Verbesserung der Gewässerstruktur erforderlich. An gefährdeten Stellen wird es vor Abtrieb gesichert (Herr Vollmer (CDU)).

Herr Zimmermann (CDU) sieht die Kommunen in der Pflicht, Schutzziele zu definieren; in der Kombination mit der Eigenvorsorge der Bürger, die wiederum durch gezielte Kommunikation hinsichtlich der zu erwartenden Gefahren sensibilisiert werden müssen. In besonderen Lagen sei eben nicht alles zu retten.

Herr Koch (SPD) fragt nach, ob sich die Kommunen des Themas auch mit der notwendigen Intension angenommen hätten, oder ob hier z.B. durch den Kreis Soest noch nachgesteuert werden müsse. Frau Dalhoff bestätigt die Sensibilisierung bei den Kommunen. Man bleibe seitens des Kreises Soest insbesondere durch eine zusätzlich erwartete Personalisierung in diesem Bereich dran am Thema und würde fortlaufend nachfassen und den Kommunen auch mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Über den Arbeitskreis Gefahrenabwehr wurden Möglichkeiten der Sensibilisierung der Bevölkerung, z.B. durch Flyer als Anlage zu den jährlichen Grundbesitzabgaben, besprochen (Herr Smith (Bündnis 90/Die Grünen).

Insbesondere bei der Erstellung von neuen Bebauungsplänen ist der Hochwasserschutz zu beachten. Hier stehe man im engen Kontakt mit den örtlichen Planungsämtern (Herr Linnhoff (DIE LINKE und DIE SO!)).

Herr Meiberg (CDU) erinnert an die Maßnahmen im Bereich der Innenstadt von Soest. Mit dem neuen Bewusstsein habe man nach dem Hochwasser im Jahr 2018 am Grandwegertor eine bessere Ableitung der Wassermassen in die Gräfte etabliert.

 

Abschließend bedankt sich der Ausschussvorsitzende bei Frau Dalhoff für den Vortrag und die Arbeit in Ihrer Abteilung. Er sieht den Kreis Soest mit dem an den strategisch wichtigen Punkten gelagerten Hochwasserschutzelementen gut gerüstet.

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Starkregenvorsorge (1650 KB)