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Auszug - Hilfsfristen im Rettungsdienst  

 
 
16. Sitzung des Ausschusses für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen
TOP: Ö 5
Gremium: Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 26.11.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:25 Anlass: Sitzung
Raum: Kreishaus, Sitzungszimmer 1
Ort: Hoher Weg 1-3, 59494 Soest
 
Wortprotokoll

Hans-Peter Trilling, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst, stellt mit einer Präsentation ausführlich die Entwicklung der Hilfsfristen im Rettungsdienst vor. Ausgehend von der Begutachtung im Jahr 2016 (mit den Zahlen aus 2015) bis zum aktuellen Zeitpunkt. Die Präsentation ist als Anlage beigefügt.

Die Eckpunkte seiner Präsentation sind:

  • Nicht jede „Blaulichtfahrt“ geht zu einem klassischen medizinischen Notfall der Kategorie „Lebensgefahr“.
  • Trotz steigendem Einsatzaufkommen konnte der Hilfsfristerreichungsgrad gehalten und punktuell sogar verbessert werden.
  • Eine deutliche Verbesserung wird mit der Umsetzung des Rettungsdienstbedarfsplan in 2019 erwartet.
  • Nach wie vor gilt die Devise: den Notfall in der Disposition auf der Leitstelle erkennen und schnellstens ein adäquates Rettungsmittel entsenden.

 

Beim Hilfsfristerreichungsgrad ist ihm eine differenzierte Betrachtung wichtig. Beim gleichen Erreichungsgrad ist der Effekt bei den großen Wachen mit den höheren Einsatzzahlen erheblich höher.

Herr Trilling vermutet, dass der Höhepunkt bei den Einsatzzahlen erreicht ist. Bei den echten – lebensbedrohlichen – Notfällen gehen die Zahlen seit Jahren zurück. Eine tragfähige Erklärung kann Herr Trilling nicht abgeben. Die nach dem NACA-Score weniger relevanten Fälle wirken sich mit der Inanspruchnahme des Rettungsdienstes natürlich auf das gesamte System aus (Hinweis Henrik Flöttmann, Bündnis 90/ Die Grünen).

Erwin Koch (SPD) regt an, dass der Kreis Soest als Träger des Rettungsdienstes die Bürger im Kreis Soest über die Problematiken bei der Belastung des Rettungsdienstes durch weniger relevante Notfälle informiert. Herr Trilling trägt diese Erkenntnisse regelmäßig in den Ausschüssen auf Landesebene und in weiteren Gremien vor. Er sieht daher eher die Politik in der Pflicht, hier Wege aufzuzeigen. Kreisdirektor Dirk Lönnecke erinnert an die Projekte der Wirtschaftsförderung des Kreises Soest die ärztliche Versorgung auf dem Lande insgesamt zu verbessern. Er erwartet durch die Information der Bevölkerung nicht die erhofften Effekte. Er nimmt den Vorschlag von Herrn Koch aber mit. In Betracht kommt eine ausführliche Behandlung dieser Problematik in der nächsten Ausschusssitzung, dann auch explizit mit der Presse. Dieser Vorschlag wird allgemein bestätigt.

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Rettungsdienstliche Versorgung im Kreis Soest (405 KB)