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Auszug - Behinderungen im Fokus - Bericht Körperbehinderungen  

 
 
14. Sitzung des Ausschusses für Gesundheit
TOP: Ö 3
Gremium: Ausschuss für Gesundheit Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 12.06.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 19:40 Anlass: Sitzung
Raum: Kreishaus, Sitzungszimmer 1
Ort: Hoher Weg 1-3, 59494 Soest
145/2018 Behinderungen im Fokus - Bericht Körperbehinderungen
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Tagesordnungspunkt ohne Verwaltungsvorlage
Federführend:53 Gesundheit   
 
Wortprotokoll

Dr. Wilhelm Günther erläutert die Überlegungen zur Reihe „Behinderungen im Fokus“. In fünf Berichten sollen Behinderungen in den Fokus gerückt werden, um Betroffenen Raum zu geben. Das zweite Heft der Reihe befasst sich mit dem Thema Körperbehinderungen. Er sieht die Notwendigkeit der weiteren Vernetzung, um Menschen mit Behinderungen die Teilhabe zu ermöglichen.

 

Die Ausschussvorsitzende Bärbel Dittrich (SPD) findet das Heft sehr informativ. Susanne Helfrich (SPD) weist darauf hin, dass Bahnhöfe zwar als barrierefrei deklariert sind, aber trotzdem nicht barrierefrei genutzt werden können, weil Hilfsmittel, wie z. B. ein Aufzug, ausfallen. Angelika Cosmann (CDU) bewertet positiv, dass im Bericht die Betroffenen zu Wort kommen.

 

Horst Bernsdorf (CDU) hat den Eindruck, dass im Arbeitsleben zu wenig der Mensch mit Behinderung sondern eher die Leistung im Mittelpunkt steht und sieht dies als bedenklich an. Dr. Wilhelm Günther erläutert, dass es besondere Schwierigkeiten für Menschen mit Behidnerungen im Arbeitsleben gibt und dass Regulierungsmechanismen in der Arbeitswelt nicht auf Menschen mit Behinderung übertragen werden. Susanne Helfrich (SPD) nimmt wahr, dass Betriebe die Einstellung von Menschen mit Behinderung scheuen und zusätzliche Kosten befürchten. Andere Länder haben hier bereits bessere Lösungen. 

 

Auf Nachfrage von Natalie Zimmermann (SPD) antwortet Dr. Wilhelm Günther, dass in vielen Fällen bezogen auf öffentlichen Nahverkehr ein guter Weg beschritten ist, dass es leider aber viele Beispiele gibt, in denen Hilfsmittel nicht funktionieren, wie z. B. ein Aufzug oder ein Signalton an der Ampel.

 

Annette Freifrau von dem Bottlenberg (Bündnis 90 / Die Grünen) fragt nach, welche konkreten Handlungsbedarfe gesehen werden. Maria Schulte-Kellinghaus führt aus, dass die Themen entsprechend politischem Auftrag im Aktionsplan aufgegriffen und gebündelt werden.

 

Susanne Helfrich (SPD), Horst Bernsdorf (CDU) sowie Angelika Cosmann (CDU) thematisieren die Teilhabe am Arbeitsleben. Dr. Wilhelm Günther sieht auch hier das Problem des Fachkräftemangels in den Berufen, die mit Menschen mit Behinderungen arbeiten.